Coburg
Landestheater

Neuer Anlauf für ein "Globe" in Coburg

Feste Interimsspielstätte, ein Zelt oder was völlig anderes fürs Landestheater? Das steht im Coburger Stadtrat am Donnerstag zur Debatte.
Artikel drucken Artikel einbetten
2016 stellten Studenten der Hochschule Entwürfe für einen Rundbau vor, der das Shakespear'sche Globe-Theater zum Vorbild hatte.
2016 stellten Studenten der Hochschule Entwürfe für einen Rundbau vor, der das Shakespear'sche Globe-Theater zum Vorbild hatte.
Die Fraktion der SBC hat den Antrag eingebracht, dahinter steht aber das Coburger Designforum Oberfranken (CDO). Es sieht den Bau eines runden Veranstaltungsgebäudes auf dem Güterbahnhofsgelände vor. Titel des Ganzen: "Global Kultur am Güterbahnhof".
Vorbild des Rundbaues ist das Globe-Theatre aus Shakespeare's Zeiten. Ein solches Gebäude stand in Coburg schon im Jahr 2016 zur Debatte, nachdem entschieden war, dass das Landestheater eine feste Übergangsspielstätte für die Sanierungszeit erhalten soll. Im Dezember 2016 wurde das "Globe" aber abgelehnt - es erfüllte nicht alle Anforderungen und war mit geschätzten zehn Millionen Euro Baukosten zu teuer.
Am Donnerstag muss der Stadtrat entscheiden, ob er eins der zwei vorliegenden Angebote für eine Interimsspielstätte akzeptiert oder das Ausschreibungsverfahren aufhebt. Mehrere Fraktionen - darunter die SBC - haben den gemeinsamen Eintrag eingebracht, auf eine feste Interimsspielstätte zu verzichten und stattdessen ein Theaterzelt im Rosengarten aufzustellen.
Nun kommt als dritte Variante die "Global Kultur am Güterbahnhof" hinzu. Die Kosten für "Global Kultur" beziffert das CDO nach groben Schätzungen auf acht Millionen Euro und beruft sich dabei auf den Architekten Andrew Todd, der auf dem Gelände des Cháteau de Hardelot in Condette/Frankreich in der Nähe von Calais ein solches Rundtheater errichtet hat. Laut CDO könnte der Bau privat finanziert werden. Allerdings sieht das grobe Finanzierungskonzept einen Baukostenzuschuss von Freistaat und Stadt vor, außerdem soll das Landestheater während der Nutzung Miete bezahlen, die dann auch von Freistaat und Stadt Coburg aufzubringen wäre.
Im Papier des CDO heißt es, dass im ersten Quartal 2018 die Verhandlungen abgeschlossen werden sollten. Der Planungsvorlauf werde drei bis vier Monate betragen, die Bauzeit 15 bis 18 Monate. Allerdings muss die Ausweichspielstätte schon im Sommer 2019 zur Verfügung stehen, wenn die Spielzeit 2019/20 beginnt. Denn die Betriebserlaubnis fürs Landestheater erlischt 2019, weil die Technik veraltet ist. Die Sanierung soll beginnen, sobald das Theater in die Ausweichspielstätte umgezogen ist.

Kommentare (1)

was sagen sie zu diesem Thema?
jetzt anmelden jetzt registrieren