LKR Coburg
Konsolidierung

Regiomed will sich künftig Berater ersparen

Regiomed rutscht ins Minus: Wie Geschäftsführung, Gesellschafter und Aufsichtsrat des kommunalen Klinikverbunds reagieren wollen.
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Der kommunale Klinikkonzern wird getragen von den Landkreisen Lichtenfels, Hildburghausen und Sonnefeld sowie vom Zweckverband Klinikum Coburg. Foto: CT-Archiv
Der kommunale Klinikkonzern wird getragen von den Landkreisen Lichtenfels, Hildburghausen und Sonnefeld sowie vom Zweckverband Klinikum Coburg. Foto: CT-Archiv

Gesellschafter, Aufsichtsrat und Geschäftsführer berieten gemeinsam über das weitere Vorgehen.

Zur letzten Aufsichtsratssitzung des Jahres am 6. Dezember 2018 stellten die Verantwortlichen klar, dass sie auch in Zukunft an der kommunalen Trägerschaft für den Verbund festhalten wollen.

Gesellschafter sind die Landkreise Hildburghausen, Lichtenfels und Sonneberg sowie der Zweckverband Klinikum Coburg, der von Stadt und Landkreis Coburg getragen wird. Jeder Gesellschafter schickt zwei Vertreter in die Gesellschafterversammlung; diese Vertreter gehören gleichzeitig dem Aufsichtsrat an, neben sechs Vertretern der Belegschaften.

Wie Regiomed am Freitag mitteilte, sind sich die Geschäftsführer des Gesundheitsverbundes sich einig, dass die Zukunftsstrategie gewissenhaft aufgestellt werden muss, wobei die Sicherung der wohnortnahen medizinischen und pflegerischen Leistungsfähigkeit für die Bevölkerung absolute Priorität haben wird. Dabei werde sich Regiomed auf das Kerngeschäft konzentrieren, aber im Sinne einer nachhaltigen Entwicklung auch die laufenden Projekte fortführen, heißt es in der Mitteilung. "Dazu gehören unter anderem diverse Neubauten, die Entscheidung zur Weiterentwicklung des Standorts Coburg und die Stärkung des medizinischen Nachwuchses durch die Medical School."

Der designierte Hauptgeschäftsführer Alexander Schmidtke, der aufgrund der Brisanz der Themen und im Einvernehmen mit den Gesellschaftern und der Geschäftsführung bereits jetzt im engen Austausch mit den Verantwortlichen steht, führte die nächsten Schritte explizit aus: "Regiomed wird sukzessive die hohen Kosten für sogenannte Honorarkräfte im ärztlichen und pflegerischen Dienst durch ein regionales Medizin- und Personalkonzept einsparen. Des Weiteren werden zukünftig extern vergebene Aufträge vermehrt von eigenen Mitarbeitern übernommen. Die Einsparungen bei den Honorarkräften und bei den Rechts- und Beratungskosten liegen bei mehreren Millionen Euro und sind ein erster Konsolidierungsschritt. " Schmidtke setzt primär auf das interne Know how, die Leistungsfähigkeit und auf die Motivation der eigenen Mitarbeiter. Regiomed werde künftig nur in gut begründeten Fällen auf externe Unterstützung zurückgreifen, erklärte er. Für die Verbesserung der Leistungs- und Ertragsseite sei eine standortübergreifende Medizinstrategie notwendig. Diese solle im ersten Quartal 2019 erarbeitet und mit allen Beteiligten konsentiert und dann sukzessive eingeführt werden.

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