Coburg
Baustelle

Neue Rampe für Coburger Adamiberg

Zwei Häuser am Adamiberg sind seit dem Ausbau der B 4 im Jahr 1978 nur über eine 70 Meter lange gewendelte Betonrampe erreichbar. Die muss jetzt ersetzt werden, denn Streusalz und die Zeit haben dem Beton arg zugesetzt. Deshalb kommt es ab Montag zu Behinderungen auf der B 4, der "Stadtautobahn".
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40 Meter breit ist die Mauernische, über die sich der insgesamt 70 Meter lange Zugang zu den Häusern Adamistraße 4a und 4b erstreckt. Die Rampe wird komplett erneuert.
40 Meter breit ist die Mauernische, über die sich der insgesamt 70 Meter lange Zugang zu den Häusern Adamistraße 4a und 4b erstreckt. Die Rampe wird komplett erneuert.
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Die Baustelle wird die Coburger Autofahrer voraussichtlich fünf Monate beschäftigen. Denn auf der B 4, zwischen der Einmündung Rummental und der Abfahrt Judenberg, ist ab Montag, 1. Juni, die rechte Spur gesperrt. Für drei Tage wird die Fahrbahn in Richtung Süden sogar komplett blockiert sein. Voraussichtlich Mitte/Ende Juni wird die Fußgängerrampe, die zu den Häusern Adamistraße 4a und 4b führt, abgerissen - dafür die Vollsperrung.

Danach wird ein neuer Aufgang errichtet. Eine Sanierung des alten sei nicht mehr möglich, weil das 37 Jahre alte Bauwerk "sehr filigran" sei, sagt Bernd Löhnert, stellvertretender Leiter des Coburger Entsorgungs- und Baubetriebs (CEB). An einigen Stellen hat der Beton sichtbar gelitten, der Baustahl liegt schon frei. "Das geht schon an die Substanz." Vor allem der Streusalz-Sprühnebel im Winter hat dem Bauwerk zugesetzt.

Deshalb wird die Rampe zunächst unterfangen, dann in Stücke gesägt, die per Tieflader abtransportiert werden. Danach wird sie neu eingebaut. Bernd Löhnert und sein Kollege Jürgen Stammberger hoffen, dass die Armierungen in der Stützwand gut genug erhalten sind, um daran die neue Rampe wieder aufhängen zu können.

Einen anderen Zugang zu den beiden Häusern Adamistraße 4a und 4b gibt es nicht. Damit die Bewohner nicht von Coburg abgeschnitten werden, errichtet die Stadt einen behelfsmäßigen Treppenturm in etwa da, wo der Fußgängertunnel unter dem Bahnhof in die Adamistraße mündet. Natürlich sei geprüft worden, ob es auch günstigere Lösungen gebe als eine neue Betonrampe über eine Breite von 40 Metern, sagt Jürgen Stammberger. Doch alles andere - ein Fahrstuhl oder eine Stahlkon struktion - sei weniger wirtschaftlich oder eröffne neue Gefahrenquellen. Stahlkonstruktionen zum Beispiel werden im Winter leicht glatt.

Rund 640 000 Euro kostet die gesamte Baumaßnahme inklusive Planungen und Gutachten. Die reinen Baukosten selbst sind mit 525 000 Euro veranschlagt. Der Bund übernimmt 93 Prozent der Kosten. Grundlage dafür ist eine Vereinbarung aus dem Jahr 1974. 1978 wurde die B 4 an dieser Stelle verbreitert. Sie endete damals an der Ausfahrt Rodacher Straße. Der Nordring bis zur Lauterer Höhe entstand erst in den 90er-Jahren.

Eine weitere Besonderheit: Obwohl die Rampe von der Stadt gebaut und unterhalten wird, handelt es sich um einen privaten Weg, keinen öffentlichen. Weil der Hang des Adamibergs für den Straßenbau beseitigt wurde, einigte sich die Stadt damals mit den Anwohnern auf den Bau der Rampe, um den Zugang zu ermöglichen.
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