Coburg
Auftritt

Salonorchester Babari begeistert in Coburg

Wie der Geiger und Dirigent Ferenc Babari das Publikum beim Coburger "Verein" mit nimmt auf eine nostalgisch gefärbte Zeitreise.
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Mit seinem Salonorchester beeindruckte der Geiger Ferenc Babari des Publikum beim Coburger "Verein".Fotos: Jochen Berger
Mit seinem Salonorchester beeindruckte der Geiger Ferenc Babari des Publikum beim Coburger "Verein".Fotos: Jochen Berger
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Passend zur "Fünften Jahreszeit" lud der Verein kein klassisches Ensemble zu einem Konzert ein, sondern eines, das sich der "leichten" Muse verschrieben hat und schon einmal vor einigen Jahren das Publikum im HUK-Foyer begeisterte.



Das von Funk und Fernsehen bekannte Salonorchester Ferenc Babári zeigte auch diesmal wieder Virtuosität und hohes künstlerisches Niveau bei der Interpretation bekannter Stücke aus der K.u.K. Donaumonarchie der Jahrhundertwende mit ihren berühmten Walzern, Operetten-Melodien und feurigen Csárdásklängen. Schließlich sind es alles jetzige oder ehemalige Mitglieder des Staatstheaterorchesters Nürnberg und dem entsprechend professionell an ihren Instrumenten: Konzertmeister Ferenc Babári (Leitung und 1. Violine), Alexandru Duma (2.
Violine), Rainer Bartke (Violoncello), Joachim Sevenitz (Kontrabass)sowie der Pianist Noorman Widjaja.

Tenor-Arie auf der Geige

Das Programm begann mit der Ouvertüre zu "Dichter und Bauer" von Franz v. Suppé mit expressivem Anfang, gefühlvollem Cello-Solo, orchestralem dramatischem Mittelteil und duftigem, beschwingtem Abschluss. Leider ohne Gesang erklang die berühmte Tenor-Arie "Dein ist mein ganzes Herz" aus "Das Land des Lächelns" von Franz Lehár.

Intermezzo und Barcarole aus "Hoffmanns Erzählungen" von Jaques Offenbach verfehlten ihre Wirkung dank ausdrucksvoller Wiedergabe nicht, wie der schwungvolle Walzer "Wiener Blut" von Johann Strauß-Sohn und die berühmte Tosselli-Serenata mit dem einfühlsamen Violinsolo von Ferenc Babári. Trepak und Blumenwalzer aus "Der Nussknacker" von Peter Tschaikowsky (im letzteren ein virtuoses Klavier- statt Harfen-Solo) und eine umfangreiche Fantasie mit allen bekannten Melodien aus der "Lustigen Witwe" von Franz Lehár beendete den ersten Teil.


Nach der Pause wurde es exklusiv ungarisch und auch die Musiker traten in folkloristischen Kostümen auf. War Johannes Brahms zwar ein Deutscher, so schrieb er doch Ungarische Tänze, deren Fünfter den zweiten Teil feurig eröffnete. Als virtuoser Primas ging Ferenc Babári sodann mit dem bekannten Csárdás von Victor Monti unter das Publikum. Rassig erklangen Lied und Csárdás aus "Zigeunerliebe" von Lehár sowie "Komm Zigan" aus "Gräfin Mariza" von Emmerich Kalman. Das abschließende Virtuosenstück "Die Lerche" von Grigoras Dinicu ließ die Geige von Ferenc Babári in den höchsten Tönen zwitschern und tirilieren, was stürmischen Beifall hervorrief.

Natürlich waren nach anhaltendem Beifall Zugaben fällig, die aus zwei zuvor "eingesparten" Programmpunkten bestanden: Ungarischer Tanz Nr. 6 von Brahms und "Die Juliska" aus "Maske in Blau" von Fred Raymond.




So geht es weiter beim "Verein"

Montag, 9. März, 20 Uhr Wassily Gerassimez (Violoncello), Nicolai Gerassimez (Klavier) - HUK-Foyer Bertelsdorfer Höhe

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