Meeder
Fasching

Raumschiff besucht die Meederer Narren

Bei der ersten Sitzung der Meederer Narren wurden auch aktuelle Themen der Lokalpolitik auf die Schippe genommen. Mit dem Ruf "Meeder aha" verlangten die Zuschauer immer weitere Zugaben nach den Darbietungen.
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Präsident Andreas Lutz verabschiedet alle Mitwirkenden beim großen Finale auf der Bühne des Meederer Narren(raum)schiffes. Fotos: Karin Günther
Präsident Andreas Lutz verabschiedet alle Mitwirkenden beim großen Finale auf der Bühne des Meederer Narren(raum)schiffes. Fotos: Karin Günther
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Bei der Faschingsvereinigung Meeder gab es zum ersten Mal einen Schirmherrn mit Bürgermeister Bernd Höfer (CSU), den der neu gewählte Präsident Andreas Lutz, genannt "Lou" neben den "Promis", benachbarten Faschingsvereinen sowie den anwesenden Narren herzlich begrüßte. Die Hausorden an die geladenen Gäste übergab der stellvertretende Präsident Alexander Pabst.
"Das Brauchtum der fünften Jahreszeit sollte mit Spaß weiterhin gepflegt werden", rief Gernot Schöpf vom Fastnachtsverband Franken in den Raum. Der Präsident übergab sein Mikrofon an den Sitzungspräsidenten Heiko Meyer, der durch das Programm führte. Zuvor erhielt er für seine Verdienste vom Landtagsabgeordneten Jürgen W. Heike (CSU) das Bayerische Staatswappen.
Für Hochstimmung sorgten Anja Pflaum, die die 176. Sitzung mit dem Meederer Faschingslied eröffnete, sowie die zahlreichen Tänze, lustigen und nachdenklichen Büttenreden, die "Meederer Schmalzbuam" und die "Midlife Crisis". Die Blaskapelle Meeder unter Leitung von Michael Ehrmann trug zur Stimmung bei.
Fetzig tanzte die "Funkengarde" als "Sternenkriegerinnen" in blauen mit Sternen versehenen Kostümen. Die Nachwuchstänzerinnen wurden trainiert Franzika Bohl. Ebenfalls von der Jugendsitzung zu den Erwachsenen wechselte Ludwig Lorenz, der in Lichtgeschwindigkeit durch den Weltraum raste und in der Bütt stand. Er berichtete von der Gründung des ersten fränkischen Luft- und Fahrvereins in Meeder. Als Raumfahrtverwaltungsgebäude könnte das Sternbergschloss und als Weltraumbahnhof das Schafhaus genutzt werden. Ohne den Leitspruch "Wir schaffen das" ging er nicht zurück auf seinen Stern. Den Text der Rede hat sein Vater Siegfried Lorenz verfasst. Als Funkenmariechen wirbelte wie schon im Vorjahr Eva Bauer über die Bühne. Als ihr Trainer fungiert Jonas Hanft.


Suche nach dem Landeplatz

Nochmals aus dem Weltall flog mit großem Getöse zu einer intergalaktischen Runde das Raumschiff PASN ein, dass anfangs einen Landeplatz suchte und zu einer Notlandung in Meeder gezwungen war. Da sich der geplante Verkehrslandeplatz doch nicht eignete, bleibt weiterhin nur eine Landung auf der Brandensteinsebene übrig.
Angelehnt an den neuen Starwars-Film durchleuchteten die Galaxis-Raumfahrer Alexander Pabst, Julia Sollmann, Regina Göhring, Michael Taubmann, Markus Weschenfelder und Jürgen Greiner unter anderen die VW-Dieselmotoren und die Fifa. Regina "merkelte" als Superman ihre Kommentare. Als Zwischenruf war immer wieder zu hören "Coburger Klöß mit Bröckala".


Musikalische Erinnerung

Anja Pflaum begeisterte mit "99 Luftballons" und "Tretboot in Seenot" und mitsingen und schunkeln war angesagt. Ein Höhepunkt war der Auftritt der "Midlife Crisis". Zu "Rock'n Roll is King" und "Line Dance" aus den 60er Jahren tanzte die Gruppe in stilgerechter Kleidung. Die Einstudierung lag in den Händen von Elke Taubmann und Julia Sollmann. Als Eisprinzessinnen zeigten sie einen schmissigen Gardetanz.
Als Anwalt der Sparer betrat Bernd Oehme die Bütt. Er durchleuchtete die Banken mit ihren Pleiten und der damit verbunden Sparsamkeit.


Promis in die Bütt

Etwas Besonderes ließ sich Anja Pflaum bei ihren Liedern von der "Neuen Deutschen Welle" einfallen. Die Stimmung kochte, als sie die anwesenden Bürgermeister aus dem Landkreis Coburg und die Promis auf die Bühne rief und gemeinsam mit ihnen sang "Hallo, Klaus". Aber nicht minder gelungen war der Auftritt von Lisa Geuther, die als "Marion aus Usedom" die Lacher auf ihre Seite zog. Sie kam von Berlin und hat sich in Kreuzberg gut eingelebt. Die Einladung nach Meeder nahm sie an und erzählte witzig im sächsischen Dialekt von den Erfahrungen eines Babysitters. Als Anschauungsmaterial holte sie Bürgermeister Höfer zu sich und zeigte, wie sich die Menschen im Karneval verändern können. Den Text steuerte Claudia Dinges bei. Die "Meederer Schmalzbuam" und Allroundtalende Andreas Lutz und Markus Weschenfelder zeigten einen Sketch, der sich in einer Amtsstube abspielte. Makabre Sprüche hatten die beiden parat, deren Nummer mit dem A-Cappella-Lied "Wenn das Bier nicht mehr schmeckt" endete.
Die Tänzerinnen der "Zickenzone" verwandelten sich blitzschnell vom Ballettmädchen zum Zombie. Die Einstudierung hatten Franziska Bohl und Yvonne Mannagottera inne. Anstelle einer Schunkelrunde sang spontan Markus Brehm vom Faschingsverein Seßlach das bekannte Lied von der "Fleischerei-Fachverkäuferin" (Michel Müller). Den Abschluss nach über vier Stunden Unterhaltung bildete der Auftritt der Life-Band "Förschtziechln" mit Life-Sänger Andreas Lutz. Der Saal tobte bei den Liedern "Skandal im Sperrbezirk", "1000 und eine Nacht" und "Rosamunde". Mit "Schön ist es auf der Welt zu sein" und vielem Dank an alle vor und hinter der Bühne arbeitenden Helfer ging der Abend zu Ende. Zahlreiche Besucher kamen in herrlichen Kostümen als Raumfahrer und mit Leuchtschwertern.
Auszeichnungen

Den "Till von Franken" in Silber erhielt Hedda Lorenz. Verbandsorden wurden überreicht an Eva Bauer, Alina Göhring und Nina Kräußlach.
Die Ehrennadel in Silber ging an Patrick Lorenz, Bernd Oehme und Lisa Geuther und in Gold an Julia Sollmann und Horst Theil. Der Verdienstorden, die höchste Auszeichnung, die der Verein selbst verleihen darf, wurde Mohamad Mirzahossein überreicht. kagü



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