Heldritt
Theater

Pippi sorgt für einen großartigen Saisonauftakt in Heldritt

Die Premiere von "Pippi Langstrumpf" sorgt für Begeisterungstürme auf der Waldbühne Heldritt.
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Pippi Langstrumpf (Frida Pötsch) zieht mit Äffchen und Pferd in die Villa Kunterbunt ein. Foto: Gabi Arnold
Pippi Langstrumpf (Frida Pötsch) zieht mit Äffchen und Pferd in die Villa Kunterbunt ein. Foto: Gabi Arnold
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Pippi hüpft, springt und tanzt über die Bühne, sie flunkert, sie treibt Unfug und die Erwachsenen fast zur Verzweiflung. Aber die haben gegen das stärkste Mädchen der Welt eh keine Chance. Astrid Lindgrens Stück sorgte bei der Premiere am Sonntagnachmittag für Begeisterungstürme auf der Heldritter Waldbühne. Zwei Stunden lang amüsierten sich kleine wie große Gäste köstlich über das sommersprossige Mädchen mit den roten Zöpfen und dankten mit Bravorufen und tosendem Applaus für die gelungene Vorstellung.

Es passte von der ersten bis zur letzten Minute einfach alles. Delia Schneider führte zum zehnten Mal Regie auf der Waldbühne und brachte mit ihrer Pippi-Langstrumpf-Inszenierung eine amüsante und gleichzeitig spannende Geschichte auf die Freilichtbühne im Wald. Bei dem schwedischen Märchen unterhielten 17 Schauspieler im Alter von acht bis 67 Jahren das Publikum auf das Beste. Vor allem brillierte die temperamentvolle Hauptdarstellerin Frida Pötsch in ihrer Rolle als Pippi. Die Zwölfjährige gehört zu den "Neuen" im Team. Sie überzeugte bei einem Casting und darf in dieser Saison nun die Pippi Langstrumpf verkörpern, und dies tut sie frech, keck und pfiffig. Mit dabei ist "Spotty", ein echtes Pferd, das genauso getupft ist wie Pippis "Kleiner Onkel" im Original. Für die Rolle des "Kleinen Onkels" hatte der Heldritter Heimatverein die passende Besetzung gesucht und in Gleichamberg gefunden. "Ein Schaukelpferd wollten wir nicht auf die Bühne stellen", so der Vorsitzende Friedhelm Wölfert. Auch alle anderen Rollen sind den Akteuren wie auf den Leib geschneidert.


Plötzlich taucht das Mädchen in der Kleinstadt auf

Die Geschichte beginnt, als "Pippilotta Viktualia Rollgardina Pfefferminz Efraimstochter Langstrumpf" in einer schwedischen Kleinstadt auftaucht und dort für Wirbel sorgt. Schließlich zieht das elternlose Kind nur mit seinem Äffchen "Herr Nilsson" und dem "Kleinen Onkel" in der Villa Kunterbunt ein. Dies ruft Fräulein Prüsselius auf den Plan, die Pippi lieber in Obhut nehmen möchte und dazu die Dorfpolizisten Herrn Klang und Herrn Larsson anheuert. Mit dabei sind natürlich die Räuber, die Pippis Goldschatz stehlen möchten. Und natürlich Tommy und Annika, die sich mit dem außergewöhnlichen Mädchen anfreunden. Einen spektakulären Auftritt hat der Seeräuber-Vater, der entert nämlich mit dem Piratenschiff "Hoppetosse" die Heldritter Waldbühne.

Das Bühnenbild ist detailreich nachempfunden. Es zeigt einen Blick in die Villa Kunterbunt, eine Ebene höher, umgeben von Wald, befindet sich das Klassenzimmer, in dem Pippi die Lehrerin fast zur Verzweiflung treibt. Ein buntes Jahrmarkttreiben entführt das Publikum in vergangene Zeiten. Friedhelm Wölfert zimmerte das Bühnenbild, der Theatermaler Rainer Schirmer schuf die Kulissen und Dagmar Bär schneiderte entzückende authentische Kostüme. Die Kinder des Ballettstudios am Ketschentor tanzten sich anmutig durch Pippis Träume und durch die Geschichte. Am Ende lobte Bad Rodachs Bürgermeister Tobias Ehrlicher alle Akteure: " Ihr seid ein ein Aushängeschild für Bad Rodach."

Es spielen:

Pippi (Frida Pötsch), Tommy (Amelie Künstler), Annika (Nora Schneider), Herr Nilsson (Laura Herzer), Kleiner Onkel (Spotty), Frau Prüsselius (Isabel Loh), Lehrerin (Julia Wittmann), Schulkinder (Leopold Krämer, Greta Jendis, Jette Wagner, Anton Jendis), Polisten (Paul Krämer, Martina Heinz und Delia Schneider), Diebe ( Anna Baumgärtner, Pauline Wagner), Kapitän Langstrumpf und starker Otto (Werner Rösler), Manager (Anton Jendis), Frau Settergren (Anja Schöpke), Frau Svensson (Anna Morgenroth), Marktfrauen (Anna Morgenroth und Anja Schöpke),

Frau Granberg (Julia Wittmann), Soufflese: Andrea Wölfert.

Sowie die Kinder vom Ballettstudio am Ketschentor.

Kostüme: Dagmar Bär, Maske: Ingrid Heinze, Technik: Florian Hornung, Alexander Mrazek, Bühnenmaler: Rainer Schirmer, Regie: Delia Schneider, Regieassistenz: Anja Schöpke, Musik-Arrangement: Delia Schneider.

Am Samstag, 2.Juni, gibt es mit der Komödie "Für die Katz" eine weitere Premiere auf der Waldbühne:

Informationen und Kartenbestellungen zum Märchen und zu der Komödie unter 09564-800441 und auf der Website: www.waldbuehne-heldritt.de .
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