Coburg

Schlossplatz-Tiefgarage: Ministerium prüft möglichen Zuschuss

Der CSU-Bundestagabgeordnete Hans Michelbach sieht nach einem Gespräch beim zuständigen Staatssekretär im Innenministerium Gerhard Eck, neue Chancen auf Städtebaufördermittel für Coburg.
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Gespräch in München - von links: IHK-Präsident Friedrich Herdan, OB Norbert Tessmer, Staatssekretär Gerhard Eck und der CSU-Bundestagsabgeordnete Hans Michelbach.
Gespräch in München - von links: IHK-Präsident Friedrich Herdan, OB Norbert Tessmer, Staatssekretär Gerhard Eck und der CSU-Bundestagsabgeordnete Hans Michelbach.
Michelbach war zusammen mit Oberbürgermeister Norbert Tessmer (SPD) sowie IHK-Präsident Friedrich Herdan zu Eck nach München gereist.

Insbesondere das neue Kernsanierungsgebiet in der Innenstadt mit dem Bau einer Quartiersgarage unter dem Schlossplatz sowie die Neuentwicklung des Güterbahnhofgeländes wurde intensiv beraten, wie es in einer Pressemitteilung von Hans Michelbach heißt. OB Norbert Tessmer habe dabei die Vorstellungen der Stadt Coburg deutlich gemacht und auf eine zur Realisierung notwendige staatliche Förderung hingewiesen.

"Staatssekretär Eck hat seine Mitarbeiter gebeten, hier die besten Möglichkeiten staatlicher Unterstützung für das Projekt Quartiertiefgarage unter dem Schlossplatz auszuloten. Gerade vor dem Hintergrund, dass die zur Verfügung stehenden Mittel aus der Städtebauförderung derzeit ein Rekordniveau von 700 Millionen Euro besitzen, wäre die Unterstützung des Freistaates ein gutes Zeichen für Coburg", so Hans Michelbach. Wichtig sei jetzt, dass die vorbereitenden Untersuchungen, das Verkehrsgutachten sowie die ISEK-Fortschreibung noch in 2015 maßgeblich vorankommen. Hierfür werde er mit OB Norbert Tessmer im Coburger Stadtrat werben.

Gerade im östlichen Bereich sei in Bezug auf die bessere Andienung der Innenstadtgeschäfte eine Parkraumerweiterung notwendig. Wenn der Staat durch Fördergelder die Hand reiche, werde man diese von Seiten der Wirtschaft mit weiteren Investitionen unterstützen, so IHK Präsident Friedrich Herdan.

Schandfleck beseitigen

Dies gelte auch für das Projekt Güterbahnhofsgelände. Die Coburger Delegation betonte, dass es für die Entwicklung des gesamten Standortes Coburg nur von Vorteil seien könne, wenn der momentane "Schandfleck" verschwinde und statt dessen ein modernes Areal für neue Innovationen, Betriebe, Wohnen und Arbeiten sowie eine Vernetzung zur Coburger Hochschule geschaffen würde. Eine ganz neue Form von Urbanität sei möglich, die aus aufzugreifen gelte. "Jeder Euro Städtebauförderung löst acht Euro öffentliche und private Investitionen aus. Dies kommt direkt der regionalen Bauwirtschaft und den Handwerksbetrieben zu Gute - mit positiven Effekten für die Beschäftigung.", so Michelbach weiter. Die Städtebauförderung sei mithin ein unverzichtbarer Beitrag zur lebenswerten Gestaltung von Städten und Gemeinden. IHK Präsident Herdan verwies auf die Dringlichkeit, neue wirtschaftliche Impulse durch zusätzliche Investitionen und Ansiedlung zu erreichen.

Ein weiterer zentraler Punkt des Gesprächs mit Innenstaatsekretär Eck war der Ausbau der Verkehrsinfrastruktur in der Region. Herdan und Michelbach mahnten insbesondere weitere Anstrengungen des Innenministeriums im Zusammenhang mit der Errichtung eines ICE-Systemhalts in Coburg an. Es sei zwar schön, wenn der Ministerpräsident seine Unterstützung stets zusage. Besser und wirkungsvoller sei es jedoch, wenn der Zusage nunmehr konkrete Taten und ein Forderungskatalog der Staatsregierung an die Bahn folgen würden. "Es muss endlich gehandelt werden", so Michelbach eindringlich.
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