Coburg
Volleyball

Schlagerspiel in der HUK-Coburg-Arena

Die VSG Coburg/Grub liegt nach nun 14 gewonnenen Pflichtspielen in Folge (davon acht in der laufenden Saison) derzeit unangefochten mit 16:0 Punkten auf Platz eins der 2. Bundesliga Süd. Der Erfolgsfaktor Nummer eins ist die in bereits sämtlichen Spielen gezeigte Kampfmoral.
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Max Kessel (links) und Patrick Speta  wollen auch gegen Dachau wieder perfekt blocken. Foto: Frank Heumann
Max Kessel (links) und Patrick Speta wollen auch gegen Dachau wieder perfekt blocken. Foto: Frank Heumann
Am Samstag gibt ein Gegner seine Visitenkarte in der HUK-Arena ab, der sich die Meisterschaft als Ziel gesetzt hat: der ASV Dachau. Doch die VSG Coburg/Grub hat sich fest vorgenommen, nicht einen Zentimeter der 81 Quadratmeter großen Spielfläche herzuschenken.
Es waren die Dachauer, die das Team vor eigenem Publikum zuletzt mit 0:3 besiegt haben. Wer sich erinnern kann, weiß, dass die VSG im direkten Vergleich mit den Dachauern nur einen Satz gewonnen hat. Alle wichtigen Zähler gingen damals an die Rand-Münchner.
Nicht ganz unschuldig daran ist auch der Sohn von Coburgs Co-Trainer Volker Pohl, Torsten, der bei Dachau als Libero nämlich geschickt die Fäden zog. In der neuen Saison wird er als Außenangreifer in der Liste des Trainers geführt und darf sich deshalb am Samstag an Hansi Nürnberger, Marcel Herrmann, Jonas Ickerott und Johannes Engel die Zähne ausbeißen.
Sukzessive hat sich die Mannschaft in drei Trainingseinheiten nach dem Doppelspieltag auf die Oberbayern eingestellt. Trainer Milan Maric hat nach dem Friedrichshafener Spiel gesagt, dass sein Team dazulernt.
"Dachau und Coburg umrunden sich nun fauchend wie zwei Wildkatzen", brachte es ein begeisterter Fan diese Woche auf den Punkt. Betrachtet man die Erfolgskurve bei Coburg und vergleicht die Zuschauerzahlen mit denen aus dem letzten Jahr, bemerkt man schnell, dass sich diese teilweise mehr als verdoppelt haben. Volleyball boomt in Coburg.
Mit den ansteigenden Fanzahlen und natürlich der von Milan Maric optimierten Spielweise und den dazugekommenen, Erstliga-erfahrenen Spielerpersönlichkeiten wurden die Leistungen der VSG auch deutlich stärker. Wenn alles gut geht, kann die VSG an diesem Samstag mit einem erheblichen Zuschauerandrang rechnen. Verdient hätten es die Jungs und es bleibt abzuwarten, ob sich der ASV von den Zuschauerzahlen beeindrucken lässt.
Sollte die VSG es schaffen, den ASV Dachau zu schlagen, dann könnte Coburg seinen Ruf als Volleyballstadt in Oberfranken weiter stärken und strahlt dann weit in den Norden hinein. Der 1. Platz wäre gefestigt und der Traum vom Aufstieg realistischer als je zuvor.
Milan Maric, der bereits erfolgreich die Teams vom SV Schwaig und vom VC Eltmann coachte, ist optimistisch:

Trainer Milan Maric

"Wir spielen gerne gegen die Dachauer. Das ist eine sehr gute Mannschaft mit Ambitionen, natürlich mit sehr guten, gleich gestellten Trainern Klaus Dammann, Andreas Schwarz und Andreas Wilhelm ausgestattet. Wir können gewinnen, wenn sich das Team an die Vorgaben hält, aktiv im Block und Angriff arbeitet. Lassen wir Dachau ihr Spiel machen, wird es extrem schwer. Ich würde mich freuen, wenn die Zuschauer wieder den Weg in die Arena finden."

Team-Manager Peter Pillmann

Und Team-Manager Peter Pillmann sagt im Vorfeld des Spiel: "Mit Dachau erwartet uns die erste, richtig große Prüfung in dieser Saison. Ich erwarte einen hochmotivierten und taktisch gut eingestellten Gegner, der sich durch die fantastische Atmosphäre nicht schrecken lassen wird. Wenn beide Mannschaften ihr Potenzial abrufen, dann wird das ein Volleyball-Leckerbissen par excellence. Die Mannschaft genießt mein Vertrauen und ich bin der festen Überzeugung, dass unser Publikum uns helfen wird um siegreich zu sein."

Vorsitzender Anfré Dehler

Vorsitzender André Dehler warnt: "Das vergangene Wochenende hat uns gezeigt, dass wir wachsam bleiben müssen und konzentriert an uns arbeiten sollten. Wir müssen uns auf einen unangenehmen Gegner einstellen, der uns bis an die Leistungsgrenze fordern wird. Besonders im Außenangriff mit Torsten Pohl, Marco Riedlbeck und Florian Malescha zählt Dachau zu den stärksten Teams der Liga, Zuspieler Lucian Jachowitz ist mit seiner Erstligaerfahrung ein unangenehmer Zuspieler für unseren starken Block."
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