Coburg
Park & Ride

Parken direkt neben den Gleisen

Seit Freitag steht der neue Parkplatz an der Adamistraße mit direktem Zugang zu den Gleisen zur Verfügung. Die Stadt legte die 60 Stellplätze auf ihre Kosten auf dem Bahngrundstück an.
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Parken direkt neben den Gleisen ist nun auch in Coburg möglich. Foto: Simone Bastian
Parken direkt neben den Gleisen ist nun auch in Coburg möglich. Foto: Simone Bastian

Es war ein langes Verfahren: Zunächst war der Bau einer Parkpalette in der Lossaustraße im Gespräch. Doch die Bahn wollte das Grundstück nicht verkaufen. Von ihrem Parteifreund Klaus Wünderling erfuhr Coburgs Zweite Bürgermeisterin Birgit Weber (CSU), dass es einmal einen Treppenaufgang zum Gleis 6 gegeben hatte, der schon seit Jahren zugeschüttet war. Damit kam auch die Fläche zwischen den Gleisen und der Adamistraße in Frage.

Prüfung und Planung für das Gelände zogen sich jedoch hin. Von dem Ziel, den Parkplatz bis zum Coburger ICE-Start im Dezember 2017 fertig zu haben, musste sich die Stadt irgendwann verabschieden. Und selbst als schon alles entschieden war, gab es immer neue Hindernisse - bis zu einem Oberleitungsmasten, der versetzt werden musste.

Insgesamt bezahlte die Stadt bislang rund 1,4 Millionen Euro für die neue Anlage mit 60 Stellplätzen.

IHK-Präsident Friedrich Herdan bezeichnete den Parkplatz als "Schritt in die richtige Richtung", weil es darum gehe, Coburg als ICE-Halt dauerhaft zu etablieren mit Zügen alle zwei Stunden in Richtung Norden und Süden. Immerhin sei Coburg für rund 1,4 Millionen Menschen in Ober- und Unterfranken sowie in Südthüringen der nächstgelegene ICE-Bahnhof.

Mehr ICE-Halte will auch Oberbürgermeister Norbert Tessmer. Es habe ja schon "lang gedauert, bis wir die Bahn überzeugt haben, dass der ICE nicht nur in Tagesrandlagen halten soll". Mit drei Halten in jede Richtung wurde 2017 der ICE-Betrieb in Coburg aufgenommen. Zum Fahrplanwechsel im Dezember 2019 sollen weitere Halte dazu kommen, so dass dann 53 ICE pro Woche in Coburg halten. "Dabei darf es nicht bleiben", sagte Tessmer. Und Möglichkeiten, weitere Parkplätze anzulegen, seien auf dem Areal ja vorhanden.

Praktische Hinweise

Der Parkplatz ist an der B 4 ("Stadtautobahn") in beiden Richtungen ausgeschildert. Wer von Süden kommt, fährt einfach an der "Callenberger Abfahrt" aus und gleich danach in den Parkplatz ein. Wer von Norden kommt, muss an der Frankenbrücke ausfahren, die B4 überqueren und dann wieder Richtung Norden abfahren, um die Zufahrt zu erreichen. Wer den Parkplatz nutzt, erreicht über eine Treppe den Tunnel unter den Gleisen. Ein Aufzug steht nicht zur Verfügung.

Das Tagesticket kostet fünf Euro, das Wochenticket 25 Euro. Die Tickets müssen an den beiden Automaten gelöst werden. Sie schlucken Bargeld, aber auch Kreditkarten. Kontaktloses Bezahlen ist möglich, wenn auch nicht per Handy. Die BahnPark bietet eine eigene App für Smartphones an, über die die Parkgebühr entrichtet werden kann (zu finden in den Stores unter DB BahnPark App). Ausfahrschranken wurden in Coburg nicht installiert - aus Kostengründen.

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