Coburg
Königshaus

Reißenweber zum siebten Mal Coburger Schützenkönig

Traditionell endete das Vogelschießen mit der Proklamation des Schützenkönigs. Zum siebten Mal ging das Amt an Rainer Reißenweber. Das gab es noch nie.
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Rainer Reißenweber hat es geschafft. Er ist zum siebten Mal Schützenkönig. Jetzt strebt er den Kaisertitel an.
Rainer Reißenweber hat es geschafft. Er ist zum siebten Mal Schützenkönig. Jetzt strebt er den Kaisertitel an.
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"Auch das schönste Fest geht einmal zu Ende", sagte Oberschützenmeister Hans-Herbert Hartan am Sonntag bei der Proklamation des Schützenkönigs. Auf die Armbrustscheibe hätten 874 Schützen und auf die Königsscheibe 99 Schützen geschossen.

Vor 52 Jahren holte sich Rainer Reißenweber den Titel des Jugendkönigs und in den letzten Jahren stellte er seine Treffsicherheit immer wieder unter Beweis. Er sicherte sich nun zum siebten Mal den Titel des Schützenkönigs der Schützengesellschaft Coburg. "Das gab's noch nie", so der Oberschützenmeister Hans-Herbert Hartan bei der Proklamation.

Das Schießen sei ganz gut gelaufen, kommentierte Reißenweber diesen sportlichen Erfolg. Seit weit mehr als 50 Jahren hat er sich dem Schießsport verschrieben, ohne Training sei kein Erfolg zu verzeichnen. Zwei bis dreimal in der Woche trainiert er jeweils bis zu zwei Stunden. Sein Ziel sei es, dreimal in Folge den Titel zu holen. Die Zahl "7" seine eine Glückszahl und er setze alles daran, dieses Triple einmal zu erreichen.

"Eine Mutti hat gewonnen", waren die ersten Worte der erstmals gekürten Schützen-Liesl. Die 37-jährige zahnmedizinische Fachangestellte Nicole Schuberth aus Weidach setzte sich gegen ihre Mitbewerberinnen durch. Der Schützeneinzug führte traditionell zum Rathaus, um die Fahne der Schützengesellschaft Coburg wieder in die Obhut der Stadt Coburg zu geben. Es sei ein schönes Fest mit vielen Höhepunkten, den bunt leuchtenden Feuerwerken, dem Schützenauszug, dem Seniorennachmittag und vielem mehr gewesen, hob Oberbürgermeister Norbert Tessmer hervor. Das Vogelschießen übe schon seit Jahrhunderten auf die Bevölkerung aus Coburg und Umgebung eine große Anziehungskraft aus, denn neben dem sportlichen Aspekt werde viel für Leib und Seele getan.

Heute würden Cybers Space, Break Dance und andere atemberaubende Fahrgeschäfte das Bild des Festplatzes prägen. Im Mittelpunkt stehe dabei aber damals wie heute der sportliche Aspekt.


Tradition im Wandel

Bevor er die Traditionsfahne bis zum Auszug 2018 wieder in die Obhut der Stadt Coburg nehme, ermunterte Tessmer die Schützengesellschaft, ihre Tradition zwar sorgsam zu bewahren, jedoch auch dem Wandel der Zeiten offen gegenüberzustehen.

Er zitierte aus dem Schützenknigge "In Zeiten der Globalisierung brauchen und suchen junge Menschen Haltepunkte. Tradition und Brauchtum können solche festen Größen sein, die ein Gefühl von Geborgenheit und Sicherheit vermitteln." Insofern können vor allem junge Menschen von einer Mitgliedschaft im Schützenverein profitieren, meinte das Stadtoberhaupt. Er freue sich ganz besonders, dass dieses Brauchtum auch in den vergangen Tagen wieder einmal mehr erfolgreich gefeiert wurde.
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