Coburg
Oberfrankenausstellung

"Ofra" in Coburg: Kürzer, kompakter und erst 2016

Veranstalter Peter Kinold und sein Team überarbeiten derzeit das Konzept der Oberfrankenausstellung. Weil am Anger auch der Neubau der Dreifachsporthalle ansteht, wird die nächste Ausstellung außerdem um ein Jahr verschoben.
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Das Freigelände der Oberfrankenausstellung auf dem Ketschenanger soll künftig klarer strukturiert werden. Foto: CT-Archiv / Barbara Herbst
Das Freigelände der Oberfrankenausstellung auf dem Ketschenanger soll künftig klarer strukturiert werden. Foto: CT-Archiv / Barbara Herbst
Nur noch vier Tage statt neun, eine einzige große Halle statt vieler kleiner und vielleicht auch die Stände nicht mehr ganz so groß - so stellen sich das Team der Kinold-Ausstellungsgesellschaft das neue Konzept für die nächste Oberfrankenausstellung vor. Diese hätte - wäre man im üblichen Zwei-Jahres-Turnus geblieben - eigentlich in diesem Jahr wieder auf dem Ketschenanger stattfinden sollen. Weil dort aber demnächst der Bau der neuen Dreifachsporthalle ansteht, haben die Veranstalter die nächste Ausstellung gleich auf 2016 (13. bis 16. Oktober) geschoben, wie Geschäftsführer Peter Kinold dem Tageblatt auf Nachfrage mitteilt.

1954 fing alles an

Durch diese Verschiebung gewinnt der Veranstalter auch ausreichend Zeit, um neue Ideen in Ruhe auszuarbeiten und auf den Weg zu bringen. Für ein neues Konzept sei es höchste Zeit gewesen, sagt Kinold. Seit 1954 richtet sein Unternehmen die Veranstaltung aus. Anfangs fand die Messe alle vier Jahre statt, dann alle drei. Anfang der 70er Jahre pausierte die Oberfrankenausstellung für zehn Jahre, was der damals schwierigen Wirtschaftslage geschuldet war. Als die Ausstellung dann Ende der 70er Jahre wieder aufgenommen wurde, einigte man sich auf einen Zwei-Jahres-Rhythmus.

In den letzten Jahren habe er allerdings festgestellt, dass die Besucherzahlen auf niedrigem Niveau stagnierten, berichtet Peter Kinold. "Da hat sich nicht mehr viel getan." Mit einer neuen, klareren Ausrichtung soll sich das nun wieder ändern. "Wir wollen die Zielgruppen besser und genauer ansprechen." Bei Oberbürgermeister Norbert Tessmer (SPD) ist Kinold mit seinen Plänen schon auf offene Ohren gestoßen, wie er versichert. Wenn das Konzept steht, soll es im größeren Rahmen Vertretern der Stadt, des Landkreises und natürlich der regionalen Wirtschaft präsentiert werden.

Fest steht bereits, dass die Länge der Oberfrankenausstellung um mehr als die Hälfte gekürzt wird - von neun auf vier Tage. Damit trage er dem Wunsch vieler Aussteller Rechnung, die mit einer angespannten Personallage zu kämpfen hätten. "Gerade kleinere Unternehmen kamen mit der Dauer nicht mehr klar", so die Erfahrung von Kinold-Projektleiter Heinz Gilbricht. Zum einen fehle es den Firmen an Nachwuchs, zum anderen an Fachkräften und dann noch einen oder mehrere Mitarbeiter für ganze neun Tage abzustellen, sei für viele kleinere Unternehmen schlicht nicht zu bewältigen.

Auch räumlich werde sich einiges ändern, kündigt Peter Kinold an. Statt mehrerer kleinerer Messehallen soll künftig nur noch eine Halle auf dem Anger stehen - und zwar eine große. "Da gibt es richtige Monster", sagt der erfahrene Veranstalter. Hallen in Leichtbauweise mit einer Spannweite von 50 Metern zum Beispiel seien gar kein Problem. In der Mitte der Halle könnte sich Kinold eine Art Atrium vorstellen, von wo aus die Besucher zu den einzelnen Bereichen geführt werden. Ergänzt werden soll das Ganze durch ein klar strukturiertes Freigelände. Eines allerdings kann Peter Kinold zum jetzigen Zeitpunkt noch nicht versprechen: dass auf der Oberfrankenausstellung auch in Zukunft die bei den Besuchern so beliebten Tiere gezeigt werden.
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