Coburg
Natur

Neuer Wanderweg am Coburger Goldbergsee eröffnet - "Wegpaten" kontrollieren Strecke

Der Thüringerwald-Verein hat einen neuen Wanderweg rund um den Goldbergsee markiert. Die sechs Kilometer lange Route verläuft auch durch das Naturschutzgebiet Glender Wiesen - und soll nicht die einzige neue Strecke bleiben.
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Wegpate Thomas Apfel (Mitte) sowie Helmut Völk (links) und Roland Weiß stellen sicher, dass die Hinweisschilder fest sitzen. Foto: Teresa Hirschberg
Wegpate Thomas Apfel (Mitte) sowie Helmut Völk (links) und Roland Weiß stellen sicher, dass die Hinweisschilder fest sitzen. Foto: Teresa Hirschberg
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Mehr Vogelgezwitscher und See-Idylle können sich Wanderer wohl nicht wünschen: Am Goldbergsee gibt es einen neuen Wanderweg, den der Thüringerwald-Verein Coburg ausgeschildert hat. Die "C1-Route" ist sechs Kilometer lang, verläuft über die Glender Wiesen und ist eine Erweiterung des bereits bestehenden C-Rundwegs. Damit die Strecke auch nach der Eröffnung sauber und begehbar bleibt, hat der Verein einen "Wegpaten" ernannt.

Gemeinsam mit Bernhard Lederer, Leiter des Coburger Grünflächenamtes, sei die Idee zur Ausweitung des Wanderweges entstanden, erzählt Helmut Völk, Zweiter Vorsitzender des Vereins. Rund ein Jahr hat es bis zur Fertigstellung der Strecke gedauert, die letzten Pfosten wurden vergangene Woche aufgestellt. "Die Bedingungen für den neuen Weg waren, dass Start- und Endpunkt mit öffentlichen Verkehrsmitteln erreichbar sind und dass eine Einkehrmöglichkeit entlang der Strecke liegt", erklärt Roland Weiß. "Außerdem soll der Weg mit Kinderwägen und Rollstühlen befahrbar sein - soweit das die Coburger Topographie zulässt."

Unberührte Natur am Goldbergsee

Als Wegemarkierer des Thüringerwald-Vereins hat Weiß die C1-Route vorab ausgekundschaftet und festgelegt. Der Weg entlang des Sees bestand bereits, musste also nicht erst neu angelegt werden. "Wir wollen in den Gebieten Strecken angliedern, die der C-Wanderweg nicht berührt", sagt Weiß über seine Routenplanung, die über Glend nach Kösfeld und zurück zum Parkplatz am See führt. Die Strecke verläuft damit durch das Naturschutzgebiet und an der Aussichtsplattform vorbei.

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Der C1-Startpunkt befindet sich am Ende des Parkplatzes in Richtung der ehemaligen Gärtnerei. Auf einer Infotafel finden Wanderer nicht nur den Verlauf der Route, sondern auch Hinweise auf nahe gelegene Bushaltestellen und Gastwirtschaften, wie in Beiersdorf und Kösfeld. "Bei einer Strecke von sechs Kilometern ist es schon gut, wenn auf dem Weg eine Einkehrmöglichkeit liegt", meint Völk. Entlang der Route wurden zudem mehrere Hinweisschilder angebracht, an denen Wanderer ablesen können, wie viele Kilometer noch vor ihnen liegen.

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Auch auf die Tatsache, dass sie sich hier in einem Naturschutzgebiet befinden, werden Wanderer hingewiesen. Denn der Verein erwartet, dass sich Spaziergänger auch dementsprechend verhalten. Freilaufende Hunde sind hier beispielsweise ungern gesehen, denn in Naturschutzgebieten gelte Leinenpflicht, betont Völk. "Wir sehen hier aber immer wieder Leute, die ihre Hunde über die Wiesen jagen."

Weitere Wege in bei Coburg Planung

Dass der neu ausgeschilderte Weg dem Naturschutzgebiet schaden könnte, weil dadurch in Zukunft noch mehr Leute am Goldbergsee unterwegs sein werden, glaubt Völk jedoch nicht. "Die Coburger sind da diszipliniert." Neben der Route Glender Wiesen plant der Verein derzeit noch sechs weitere Wanderstrecken, die ebenfalls an den Coburger Rundweg anschließen sollen. Wo genau C2 bis C7 verlaufen werden, plant Wegemeister Weiß gerade. Die reinen Materialkosten für die C1-Strecke belaufen sich auf rund 2800 Euro, gesponsert wurde das Projekt von der VR-Bank. Hinzu kamen noch rund 70 Arbeitsstunden.

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Für die Instandhaltung der Routen C1 bis C7 soll jeweils ein Wegpate zuständig sein, der die Strecke regelmäßig abläuft und kontrolliert. Umgestürzte Bäume, umgefahrene Pfosten oder heruntergerissene Hinweisschilder melden die Paten dann dem Verein, der die Schäden wiederum beseitigt. "Das kann beispielsweise jemand machen, der sowieso in der Nähe wohnt", erklärt Völk das Prinzip. "Damit hat der Weg die Chance, immer schön auszusehen."

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