Niederfüllbach
Gemeinderat

Niederfüllbach: Sanierung der "Alten Bäckerei" kaum stemmbar

Um die Sanierung der "Alten Bäckerei" zu finanzieren, denkt die Gemeinde Niederfüllbach über einen Beitritt zur Initiative Rodachtal nach.
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Was passiert mit dem Gemeinschaftshaus "Alte Bäckerei" in der Seilersgasse? Die Fraktion machten sich über ein Nutzungskonzept Gedanken. Außerdem diskutierten sie über einen Beitritt zur Initiative Rodachtal, um Fördermittel zu generieren.Gabi Arnold
Was passiert mit dem Gemeinschaftshaus "Alte Bäckerei" in der Seilersgasse? Die Fraktion machten sich über ein Nutzungskonzept Gedanken. Außerdem diskutierten sie über einen Beitritt zur Initiative Rodachtal, um Fördermittel zu generieren.Gabi Arnold
Die Gemeinde Niederfüllbach liebäugelt mit einem Beitritt zur Initiative Rodachtal (IR). Die Gemeinderäte beschlossen in der jüngsten Sitzung bei einer Gegenstimme, den Vorsitzenden der IR, Ahorns Bürgermeister Martin Finzel, und Regionalmanager Frank Neumann vom Erfurter Planungsbüro IPU einzuladen.

Die Niederfüllbacher wollen sich über Kosten und Nutzen einer Mitgliedschaft in der länderübergreifenden Initiative informieren. Bisher gehören zur IR zehn Gemeinden auf thüringischer und bayerischer Seite an. Im Landkreis Coburg sind dies die Gemeinden Ahorn, Weitramsdorf und Itzgrund sowie die Städte Bad Rodach und Seßlach.


Kosten kaum zu stemmen


Die Idee, sich der IR anzuschließen, kam auf, als das Gutachten zur Sanierung des Gemeinschaftshauses "Alte Bäckerei" in der Simonsgasse vorlag. Danach ist der Zustand des Gebäudes weitaus schlechter als vermutet. Die Kosten der Sanierung sind für die kleine Kommune kaum zu stemmen.

Eigentlich sollte das Gebäude im Zuge des Neubaus des Feuerwehrgerätehauses saniert werden, um Synergieeffekte zu nutzen. Während der Neubau zügig voranschreitet, bereitet die ehemalige Bäckerei Kopfzerbrechen. Auf der Suche nach Fördermitteln kam der Beitritt zur IR ins Spiel. Diese unterstützt anderem die Brau- und Backkultur in den angeschlossenen Gemeinden und Städten.
Wie Zweite Bürgermeisterin Marita Pollex-Claus (CSU) ausführte, fanden mit Vorsitzendem Finzel bereits Gespräche statt. CSU-Fraktionssprecher Kilian von Pezold bemerkte, dass ein Beitritt zur IR weitaus mehr als die Generierung von Fördermitteln umfasse. Es gehe darum, die Region weiterzuentwickeln.

Unabhängig vom Beitritt diskutierten die Räte über weitere Maßnahmen an dem Haus. Bastian Büttner (CSU) wunderte sich, dass die ehemalige Bäckerei immer noch nicht gesichert wurde. Einstimmig beschloss das Gremium, umgehend eine Notsicherung vorzunehmen.
Eine umfangreiche Sanierung des Gebäudes sah Bernd Roßberg (SPD) als zu aufwendig an. Man sollte kein Fass aufmachen, sondern höchstens 50 000 Euro investieren oder das Gebäude abreißen und ein neues Backhaus bauen. Nun soll ein Nutzungskonzept erstellt werden. "Jede Fraktion soll sich überlegen, was wir damit machen", so Pollex-Claus.


Hallenboden senkt sich


Ein weiteres "Sorgenkind" ist die Emil-Kirchner-Halle. Wie berichtet, senkt sich dort der Boden. Kilian von Pezold: "Wir erstellen ein Gutachten, dann gefällt uns das Ergebnis nicht und es landet in der Schublade. Das kann nicht sein." Laut Thomas Schöllchen (ÜPWG) ist der Sanierungsbedarf so hoch, dass man die Halle genauso gut abreißen und einen Neubau errichten könnte. Von Pezold sprach eine "kleine Zwischenlösung" an: "Die Halle muss keinen Schönheitswettbewerb gewinnen."


Gemeinderat kurz und bündig


Haltestelle Zur Diskussion stand in der jüngsten Gemeinderatssitzung wieder einmal die Errichtung einer zusätzlichen Bushaltestelle in der Simonsgasse. Laut Bernd Roßberg liege die vorhandene Bushaltestelle zentral im Ort und sei sicher zu erreichen. "Der Gerechtigkeit wegen lassen wir es, wie es ist", betonte er. Der Bauausschuss soll mit dem Busunternehmen eine Ortsbegehung vornehmen.

Bäume 1 Nach der umstrittenen Fällaktion im Schlosspark sollen nun die Baumstümpfe ausgefräst werden.

Bäume 2 Ein Antrag der Eigentümergemeinschaft im Hennebergerweg 4 auf einen Rückschnitt der Bäume im Wendehammer wurde abgelehnt. Nach Besichtigung sah der Bauausschuss keinen Handlungsbedarf. Stattdessen wird nun Rindenmulch geliefert.

Bäume 3 Abgelehnt wurde der Antrag von Klaus Rauscher, der um eine Einkürzung eines Baumes an der Böschung des Fußballplatzes gebeten hatte, weil der Baum den Satellitenempfang störe. Wie Frank Gallinsky ausführte, sei ein Rückschnitt nicht möglich, eine Fällung komme nicht infrage.

Mäharbeiten Bernd Roßberg monierte, dass entgegen eines Ratsbeschlusses die Ackerränder in der Flur gemäht wurden. Hierzu soll Bürgermeister Rauscher in der nächsten Sitzung Stellung beziehen. Momentan befindet er sich in Urlaub.


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