Neustadt bei Coburg
Stadtmedaillen

Neustadt hat fünf neue "Gold-Träger"

Zum Auftakt des Jahres hat Oberbürgermeister Frank Rebhan fünf Personen des öffentlichen Lebens in Neustadt bei Coburg Stadtmedaillen in Gold verliehen.
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Nach ihrem Ausscheiden aus dem Vorstand des Museums- und Heimatvereins sind Uwe Scheler und Horst Gundel von Oberbürgermeister Frank Rebhan (von links) mit goldenen Stadtmedaille ausgezeichnet worden.
Nach ihrem Ausscheiden aus dem Vorstand des Museums- und Heimatvereins sind Uwe Scheler und Horst Gundel von Oberbürgermeister Frank Rebhan (von links) mit goldenen Stadtmedaille ausgezeichnet worden.
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Manchmal kommt halt doch alles anders. Ging Oberbürgermeister Frank Rebhan (SPD) beim Neujahrsempfang im vergangenen Jahr noch davon aus, zum letzten Mal vor Beginn der Sanierung des Rathauses zu den Gästen gesprochen zu haben, so durfte er gestern noch einmal im Rathaus vom Rathaus schwärmen: "Es ist viel mehr als irgendein Betonbunker und es ist viel mehr als ein gesichtsloser Verwaltungsneubau."
Was ist in den vergangenen Jahren nicht alles über das Rathaus gesagt worden. Vom "fehlplatzierten Betonbunker" bis zum "architektonischen Highlight des Baustils der 70er Jahre" reicht nach den Erfahrungen des Oberbürgermeisters die Bandbreite der Meinungen über das Rathaus. Eine klare Absage erteilte Rebhan den Stimmen, die statt einer Sanierung lieber einen Abriss samt Neubau gesehen hätten: "Wer aber täglich hier zu arbeiten hat, kann sicherlich nicht umhin, die Stärken dieses Baus anzuerkennen." Als Beispiele nannte Rebhan die großzügigen Flure, die dennoch kurzen Wege und, nicht zuletzt, die markante architektonische Linie des Hauses.
Aber so schön das Rathaus auch ist - jetzt steht der Umbau vor der Tür. Der OB verglich die anstehenden Arbeiten mit einer "Operation am offenen Herzen". Schon deshalb sei er dem Bau- und dem Hauptamt zum Dank verpflichtet, sagte Frank Rebhan mit Blick auf die extrem komplexen Vorbereitungen. Der Bevölkerung kündigte der Oberbürgermeister an, dass diese in den kommenden Jahren sicherlich die eine oder andere Unbequemlichkeit in Kauf nehmen müsse.
"Richtig und gut" ist es nach Ansicht des Stadtoberhauptes, gerade jetzt mit der Sanierung des Rathauses zu beginnen - schließlich sei die Fördermittelsituation "historisch gut". Deshalb gehe die Stadt derzeit gleich mehrere größere Projekte parallel an. Natürlich, versicherte Rebhan vor den geladenen Gästen, habe die Stadtverwaltung dabei im Blick, dass man die dafür nötigen Kredite auch zurückzahlen müsse. Die Erwartungen des Oberbürgermeisters in den Umbau sind dennoch groß: "Wir bekommen ein Haus, in dem zumindest für die nächsten 40 Jahre fundiert und zielgerichtet in zeitgemäßer Ausstattung und energetischen Standards gearbeitet werden kann."


Mit Sonneberg geht noch mehr

Ein weiteres zentrales Thema in Rebhans Jahresauftakt-Rede war die Zusammenarbeit mit der Nachbarstadt Sonneberg. In vielen Bereichen - Rebhan nannte unter anderem Kultur und Wirtschaft - gebe es schon lange beste Bindungen. Doch da geht noch mehr, versicherte Frank Rebhan mit Blick auf seinen Sonneberger Amtskollegen, Heiko Voigt: "Künftig wollen wir noch viel größere, neue Schritte wagen." Beispiele könnten der "Tag der Franken" 2019, die gemeinsame Ausrichtung des internationalen Puppenfestivals oder das Streben nach einem länderübergreifenden Kooperationsraum sein.
Zum ersten Mal beim Neujahrsempfang zu Gast war Thomas Engel, der Regierungsvizepräsident. Der war sichtlich beeindruckt vom Umfang der Veranstaltung im Rathaus: "Das ist ja ein Empfang für den gesamten Landkreis Coburg." Erfreut zeigte sich Engel, einst gemeinsam mit Frank Rebhan im gleichen Coburger Gymnasium, von den positiven Entwicklungen, die die Partnerstädte Neustadt und Sonneberg in den vergangenen Monaten genommen haben. Eine Veranstaltung hatte Engel dabei besonders im Blick: "Die Aussicht auf den Tag der Franken ist eine freudige Aussicht."


Sie haben die Stadtmedaille in Gold bekommen

Horst Gundel lag ganz besonders die Verbindung des Museums der deutschen Spielzeugindustrie zu den Neustadter Schulen am Herzen. Auch für die Ergänzung der Künstlerpuppenausstellung und für die Heimatpflege im Museums- und Heimatverein hat sich Horst Gundel engagiert.

Uwe Scheler investierte neben der Vorstandstätigkeit beim Museums- und Heimatverein viel Zeit in die Installation und Inbetriebnahme der EDV-Anlage. Für eine angemessene technische Ausstattung zu sorgen, war Uwe Scheler genauso wichtig wie die strukturelle Verbesserung der Personalsituation im Museum der deutschen Spielzeugindustrie.

Johannes Seifert hat unzählige historische Dokumente und Schriftstücke, Fotos und Zeitungsartikel über Wildenheid zusammengetragen und archiviert, um so die Heimatgeschichte festzuhalten. Ein Schmuckstück ist die von Seifert liebevoll erstellte Ortschronik. Anlässlich der 700-Jahr-Feier war Seiferts umfangreiche Sammlung im Schützenhaus zu sehen. Das Interesse der Bevölkerung riesig.

Wolfgang Rebhan ist seit mehr als 30 Jahren als Organist für die Kirchengemeinde Haarbrücken, Ketschenbach, Thann und somit ein ganz fester Bestandteil des seelsorgerischen Lebens in der Kirchengemeinde. Ob es die Liturgie ist oder die geistlichen Lieder während eines Gottesdienstes sind, seine Freude am Orgelspielen ist deutlich zu spüren.

Georg Hofmann ist seit 1985 Vorstandsmitglied der Arbeiterwohlfahrt. Er begann sein ehrenamtliches Engagement als Revisor, wurde später zum Beisitzer gewählt und ist seit 2011 Hauptkassier der Organisation. Sein Einsatz für die Awo ist an Zahlen und Vereinsdaten schwer festzumachen. Innerhalb der Awo gilt Georg Hofmann als "unverzichtbare Allzweckwaffe". Neben der Verwaltung von Einnahmen und Ausgaben der Organisation bringt sich Georg Hofmann überall dort ein, wo er gebraucht wird.
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