Coburg

OB-Wahl in Coburg: SPD schickt Dominik Sauerteig ins Rennen

In einer Kampfabstimmung setzte sich am Samstag der 33-Jährige gegen den Dritten Bürgermeister Thomas Nowak durch. Für die Entscheidung waren zwei Wahlgänge erforderlich.
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Der noch amtierende SPD-Oberbürgermeister Norbert Tessmer (links) gratuliert Dominik Sauerteig zur Nominierung.Foto: Oliver Schmidt
Der noch amtierende SPD-Oberbürgermeister Norbert Tessmer (links) gratuliert Dominik Sauerteig zur Nominierung.Foto: Oliver Schmidt
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Die Nominierungsversammlung der Coburger SPD fand passenderweise in einem Saal des Kinos Utopolis statt - denn es sollte tatsächlich ein Thriller werden.

Dass es bei der Kür des OB-Kandidaten zu einer Kampfabstimmung zwischen Thomas Nowak und Dominik Sauerteig kommen würde, war zwar seit einigen Wochen bekannt. Doch dann wurde es sogar noch sehr viel spannender als ohnehin schon gedacht. Abstimmen durften ausschließlich die 28 Delegierten der SPD-Ortsvereine - und im ersten Wahlgang kam es prompt zum Patt: 14:14!

Ein zweiter Wahlgang wurde erforderlich. Im Kinosaal herrschte eine knisternde Spannung. Und dann das Ergebnis: 16 Stimmen für Dominik Sauerteig, nur 12 für Thomas Nowak.

Dominik Sauerteig strahlte und nahm zahlreiche Glückwünsche entgegen - auch die von Thomas Nowak.

Der noch amtierende SPD-Oberbürgermeister Norbert Tessmer überreichte Dominik Sauerteig eine Filmklappe. Auf dass dem Happy End bei der Nominierung für Sauerteig ein solches auch bei der OB-Wahl am 15. März 2020 folgen möge.

Dominik Sauerteig gehört seit 2014 dem Stadtrat an und macht derzeit vor allem als Initiator des Bürgerbegehrens "Rettet den Rosengarten" von sich reden. Ehrenamtlich engagiert ist er unter anderem als Vorsitzender des Vereins Hartz & Herzlich, der in Coburg ein Sozialkaufhaus betreibt, sowie bei der Schülerverbindung Ernestina. Beruflich ist er als Jurist bei der Gewerkschaft tätig.

In seiner Vorstellungsrede bei der Nominierungsversammlung hatte sich Dominik Sauerteig vor allem auch die Bedeutung einer guten Wirtschaftspolitik hervorgehoben. (Ausführlicher Bericht über Sauerteigs Nominierungsrede folgt)

Überblick: Wer tritt bei der Wahl am 15. März 2020 alles an?

Hintergrund Dominik Sauerteig ist nunmehr bereits der sechste Kandidat für die Oberbürgermeisterwahl in Coburg am 15. März 2020 - und ein Ende der Kandidatenflut ist noch nicht in Sicht. Gesucht wird bekanntlich ein Nachfolger (oder eine Nachfolgerin) für Amtsinhaber Norbert Tessmer (SPD), der nicht mehr antritt.

Wer ist bereits als Kandidat oder Kandidatin für die OB-Wahl am 15. März 2020 in Coburg nominiert? SPD Dominik Sauerteig CSB Christian Müller Grüne Ina Sinterhauf Linke René Hähnlein ÖDP Michael Partes FDP Michael Zimmermann

Wer steht bereits so gut wie sicher als Kandidat fest? CSU Christian Meyer - die Nominierung des Wohnbau-Geschäftsführers soll am Donnerstag, 28. November, erfolgen Pro Coburg Thomas Apfel - die Nominierung ist erst für Anfang Januar geplant Die Partei Norbert Denninger

Wen gibt es sonst noch? Coburger Liste (CL) Zu den Initiatoren dieser neuen Gruppierung gehören die Stadträte Martina Benzel-Weyh und Wolf-Rüdiger Benzel (ehemals Grüne). Ob es einen eigenen OB-Kandidat der CL gibt, ist noch nicht bekannt. AfD Stadtratsliste ja, eigener OB-Kandidat nein Freie Wähler Eine Stadtratsliste ist geplant. Junge Coburger (JC) Obwohl im Stadtrat eine gemeinsame Fraktion mit der CSU gebildet wird, treten die JC, bei denen es sich zum Teil um Mitglieder der CSU-Nachwuchsorganisation Junge Union handelt, auch 2020 wieder mit einer eigenen Liste an.

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