Coburg
Empfang

Promi-Auflauf in Coburg: So feierte Hans Michelbach seinen 70. Geburtstag

Zu den rund 200 geladenen Gästen des CSU-Bundestagsabgeordneten zählten Horst Seehofer, Alexander Dobrindt oder auch Michael Stoschek.
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Bundesinnenminister Horst Seehofer (links) wird von Hans und Christel Michelbach begrüßt.Foto: Oliver Schmidt
Bundesinnenminister Horst Seehofer (links) wird von Hans und Christel Michelbach begrüßt.Foto: Oliver Schmidt
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Am großen Empfang zu seinem 70. Geburtstag war vieles "typisch Hans Michelbach". So dominierten die Themen Politik und Wirtschaft, und die vielen guten Kontakte, die der Jubilar vor allem in Berlin und München hat, spiegelten sich in der prominent besetzten Gästeliste wider. Michelbachs regionale Verwurzelung zeigte sich in der Auswahl des Essens: Es gab fränkischen Sauerbraten mit Rotkohl und Coburger Klößen. Nur eines war am Samstagvormittag im Kongresshaus Rosengarten so gar nicht "typisch" für Hans Michelbach: Er hielt eine recht kurze Rede! Ausgerechnet von Horst Seehofer, der Michelbach ansonsten mit Lobes- und Dankesworten geradezu überschüttete, wurde das prompt aufgegriffen. "Ich habe Hans Michelbach immer gerne zugehört - denn er hat immer etwas zu sagen", betonte der Bundesinnenminister und ehemalige bayerische Ministerpräsident - "noch besser wäre gewesen, Hans Michelbach hätte immer so kurz geredet wie heute!" Sagte es und lachte laut auf.

Horst Seehofer fand viele Beschreibungen für Hans Michelbach, mit dem er "viel und gut" zusammengearbeitet habe. Das Geburtstagskind sei "eine große Persönlichkeit", "ein treuer Freund", "ein profunder Sachkenner", "ein Kapitän des Mittelstands", "ein Kapitän mit klarem Kompass", "ein Anwalt für die Heimat", "eine Marke" - und, ganz besonders, "mit allen Poren ein Unternehmer". Weil Hans Michelbach bei seiner Arbeit im Bundestag nicht nur seine fast 50-jährige Erfahrung aus der Wirtschaft einfließen lassen kann, sondern auch eine 16-jährige Tätigkeit als Bürgermeister der unterfränkischen Stadt Gemünden am Main, hatte Seehofer noch eine Umschreibung parat: Als Politiker sei der Jubilar "ein Tiefwurzler", der im praktischen Leben verankert sei und sich stets "an der Lebenswirklichkeit" orientiere. Dazu gehöre aber auch, so Seehofer, dass Michelbach "ausgesprochen streitbar" sei: "Er schwimmt nicht mit der Strömung - er macht selbst Strömung!"

Alexander Dobrindt, derzeit CSU-Landesgruppenvorsitzender im Bundestag, charakterisierte Hans Michelbach ganz ähnlich. Er bezeichnete den Abgeordneten als "die geballte Wirtschaftskompetenz der CSU" und bescheinigte ihm, sich stets sehr vehement für die Belange seines Wahlkreises einzusetzen. Letzteres verdeutlichte Dobrindt mit einer Geschichte, die sinnbildlich zu verstehen war: "Als ich Bundesverkehrsminister wurde und am ersten Tag in mein Büro kam, saß da quasi schon Hans Michelbach mit seinen Forderungen."

Hans-Peter Friedrich, Bundestagsvizepräsident und Chef der oberfränkischen CSU, bezeichnete Hans Michelbach als "eine Ausnahmeerscheinung". Und er erinnerte sich daran, wie 2002 die Idee entstand, den Unterfranken nach Oberfranken zu holen. "Wir haben uns gedacht, dass ein ,Mann der Wirtschaft‘ gut zu einem Wahlkreis passt, der für seine vielen mittelständischen Unternehmen bekannt ist." - Gleich mehrere Vertreter der heimischen Wirtschaft waren am Samstag übrigens auch unter den insgesamt rund 200 geladenen Gästen. So zum Beispiel Michael Stoschek (Brose), Thomas Kaeser und Tina-Maria Vlantoussi-Kaeser (Kaeser) sowie Klaus-Jürgen Heitmann (HUK-Coburg).

Stoschek und Heitmann saßen an einem Tisch zusammen mit Oberbürgermeister Norbert Tessmer, der ebenfalls noch ein Grußwort sprach. Er erinnerte daran, wie er 2013 als Bundestagskandidat der SPD gegen Michelbach angetreten sei. "Das war kein Kampf, sondern ein politischer Wettbewerb", sagte Tessmer und gab zu bedenken, dass Michelbach und er damals 83 Prozent aller Wählerstimmen auf sich vereinen konnten.

Auch Hans Michelbach dachte fast ein bisschen wehmütig an diese 2013er Wahl zurück und äußerte die Hoffnung, dass die beiden Volksparteien wieder zu alter Stärke zurückfinden - "die SPD natürlich ein bisschen weniger", wie er augenzwinkernd anfügte.

Ansonsten formulierte Hans Michelbach drei Wünsche für die Zukunft. Erstens: "Dass wir unseren Kindern eine Antwort geben können, wie sie in Freiheit, Sicherheit und Wohlstand leben können." Zweitens: "Dass wir bei der Europawahl ein klares Zeichen für die Demokratie setzen." Drittens: "Gesundheit und Gottes Segen."

Der Geburtstagsempfang wurde musikalisch umrahmt von den Roßfelder Musikanten.

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