Coburg
Interview

Samba-Festival in Coburg: Der Countdown läuft

Wenige Tage vor Beginn des größten Samba-Festivals außerhalb Brasiliens spricht Rolf Beyersdorf über die Herausforderung, dieses Event zu stemmen - und deutet an, dass auch regelmäßig Promis in Coburg Samba tanzen.
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Das größte Samba-Festivals außerhalb Brasiliens findet immer am zweiten Juli-Wochenende in Coburg statt.Foto: David Ebener/dpa
Das größte Samba-Festivals außerhalb Brasiliens findet immer am zweiten Juli-Wochenende in Coburg statt.Foto: David Ebener/dpa
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Drei Männer, eine verrückte Idee: Michael Häfner, Rolf Beyersdorf und Christof Pilarzyk veranstalteten 1992 erstmals ein Samba-Festival in Coburg. Daraus hat sich bis heute das größte Samba-Festival außerhalb Brasiliens mit geschätzten 200000 Besuchern (an allen drei Tagen zusammen!) entwickelt. In diesem Jahr findet das Spektakel von Freitag, 12., bis Sonntag, 14. Juli, statt. Im Interview mit dem Coburger Tageblatt spricht Rolf Beyersdorf, wie er zum Samba-Fan wurde und wie er sein persönliches "Wochenende des Jahres" ohne Schlaf durchhält.

Na, kribbelt's schon?!

Rolf Beyersdorf: Bei mir kribbelt's das ganze Jahr! (lacht) Ganz ehrlich: Ich bekomme Gänsehaut, wenn ich ans Festival denke. Samba ist mein Leben!

Wie kam es dazu?

Ich liebe Tanz, ich liebe Musik, ich liebe Südamerika - und nur wenige Völker können Tanz und Musik so gut kombinieren wie die Brasilianer! Ich mag es, wie unverkrampft und lebensfroh die Brasilianer sind. Denn auch bei mir ist das Glas immer halb voll und nicht halb leer.

Nachdem Christof Pilarzyk im vergangenen Jahr ausgestiegen ist, bist Du der letzte Verbliebene der ursprünglich drei Festival-Begründer. Inwieweit wirkt sich das auf deine Arbeit aus?

Es ist immer schwer, wenn einer der Hauptmacher aufhört. Das war es auch, als in den 1990er Jahren Michael Häfner weggegangen ist. Aber das Gute ist: Wir sind bei Sambaco ein eingespieltes Team aus 35 Leuten, die zum Teil seit Anfang an dabei sind. Hinzu kommt, dass die Zusammenarbeit mit der Stadt Coburg top ist. Da herrscht mittlerweile ein blindes Vertrauen.

 

 

Inzwischen kommen jedes Jahr auch viele "Promis" zum Samba-Festival, zum Teil inkognito. Was können Sie uns darüber verraten?!

Nichts. (grinst)

Ach bitte!

Ja, es stimmt schon, dass wir in den vergangenen Jahren immer wieder - ganz inoffiziell - prominente Besucher hatten. Aber ich möchte mich da bewusst bedeckt halten. Denn diese Gäste genießen es ja gerade deshalb so in Coburg, weil sie sich hier noch unerkannt bewegen können und keiner damit rechnet, dass plötzlich der Prominente xy neben einem steht. Nur so viel kann ich vielleicht sagen: Vor allem meine Frau Nini hat gute Kontakte, und sie hat sogar schon mit Pelé telefoniert, ob er nicht mal kommen will - aber: Pelé war leider noch nie da!

 

Das ausführliche Interview mit Rolf Beyersdorf lesen sie hier - unter anderem gewährt "Mister Samba" dabei auch sehr private Einblicke.

Festival 2019 Zur offiziellen Eröffnung am Freitag, 12. Juli, auf der Schlossplatz-Bühne werden gegen 21 Uhr unter anderem mehrere Samba-Königinnen aus Rio de Janeiro erwartet. Bereits ab 19 Uhr gibt es in der VR-Bank am Theaterplatz eine Autogrammstunde mit Ex-Fußballprofi Giovane Elber sowie Rebecaa Mir ("Let's dance", GNTM). Gegen 22.30 Uhr tritt auf der Schlossplatz-Bühne der brasilianische Superstar Saulo auf. Bei der Show im Kongresshaus, die am Freitag und Samstag jeweils um 23.30 Uhr beginnt, tritt in der Nacht zum Sonntag auch Nice Ferreira auf. Der Sonntag, 14. Juli, beginnt um 10.30 Uhr mit einem Samba-Gottesdienst auf dem Marktplatz. Der Samba-Umzug durch die Innenstadt setzt sich ab 14 Uhr in Bewegung. Ab 16.30 Uhr singt auf der Marktplatz-Bühne Judy Bailey. Weitere Infos unter www.samba-festival.de.

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