Coburg

Regen reißt Loch in den Waldweg

Nicht nur im Coburger Stadtgebiet hat am Samstag das heftige Unwetter gewütet. Auch im Forst ging einiges zu Bruch.
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Der anhaltende Regen hat auch die Fußwege im Bausenberg unterspült. Auf dem abgesackten Abschnitt des "Sommers-Weges" sind die Löcher fast einen halben Meter tief, wie Revierleiter Bernd Lauterbach von den Bayerischen Staatsforsten zeigt. Fotos: Ulrike Nauer
Der anhaltende Regen hat auch die Fußwege im Bausenberg unterspült. Auf dem abgesackten Abschnitt des "Sommers-Weges" sind die Löcher fast einen halben Meter tief, wie Revierleiter Bernd Lauterbach von den Bayerischen Staatsforsten zeigt. Fotos: Ulrike Nauer
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Im Bausenberg ist ein Teil des sogenannten "Sommers-Weges" abgesackt. Schuld daran sind die anhalten Regenfälle der letzten Wochen und insbesondere der heftige Platzregen am Samstag, sagt Revierleiter Bernd Lauterbach von den Bayerischen Staatsforsten. Auch im übrigen Gebiet des Forstbetriebes Coburg seien umfangreiche Schäden zu verzeichnen. Glimpflich ist dagegen auf den ersten Blick der Hofgarten davongekommen, wie Stefan Just vom Grünflächenamt dem Tageblatt berichtete.
Einen guten halben Meter breit und einige Meter lang ist die Rinne, die sich tief in den "Sommers-Weg" gedrückt hat, der sich vom alten Forsthaus unterhalb der Veste durch den Bausenberg Richtung Cortendorfer Straße schlängelt. Den Verantwortlichen blieb als erste Maßnahme nur, den bei Spaziergängern, Joggern und Mountainbikern beliebten Weg zu sperren. Dass das rot-weiße Trassierband allerdings kaum jemanden davon abhalten wird, den Weg trotzdem zu benutzen, ist Bernd Lauterbach klar. "Wer dennoch dort langgeht, tut das auf eigene Gefahr!", stellt er klar.

Stützkonstruktion sichert Weg
Das betroffene Weg-Stück wurde bereits vor längerer Zeit mit einer hölzernen Stützkonstruktion im Boden gesichert, sonst wären die Folgen diesmal möglicherweise noch schlimmer gewesen. Bernd Lauterbach deutet nach unten Richtung Cortendorf, wo zwischen den Bäumen zu erkennen ist, dass kleinere Teile des Hangs abwärts gerutscht sind.
In den nächsten Tagen werde der Weg "mit schwerem Gerät" ausgekoffert und der Hang dann mit einer sogenannten Krainerwand aus Holzstämmen abgesichert. "Drei bis vier Tage baggern und 5000 Euro Schaden", schätzt Lauterbach. Getroffen hat das Unwetter am Wochenende auch den übrigen Coburger Forstbereich, schwerpunktmäßig das Coburger Stadtgebiet.
So sind Lauterbach zufolge im Bausenberg und auch im Callenberger Forst zahlreiche Bäume umgestürzt, die im aufgeweichten Boden keinen Halt mehr fanden, Gräben ausgespült, Durchlässe verstopft und Wege abgerutscht. Er könne allerdings noch nicht sagen, wie hoch der Schaden insgesamt sei, denn immer wieder kämen neue Meldungen dazu. Anwohner des Be erhügels etwa machten Lauterbach darauf aufmerksam, dass dort gut 100 Quadratmeter Hang abgerutscht seien, die ebenfalls den Staatsforsten gehören und deshalb abgesichert werden müssen.
Im Hofgarten, in dem erst kürzlich die Beseitigung der Sturmschäden von Juni 2012 abgeschlossen worden war, sieht die Lage laut Stefan Just vom Grünflächenamt besser aus. An den städtischen Bäumen seien, abgesehen von einigen Blitzeinschlägen, kaum Schäden entstanden. Allerdings seien einige Wege weggespült worden.
Eine der größten Baustellen, die es momentan in der Stadt gibt, ist die der Tiefgarage in der Ketschenvorstadt. Immerhin wurde in diesem Bereich auf einer Fläche von über 4000 Quadratmetern Erde bis zu einer Tiefe von rund zehn Metern ausgehoben. Die Gefahr, dass sich bei starken Niederschlägen wie am Samstag auch dort eine Menge Wasser ansammelt, ist groß. Doch außer ein paar schmutzigen Pfützen und vereinzelten Rinnsalen ist die Baustelle nicht überflutet.

Pumpen halten Baustelle frei
"Wir haben mehrere Pumpen laufen, und zwar ständig", erläutert der Polier Oswald Neeb den relativ guten Zustand des Untergrundes. Die Pumpen seien aber nicht etwa jetzt erst angeschaltet worden, sondern liefen bereits seit Beginn der Aushubarbeiten an dieser Stelle. "Das machen wir immer schon vorausschauend", ergänzt Oswald Neeb. Immerhin muss die Stabilität der Bohrpfahlwand aus Beton und Stahl rings um die Baustelle gesichert werden. Von den andauernden Niederschlägen seien die Bauarbeiten kaum beeinträchtigt. "Wir arbeiten trotzdem und liegen auch im Zeitplan."
Die Tiefgarage soll nach ihrer Fertigstellung 174 Fahrzeugen Platz bieten.

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