Coburg
Empfang zum CC

OB Kastner betont: "Coburg ist bunt!"

Meist geht Oberbürgermeister Norbert Kastner (SPD) auf das jeweilige Motto des Pfingstkongresses ein, wenn er den Coburger Convent (CC) im Rathaus empfängt. In diesem Jahr stellte er ein aktuelles (lokal-)politisches Thema in den Mittelpunkt. Der CC vergab wie in jedem Jahr vier Stipendien.
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Fotos: Simone Bastian
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Dass der Oberbürgermeister beim Stadtempfang zur Eröffnung des Pfingstkongresses die Amtskette trägt, ist normal. Am Freitag hatte Norbert Kastner (SPD) auch sein Farbenband angelegt - er ist Alter Herr der Schülerverbindung Casimiriana. Und darunter prangte die schwarz-goldene Krawatte in den Stadtfarben.

Nicht ohne Grund: Am Donnerstag hat der Stadtrat beschlossen, dem Bündnis "Wir sind bunt: Coburg Stadt und Land" beizutreten. Der Coburger Convent (CC) wirbt in Facebook mit dem Slogan "Coburg wird bunt", und beides stehe weder im Gegensatz noch in Konkurrenz zueinander, sagte Kastner. "Coburg ist bunt - und das ist gut so."

Zu dem bunten Coburg gehöre auch der Convent, betonte Kastner. Der CC als Dachverband von Landsmannschaften und Turnerschaften sei "bunt", wenn auch sicherlich nicht links. "Es geht um Vielfalt und Pluralismus", betonte der OB. Der Pluralismus finde seine Grenzen im Grundgesetz. Wer jenseits stehe, "dem müssen wir als Demokraten entschieden entgegentreten". Braun komme im bunten Regenbogen nicht vor, und "Rechtsextremismus hat im CC nichts zu suchen", stellte der OB klar. Er verwies darauf, dass der CC als Dachverband sich deutlich von Bünden mit rechtsextremen Tendenzen wie der Deutschen Burschenschaft abgegrenzt habe. Starker Beifall unterstrich die Worte des OB. "Sie haben zu dem Thema all das gesagt, was zu sagen war", dankte Heinz Weiß, der Vorsitzer des Altherrenverbands AHCC in seiner Erwiderung.

Geschenke und Würdigungen

Der Stadtempfang zur Eröffnung des Pfingstkongresses entlässt immer auch einige Beschenkte und Gewürdigte. Zu den Beschenkten gehört alljährlich der OB, der in diesem Jahr aus der Hand von Kongressbeauftragtem Hans Schollmeyer einen aufblasbaren Delfin erhielt. Von Schollmeyer ausgezeichnet wurden außerdem Vertreter der Kapellen, die den Fackelzug am Pfingstmontag begleiten. Ehrenteller in Empfang nahmen Fritz Ennes (Stadtspielmannszug Coburg), Erich Lindner (Stadtkapelle), André Müller (Blasmusikverein Waffenrod 1892), Udo Samjeske (Creidlitzer Musikanten), Stephanie Kramer (Musikverein Beiersdorf) und Sebastian Werner (Spielmannszug des TV 1894 Coburg-Neuses).

Alljährlich dürfen vier Abiturienten der vier Coburger Gymnasien Stipendien entgegennehmen. Ausgewählt wurden Selina Melchior (Albertinum), Anika Reinmüller (Alexandrinum), Julian Karpf (Casimirianum) und Doris Kautler (Ernestinum). Alle vier sind nicht nur außerordentlich gute, vielseitige und engagierte Schüler. Sie setzen sich in der Schule und in der Freizeit auch für andere ein. So stellte Selina Melchior das Coburger Modell der integrativen Beschulung im Landtag vor, Anika Reinmüller gibt Nachhilfe und ist in der Kirchengemeinde aktiv, Julian Karpf betreute als Tutor die fünften Klassen, und Mathe-As Doris Kautler half Mitschülern, die sich schwerer taten. "Wir tun das, weil es uns auch Spaß und Freude bringt", betonte Anika Reinmüller in der Dankesrede.


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