Coburg
Serie

Rembrandt und der Handel mit Rattengift

Mit einer Sonderausstellung des Kupferstichkabinetts gewähren die Kunstsammlungen der Veste Coburg Einblick in ihre Rembrandt-Bestände.
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Der Rattengiftverkäufer (Der Rattenfänger), 1632 Radierung, mit Spuren von GrabstichelFoto: Kunstsammlungen
Der Rattengiftverkäufer (Der Rattenfänger), 1632 Radierung, mit Spuren von GrabstichelFoto: Kunstsammlungen
Insgesamt 340 druckgrafische Blätter Rembrandts zählen zum bedeutenden Bestand im Kupferstichkabinett der Kunstsammlungen der Veste Coburg. Bis 9. September zeigt die Ausstellung "Rembrandt. Von der Macht und Ohnmacht des Leibes" eine umfangreiche Auswahl exquisiter Radierungen des großen niederländischen Barockkünstlers.


Biblische Szenen

Der Bogen spannt sich von Rembrandts faszinierenden Selbstportraits über biblische Szenen des Alten und Neuen Testaments bis hin zu Genrebildern. Zu den ausgewählten Blättern zählt auch die Radierung "Der Rattengiftverkäufer" ("Der Rattenfänger") aus dem Jahr 1632.


Handel mit Rattengift

Vor einem Haus werben der Rattengiftverkäufer und sein Gehilfe für ihre Ware. Auf dem mitgeführten langen Stab befindet sich ein Korb, der mit toten Ratten gefüllt ist, während obenauf, wie auch auf der Schulter des Mannes, ein lebendiges Nagetier sitzt.

Der Handel mit Rattengift galt damals in den Niederlanden als Gewerbe. Obwohl der Hausbesitzer mit der Linken abwinkt, scheint seine rechte Hand in den Korb des Gehilfen fassen zu wollen.


Wer die Tonne im Vordergrund genau betrachtet, meint den Grund für sein Interesse, nämlich die Schwänze versteckter Ratten, zu entdecken.



Ausstellungs-Tipp Kunstsammlungen Veste Coburg "Rembrandt. Von der Macht und Ohnmacht des Leibes" (bis 9. September täglich 9.30 bis 17 Uhr; Führungen und Begleitprogramm: www. kunstsammlungen-coburg.de)


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