Coburg
Seniorennachmittag

Orientalischer Tanz und fränkische Sprüch'

"Tanz in den Mai" lautete das Motto beim mittlerweile 29. Seniorennachmittag der Stadt Coburg. Dass sich von dem Motto weitaus mehr Frauen als Männer angsprochen fühlten, tat der Stimmung keinen Abbruch.
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Eine bunte folkloristische Note setzte die Tanzgruppe der Türkisch-Islamischen Gemeinde. Sie ist in der DITIB-Moschee in der Victoriastraße zu Hause.  Foto: Martin Koch
Eine bunte folkloristische Note setzte die Tanzgruppe der Türkisch-Islamischen Gemeinde. Sie ist in der DITIB-Moschee in der Victoriastraße zu Hause. Foto: Martin Koch
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Der Frühling hatte am Samstag eine kurze Verschnaufpause eingelegt. Das konnte die Laune der über 400 Gäste beim mittlerweile 29. Seniorennachmittag der Stadt Coburg aber nicht verdrießen.
"Tanz in den Mai" lautete das Motto. Und das ehrenamtliche Team um Sozialamtsleiter Peter Schubert und den Seniorenbeirat weiß genau, was die ältere Generation in Coburg braucht. Da zuckte es schon in manchen Beinen, während es im ersten Teil des Nachmittages Tanz zum Zuschauen gab. Ein junges Mädchentrio aus Pfarrweisach begeisterte mit seinen Interpretationen zum orientalischen Bauchtanz. Die Formation Asdor aus den Reihen der Coburger Turnerschaft gab einen wirbelnden Vorgeschmack auf das Coburger Sambafestival.
Und die jungen Mädchen vom Türkisch-Islamischen Kulturverein (Ditib) in ihren farbenfrohen Kostümen gaben dem Geschehen auf der Kongresshausbühne eine folkloristische Note.
Eine feste Größe bei den Coburger Seniorennachmittagen ist die SÜC-Werkskapelle unter der Leitung von Manfred Deinhardt. Mochte im Rosengarten draußen vor den Fenstern noch nichts Buntes sprießen - drinnten erblühten musikalisch die "Tulpen aus Amsterdam". Da konnten sich die über 400 Damen und Herren so richtig warmschunkeln.
Lokalkolorit gab es vom fränkischen Liedermacher und Erzähler Gerd Backert aus Michelau. Seine Lebensweisheiten trafen ins Schwarze: "Is es Ostern schö und warm, kümmt die Verwandtschaft und frisst dich arm!" Als männlicher Protagonist, war Backert freilich Angehöriger einer Minderheit. Werde am Seniorennachmittag getanzt, so stellte es Sozialamtsleiter Schubert fest, kämen deutlich mehr Frauen als Männer.Aber das weibliche Publikum war tolerant. Als Backert feststellte, dass Männer eigentlich nur ein einziges Problem hätten, ihre Frau eben, quittierte es das vorwiegend weibliche Publikum auch mit Beifall und Gelächter.
In seiner gewohnt charmanten Weise führte Wolfgang Doischer vom Seniorenbeirat durchs Programm. Für Zweiten Bürgermeister Norbert Tessmer (SPD) war der Seniorennachmittag auf jeden Fall wieder eine gelungene Sache. Hier manifestiere sich die Familienstadt Coburg: "Das sind wir alle!" mako
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