Coburg
Bürgerbegehren

"Rettet den Rosengarten": In Coburg werden jetzt Unterschriften gesammelt

Soll der Coburger Rosengarten für einen Hotel-Neubau angetastet werden dürfen? Die Initiatoren eines Bürgerbegehrens wollen eine "sachliche Richtungsentscheidung".
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Weil in Coburg (wieder) mal über ein Kongresshotel diskutiert wird, gilt  plötzlich auch (wieder) der Rosengarten als möglicher Hotel-Standort - eventuell mit direkter Anbindung ans (umzubauende) Kongresshaus.Foto: Jochen Berger
Weil in Coburg (wieder) mal über ein Kongresshotel diskutiert wird, gilt plötzlich auch (wieder) der Rosengarten als möglicher Hotel-Standort - eventuell mit direkter Anbindung ans (umzubauende) Kongresshaus.Foto: Jochen Berger

Nachdem der Stadtrat in der Diskussion um einen Hotel-Neubau im Bereich Anger erst "hü" und dann "hott" gesagt hat, sind nun die Bürger an der Reihe, ganz offiziell ihre Meinung kund zu tun: Dominik Sauerteig, Toni Münster und Oliver Pieschel haben ein Bürgerbegehren mit dem Titel "Rettet den Rosengarten" gestartet. Denn so sehr sie einen Hotel-Neubau grundsätzlich begrüßen würden: Der Rosengarten dürfe ihrer Meinung nach auf gar keinen Fall dafür angetastet werden.

Ein sehr wichtiges Argument ist für Sauerteig der Umwelt- und Klimaschutz: "Grünflächen müssen dauerhaft erhalten werden - und das schließt einen Hotelbau im Rosengarten aus." Toni Münster ergänzte: "Wir wollen verhindern, dass der Rosengarten zum Vorgarten für ein Hotel wird!"

Die Frage des Bürgerbegehrens lautet: "Sind Sie dafür, dass die Stadt Coburg den Rosengarten (Flurnummer 494) konsequent und nachhaltig, umriss- und flächenmäßig mindestens entsprechend dem Bebauungsplan 7/11 (Stand: 8. Juli 2019) dauerhaft als Grünfläche für die Öffentlichkeit erhält?"

Die drei Initiatoren des Bürgerbegehrens - Dominik Sauerteig, Toni Münster und Oliver Pieschel - sind zwar allesamt Mitglieder der Jusos. Aber: Sie betonen, dass sie beim Bürgerbegehren "als Privatpersonen" handeln. Auch, was die Finanzierung des Projekts betreffe, werde man ausschließlich private Mittel einbringen. Dominik Sauerteig gehört auch der SPD-Stadtratsfraktion an, Toni Münster ist Vorsitzender des Jusos-Unterbezirks Coburg/Kronach.

Dominik Sauerteig und seine Mitstreiter werden nicht nur auf das klassische Sammeln von Unterschriften an Infoständen setzen. Entsprechende Listen wird jedermann zum Beispiel auch im Internet herunterladen und dann unterschrieben an die Initiatoren zurücksenden können. Auf Facebook sind die Rosengarten-Retter bereits aktiv (www.facebook.com/RettetdenRosengarten), die Internetseite mit dem Namen www.rettetdenrosengarten.de ist ebenfalls schon freigeschaltet. Wer weitere Fragen hat, kann sich auch per Mail an Dominik Sauerteig wenden - Adresse: info@rettetdenrosengarten.de.

Nach Auskunft von Dominik Sauerteig müssen 2212 Unterschriften gesammelt werden, damit es in Coburg zu einem Bürgerentscheid über den Rosengarten kommen kann.

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