Coburg
Verkehr

Pläne für neuen Flugplatz bei Coburg sind endgültig vom Tisch

Das Planfeststellungsverfahren zum Neubau eines Verkehrslandeplatzes im Coburger Land ist jetzt auch offiziell eingestellt worden. Die Gegner des Projekts jubeln "aus vollem Herzen".
Artikel drucken Artikel einbetten
Bruchlandung für ein geplantes Großprojekt: Das Planfeststellungsverfahren zum Neubau eines Verkehrslandeplatzes im Coburger Land ist jetzt auch offiziell eingestellt worden. Foto: Berthold Köhler
Bruchlandung für ein geplantes Großprojekt: Das Planfeststellungsverfahren zum Neubau eines Verkehrslandeplatzes im Coburger Land ist jetzt auch offiziell eingestellt worden. Foto: Berthold Köhler

Die Meldung kommt nicht überraschend, und doch hatten vor allem die Gegner eines neuen Flugplatzes bei Meeder sehnsüchtig darauf gewartet, um sich endgültig sicher zu sein: Das Luftamt Nordbayern hat den Bescheid erlassen und das Planfeststellungsverfahren zum Neubau des Verkehrslandeplatzes Coburg eingestellt.

"Jetzt kann endlich aus vollem Herzen gejubelt werden, der Neubau ist vom Tisch", kommentierte am Mittwoch Richard Mergner, Landesvorsitzender des Bund Naturschutz, die Mitteilung. Weiter erklärte Mergner: Jetzt kann endlich aus vollem Herzen gejubelt werden. Das Aus für den Neubau zeichnete sich ja schon länger ab, aber wir haben - nicht zuletzt auch in dieser Auseinandersetzung - schon mal gefeiert und mussten dann feststellen, dass mit Winkelzügen und Kniffs die alte Planung wieder auflebte. Aber mit der Verfahrenseinstellung haben wir es nun amtlich und jetzt ist es auch unumkehrbar. Der Neubau ist vom Tisch, hundert Hektar landwirtschaftliche Fläche sind gerettet, die Bürgerinnen und Bürger von Wiesenfeld und Neida sind auch in Zukunft vor Fluglärm sicher, der Callenberger Forst wird nicht gerodet, die Hügelkette nicht eingeebnet, Rotmilan, Schwarzstorch und Bekassine behalten ihre Brut- und Nahrungsreviere

Auch Dagmar Escher, die Sprecherin des Bündnisses "Bürger für ihre Region - gegen den neuen Verkehrslandeplatz" zeigte sich am Mittwoch erleichtert: "Wir sind sehr glücklich über diesen letzten Akt." 15 Jahre lang hätten Menschen in acht Bürgerinitiativen für dieses Ziel gekämpft. Außerdem kündigt Escher ein "großes Freudenfest" an. Vermutlich werde das aber erst in der "warmen Jahreszeit" stattfinden.

Tom Konopka, Regionalreferent des BN, wird in einer Pressemitteilung wie folgt zitiert: "Wir danken jedem Einzelnen, der bei Kundgebungen, Vorbereitung und Durchführung von Veranstaltungen, in zahllosen Sitzungen anwesend war, mitgedacht, mitgeholfen, unterstützt hat. Der Erfolg ist ein Mosaik. Jedes Steinchen, ob groß oder klein zählte. Wir danken vor allem denjenigen, die obwohl seit dem Raumordnungsverfahren 2007 nicht mehr selbst betroffen, den Bürgern von Wiesenfeld, Neida und Beiersdorf solidarisch beistanden und weitere zwölf Jahre mitarbeiteten."

Kommentare (0)

was sagen sie zu diesem Thema?
jetzt anmelden jetzt registrieren