Untersiemau
Ausschuss Infrastruktur, Bauen

Ortstermin in Untersiemau: Beach-Sand sieht anders aus

Hochschule soll Ideengeber sein: Wie kann die Kreisverkehrs-Insel gestaltet werden? Etwas mit Beziehung zur Gemeinde sollte es schon sein.
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Der Ausschuss überzeugt sich davon, dass der Sand auf dem Schulsportgelände wirklich nichts mehr "Beach-ähnliches" an sich hat. Foto: Norbert Karbach
Der Ausschuss überzeugt sich davon, dass der Sand auf dem Schulsportgelände wirklich nichts mehr "Beach-ähnliches" an sich hat. Foto: Norbert Karbach
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Mittwochmittag war es endlich so weit. Auf Höhe des entstehenden Gewerbegebiets Nord erfolgte der Spatenstich für den lange umkämpften Kreisverkehrsplatz. Bei der Sitzung des Ausschusses für Infrastruktur, Bauen und Umwelt (IBU) am Dienstagabend im Rathaus machte sich das Gremium bereits Gedanken, wie die Insel des Kreisels gestaltet werden könnte. Studenten der Hochschule Coburg hatten den Auftrag erhalten, die Gemeinde mit Vorschlägen zu unterstützen. Heraus kamen dabei fünf Ideen, die dem Gemeinderat bei der Sitzung in der kommenden Woche vorgestellt werden sollen, informierte Bürgermeister Rolf Rosenbauer (CSU). Die erste Idee ist recht natürlich gehalten. Ein weiterer Vorschlag wäre das Gemeindewappen, in moderner Gestaltung, schematisch aufgegliedert, in seine Einzelteile zerlegt.

Der dritte Vorschlag beinhaltet die Geschichte des Wasserschlosses mit wasserspeienden Fischen rund um das Gebäude gruppiert - wiederum an das Wappen angelehnt. Der vierte Gedanke erinnert stark an die Südsee: Es soll eine Palme auf die Insel. Der fünfte Vorschlag führt in das Weltall. Dabei bekommt der Betrachter die Himmelskörper des weltweit bekannten "Planetenwegs" aufgezeigt, der von Untersiemau nach Unnersdorf führt.

Keine Ablenkung der Verkehrsteilnehmer

Ingenieur Jürgen Kittner erörterte die rechtlichen Vorgaben der Unteren Verkehrsbehörde. So müsse die Insel einen Meter höher als der Fahrbahnrand sein. Es dürften keine Dinge mit ablenkender Wirkung eingebaut werden, die sich allerdings an die Umgebung anpassen sollen. Gegenüber den Einfahrten des Kreisels mit 42 Meter Durchmesser dürfen keine Mauern errichtet werden.

So beschloss das Gremium, dem Gemeinderat eine Variante zu empfehlen, die ein bisschen von allem hat. Damit man die Gestaltungselemente auch bei Dunkelheit sieht, ist eine indirekte oder direkte Beleuchtung vorzusehen. Das Element Wasser soll vorkommen. Ein prägendes, ortstypisches Gestaltungselement (Schriftzug, Gemeindewappen, Schlösser) kann, muss aber nicht enthalten sein. Eine Symbolik für alle neun Gemeindeteile wäre wünschenswert. Eine naturnahe Gestaltung mit Bepflanzung sollte vorrangig sein. Für diesen zentralen Verkehrsknotenpunkt sollen alle möglichen Versorgungsleitungen im Vorfeld eingelegt werden. Das Ganze läuft über ein Ingenieurbüro, das die Planungsskizzen anfertigen soll.

Bürgermeister Rolf Rosenbauer erläuterte dem Ausschuss bei einer Besichtigung die Mängel am Dach des Schernecker Sportheims. Der Ausschuss IBU empfahl daraufhin dem Gemeinderat: Das Dach des Sportheims der "Arno-Arnold-Sportanlage" in Scherneck soll teilweise in Richtung Nord-Westen saniert werden. Bei den schadhaften Bereichen sollen die vorhandenen Eternitplatten abgebaut, entsorgt und durch Trapezbleche ersetzt werden. Ebenfalls müssen Dachflächenfenster, Dachrinnen und die Blitzschutzanlage erneuert werden. Die Kosten werden sich auf etwa 45 000 Euro belaufen. Damit einher geht die Hoffnung, dass nicht zu große Schäden unter dem Dach offenkundig werden.

Sand wird grundgereinigt

Die beiden Beachvolleyball-Felder auf der Schulsportanlage müssen saniert werden. Aus finanziellen Gründen soll jedoch von einem kompletten Austausch abgesehen werden. Der noch vorhandene Sand verbleibt in der Anlage und wird durch eine Fachfirma grundgereinigt. Weitere Arbeiten sollen durch den Hausmeister ausgeführt werden. Kosten: circa 2400 Euro.

Weiterhin muss der schadhafte Ballfangzaun aus Diagonalgeflecht zwischen der Schulsportanlage und dem Kinderhaus Regenbogen demontiert und durch einen neuen ersetzt werden. Die Kosten der erforderlichen Sanierung belaufen sich voraussichtlich auf etwa 6000 Euro. Der Bürgermeister wird ermächtigt, entsprechende Angebote einzuholen und an den wirtschaftlichsten Bieter den Auftrag zu erteilen.

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