Neustadt bei Coburg
Eröffnung

Neustadter "Bademehr" ist fit für den Saisonstart

Nach elfwöchigen Revisionsarbeiten und einem Supersommer für das Freibad beginnt in Neustadt bei Coburg am Montag die Hallensaison.
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Tino Tessmer baut den neuen Brunnen  ins Maurische Dampfbad ein.Foto: Berthold Köhler
Tino Tessmer baut den neuen Brunnen ins Maurische Dampfbad ein.Foto: Berthold Köhler
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Das war aber eine Punktladung. Auf den letzten Drücker ist am Freitag das letzte Puzzlestück für den perfekten Gesamteindruck zur Wiedereröffnung des "Bademehr"-Familienbades in der Wildenheider Straße gekommen: der Brunnen für das Maurische Dampfbad. "Ich bin dem Hersteller extra noch entgegen gefahren und habe das gute Stück in Bayreuth abgeholt", erzählt Tino Tessmer, der Leiter der Badbetriebe bei den Neustadter Stadtwerken (SWN), während er den in der nähe von München hergestellten Brunnen schön in den Mittelpunkt des blau gekachelten Dampfbades rückt.

Der alte Brunnen fand noch vor der Sommerpause ein jähes Ende - er ging bei Reinigungsarbeiten zu Bruch. "Aber jetzt haben wir ja ein neues Schmuckstück", freut sich Kristin Baumgarten (kaufmännische Leiterin bei den SWN) über die Last-Minute-Glanzleistung ihrer Kollegen der Einkaufsabteilung. Denn ohne Brunnen, da wäre das beliebte Textil-Dampfbad doch nur die Hälfte wert.

Der neue Brunnen war freilich nicht die einzige Aufgabe, der sich Tino Tessmer und Kollegen seit Beginn der Sommerpause am 18. Juni gewidmet haben. "Die Arbeit geht jedes Jahr gleich nach der Schließung los", erklärt der Badbetriebsleiter. Neben Fliesen und Fugen im 800-Kubikmeter-Becken waren heuer auch Teile der unterirdischen Technik dran: Pumpen, Pneumatik und noch viel mehr. Wer künftig genau hinhört, hofft Tino Tessmer, dürfte bemerken, dass die gesamte Badanlage leiser als in der Vergangenheit läuft. "Und auch energiesparender", ergänzt der Betriebsleiter. Lesen Sie hier einen Zwischenbericht über die Freibadsaison in Neustadt

Grundsätzlich ist Tessmer mit dem technischen Zustand des "Bademehrs" zufrieden. Mehr als zufrieden, schießt er nach: "Es ist technisch in einem sehr guten Zustand." Das liege auch daran, dass er sich als Leiter der Badbetriebe der Rückendeckung der Geschäftsleitung der Stadtwerke sicher sein könne. Da nickt auch Kristin Baumgarten, die Kauffrau, und macht klar: "Wenn man auf die Zahlen schaut, müsste man fast jedes Bad in Deutschland schließen." Denn ein Schwimmbad, auch ein wohlig warmes Spaßbad wie das Neustadter, sei am Ende fast immer ein Draufzahlgeschäft für den Betreiber. Ein Wackelkandidat ist das "Bademehr" bei den Stadtwerke dennoch nicht. "Auf keinen Fall", sagt die kaufmännische Leiterin entschlossen, gebe es Gedanken, das Bad zu schließen. An dieser Einstellung hat auch die Neustadter Bevölkerung ihren Anteil, die seit Jahren für stabile Besucherzahlen sorgt.

Der seit gestern aus meteorologischer Sicht beendete Supersommer 2018 ist für das Bäde rteam der Stadtwerke zu einer echten Herausforderung geworden. Besonders die Mitarbeiter der Gastronomie tut Tino Tessmer schon ein bisschen leid, denn für dieses geht es übergangslos vom "Moos" an die Wildenheider Straße. Oder, wie es der Leiter der Bäderbetriebe sagt: "Die bekommen jetzt ein Dach über den Kopf und weiter geht's." Ein paar Tage muss das Bäderpersonal sogar zweigleisig fahren, weil das "Märchenbad" noch geöffnet hat - gegen Mitte der Woche erst dürfte "Am Moos" Schluss ein.

Zeit, sich gemütlich wieder in den Alltag im "Bademehr" hineinzufinden, hat das Team der Neustadter Schwimmbäder nicht. Tino Tessmer bringt's auf den Punkt: "Ab Montag geht's hier wieder steil." Das heißt: Schon eine halbe Stunde vor der offiziellen Bad-Eröffnung um 8 Uhr werden sich die ersten Stammgäste vor dem Eingang einfinden. Vom ersten Tag an läuft der Betrieb auf vollen Touren - natürlich auch wegen der noch anderthalb Wochen langen bayerischen Sommerferien, für die es traditionell verlängerte Öffnungszeiten gibt.

Bis zu 800 Gäste am Tag

Die sommerlichen Besucherzahlen aus dem "Märchenbad" legen die Latte für die Herbst-/Wintersaison im Hallenbad natürlich hoch. "600 bis 800 Besucher", weiß Kristin Baumgarten, kommen an guten Tagen ins Hallenbad. Wann einer dieser guten Tage ist, entscheidet - da ist es unter dem Dach nicht anders als an der frischen Luft - das Wetter. Nur eben mit anderen Vorzeichen, erklärt die kaufmännische Leiterin bei den Stadtwerken: "Wenn das Wetter schlecht und regnerisch ist, dann ist bei uns das Hallenbad voll." Aber so weit, den Neustadtern einen richtig schlechten Winter zu wünschen, gehen sie dann bei den Stadtwerken aber doch nicht.

Die Öffnungszeiten

Familienbad "Bademehr": Ferienbedingt hat das Hallenbad an der Wildenheider Straße diese Woche wie folgt geöffnet - Montag: 8 bis 20 Uhr; Dienstag: 7 bis 20 Uhr; Mittwoch: 8 bis 22 Uhr; Donnerstag: 7 bis 22 Uhr; Freitag; 8 bis 20 Uhr: Samstag und Sonntag: 8 bis 19 Uhr.

Hier finden Sie die aktuellen Öffnungszeiten der Neustadter Bäder



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