Neustadt bei Coburg
Aktion

Neustadt hat nun noch mehr gespendete Sitzbänke

Nicht nur Senioren können sich freuen: Sich einfach mal auf eine Bank setzen und ausruhen - das ist in Neustadt nun noch besser möglich.
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Auf der von den VdK-Mitgliedern gespendeten Bank, die sich auf dem Spielplatz am Kalmusrangen befindet, nahmen die Coburger VdK-Kreisvorsitzende Susann Biedefeld und der VdK-Ortsverbandsvorsitzende  Gerald Zutter Platz. Beim "Probesitzen" schaute ihnen auch Gerhard Reh über die Schulter. Foto: Alexandra Kemnitzer
Auf der von den VdK-Mitgliedern gespendeten Bank, die sich auf dem Spielplatz am Kalmusrangen befindet, nahmen die Coburger VdK-Kreisvorsitzende Susann Biedefeld und der VdK-Ortsverbandsvorsitzende Gerald Zutter Platz. Beim "Probesitzen" schaute ihnen auch Gerhard Reh über die Schulter. Foto: Alexandra Kemnitzer
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Die Aktion "Alle 100 Meter eine Bank", zu der Zweite Bürgermeisterin Elke Protzmann und der Seniorenbeauftragte der Stadt, Gerhard Beyer, aufgerufen hatten, ist durchweg ein Erfolg. Auf der ersten ausgewählten Strecke vom Alten- und Pflegeheim "Phönix" über das Heim der Awo und des ASB in Richtung Innenstand konnten nämlich die vier bereits bestehenden Bänke um elf neue erweitert werden. "Zudem konnten wir auf dringenden Wunsch der Bewohner auf dem Spielplatz am Kalmusrangen zwei weitere Bänke aufstellen", erklärte Elke Protzmann bei der offiziellen "Bankübergabe".

Gleichzeitig dankte die Zweite Bürgermeisterin für die Hilfe und großzügige Unterstützung, "denn 300 Euro pro Spende sind kein Pappenstiel", merkte sie an. Unter anderem spendierte auch Susann Biedefeld eine Bank. Die scheidende SPD-Landtagsabgeordnete, die seit April dieses Jahres auch Kreisvorsitzende des VdK-Coburg ist, freute sich, dass sich auch zahlreiche VdK-Mitglieder an dieser Spendenaktion beteiligt haben. "Es ist nicht selbstverständlich, dass Mitglieder über ihren Jahresbeitrag hinaus auch noch spenden", zollte Susann Biedefeld hierfür Anerkennung. Sowohl ihre als auch die von den VdK-Mitgliedern gespendete Bank steht auf dem Spielplatz am Kalmusrangen.

Mit und ohne Armlehnen

Ziel der Aktion ist es, dass in Neustadt ausreichend Ruhemöglichkeiten an gut befestigten und altengerechten Fuß- und Radwegen vorhanden sind. Ebenso an "Präferenz-Wegen", wie etwa auf dem Weg zur Kirche, zum Friedhof, zum Arzt oder an weiteren zentralen Punkten. "Insbesondere ist uns auch hier ein Anliegen, den Weg in die Innenstadt erreichbarer für Senioren zu machen", betonte Elke Protzmann. Gerade alte Menschen oder solche, die beispielsweise in ihrer Mobilität eingeschränkt sind oder krank sind, brauchten diese Möglichkeit. Ruhebänke, die in einem Abstand von 100 Metern aufgestellt werden, seien dafür ideal.

Bei der Auswahl der Stellplätze wurde darauf geachtet, dass sich diese auf öffentlichen Raum befinden und nicht die Wege verengen. Gefertigt wurden die Bänke in den Rummelsberger Werkstätten. Die Mitarbeiter des städtischen Bauhofs unter der Leitung von Gerhard Reh richteten die Stellplätze entsprechend her und stellten die Bänke auf. In diesem Zusammenhang dankte Elke Protzmann Oberbürgermeister Frank Rebhan, der von der Idee begeistert war, für die Unterstützung durch den Bauhof. Denn die Bauhofmitarbeiter werden künftig auch die Pflege der Bänke übernehmen. Nachdem die Stadtwerke Neustadt Bänke mit Armlehnen gespendet haben, die doppelt so teuer sind, wurden diese systematisch zwischen den Sitzgelegenheiten ohne Armlehnen platziert. Nach Rücksprache mit den Spendern wurden die Bänke mit den entsprechenden Schildern der Gönner versehen.

Elke Protzmann zeigte sich von der breiten Unterstützung ganz angetan, denn es wurden bei der ersten Aktion mehr Bänke gesponsert als erwartet, so dass die beiden gespendeten Ruhemöglichkeiten von Elke Protzmann und Gerhard Beyer den Grundstock für die zweite Aktion bilden, die im kommenden Frühjahr weitergeführt wird. Derzeit wird mit dem Demografie-Beauftragten der Stadt, Detlef Heerlein, die nächste Wegstrecke geplant, um einen weiteren Präferenz-Weg zu erschließen. Die Zweite Bürgermeisterin rief dazu auf, Ideen und Anregungen zu möglichen Stellplätzen mitzuteilen. Die 1. Sprecherin des Seniorenbeirates, Renate Gretzbach, dankte Protzmann für die Idee, denn der demografische Wandel schreite voran.

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