Coburg
Jugendhilfesenat

Noch mehr Kinderbetreuungsplätze in Coburg

Der Coburger Jugendhilfesenat hat am Donnerstag beschlossen, kurzfristig 43 neue Betreuungsplätze in Kindertageseinrichtungen zu schaffen.
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Symbolbild Foto: Olesia Bilkei - Fotolia
Symbolbild Foto: Olesia Bilkei - Fotolia

Der Jugendhilfesenat hat am Donnerstag beschlossen, kurzfristig 43 neue Betreuungsplätze in Kindertageseinrichtungen zu schaffen. Langfristig, bis zum Jahr 2023, sollen noch mindestens 47 zusätzliche Plätze zur Verfügung gestellt werden, davon 25 in der Innenstadt. Die anderen 65 Plätze sollen spätestens ab dem Jahr 2021 im Westen und Nord-Westen der Stadt entstehen.

"Die Eltern sind es gewohnt, ihre Kinder zentrumsnah unterzubringen, und deshalb werden es mehr Plätze im Stadtgebiet sein", begründete Jugendamtsleiter Reinhold Ehl die Verteilung.

Stadt Coburg ist Vorreiter

In einem nächsten Schritt schreibt die Stadt Coburg alle Träger der Kindertageseinrichtungen an und bittet diese um ein entsprechendes Konzept. "Eine Erweiterung der Einrichtungen wird aber nicht überall möglich sein, vielleicht muss man auch neue Standorte schaffen", so Ehl. Bereits bis zur Märzsitzung, so der ambitionierte Zeitplan, soll das Vorhaben konkretisiert werden. Denn in der Kinderbetreuung sei die Stadt Coburg Vorreiter und dies solle auch so bleiben. "Wir werden auch künftig immer und immer wieder neue Bedarfsanalysen auflegen lassen", versprach Ehl.

Es sollen aber nicht nur mehr Plätze geschaffen werden, sondern auch der pädagogische Inhalt soll breiter aufgestellt werden. "Damit alle Eltern ihre Kinder in eine Einrichtung geben geben können", so Ehl. Die SPD-Stadtratsfraktion habe im Mai dieses Jahres beantragt, auf der Grundlage einer Bedarfsanalyse einen Masterplan zur "Neuerrichtung von Betreuungsplätzen in Kindertageseinrichtungen" aufzustellen. Der Grund sei der kontinuierliche Anstieg der Geburten in Coburg seit dem Jahr 2012, dies sei auch durch die Flüchtlinge bedingt.

Zu wenig Hebammen

Aufgrund der steigenden Geburtenzahl soll auch eine Koordinationsstelle für Hebammen eingerichtet werden. Dazu beantragt die Stadt Coburg über das Amt für Jugend und Familie eine neue staatliche Förderung "Geburtshilfe in Bayern" ab dem Jahr 2019. Die Koordinationsstelle ist ein neues Angebot parallel zu den frühen Hilfen. Wie Birgit Thäringer von der Ko-Ki-Stelle ausführte, gebe insgesamt zu wenig Hebammen. Zwar gebe es in Coburg noch keinen akuten Mangel, allerdings sei das Klinikum voll ausgelastet. Um aber auch vor und nach der Geburt eines Kindes gut versorgt zu sein, müsse sich die werdende Mutter bereits mit Kenntnis der Schwangerschaft um eine Hebamme kümmern. Allerdings sei das nicht immer möglich, zum Beispiel weil Minderjährige die Schwangerschaft lange geheim halten, verdrängen oder auch wegen Sprachbarrieren. Mit der Koordinationsstelle soll die Versorgung auch in diesen Fällen sichergestellt werden.



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