Das Fass, das der OB lieber geschlossen halten wollte, war die Diskussion ums Ketschentor. Denn die Sanierungspläne für den südlichen Teil der Coburger Altstadt sahen vor, dass der zweite (westliche) Tordurchbruch wieder beseitigt wird. Doch dagegen erhob sich großer Protest.
Am Ende beschloss der Stadtrat, das Tor vorläufig zu lassen, wie es ist. Der Bebauungsplan lässt zwar Änderungen zu, setzt aber einige Grenzen. Doch als Kastner anmerkte, dass das Tor zur schmaleren Straße nicht mehr passe, regte sich kein Widerspruch.
Die Bauarbeiten in der Ketschengasse laufen noch bis Ende September. Dann soll die Straße wieder freigegeben werden. Doch Baustellen wird es in der Ketschenvorstadt noch länger geben. Denn dann geht's an die Häuser.
Die Wohnbau saniert die Häuserzeile südlich vom Albertsplatz zwischen Kuhgasse und Zinkenwehr. Lediglich ein Haus (Albertsplatz 4) wird abgerissen und neu errichtet. Im Untergrund hinter der Häuserfront entsteht eine Tiefgarage für das Quartier. Darüber soll ein Lebensmittelladen angesiedelt werden. Die Bauarbeiten für die Tiefgarage sollen demnächst beginnen, wobei es aber erst im nächsten Frühjahr richtig losgehen werde, wie Andreas Heipp erläuterte, Geschäftsführer der Wohnbau.
In den Häusern am Albertsplatz will die Wohnbau neue Mietwohnungen schaffen. Entlang der Kuhgasse, Richtung Säumarkt, sollen drei Häuser an private Investoren verkauft werden, die sich aber verpflichten müssen, die Häuser entsprechend dem Sanierungskonzept herzurichten.
In der Ketschenvorstadt werden auch einige moderne Neubauten errichtet. In der Casimirstraße 1a (vorher Goethstraße 9a) entstehen sechs Kubenhäuser, die insgesamt acht Wohnungen enthalten, für die es schon über 30 Interessenten gebe, wie Heipp sagte.

Mehr zum Thema in der Printausgabe des Coburger Tageblatts vom 12. Juli 2012.