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Fechheim
Bürgerversammlung

Nachverdichtung ist für Neustadter wichtiges Thema

Es war eine ruhige Bürgerversammlung, die für die Bewohner aus Aicha, Fechheim, Mittel- und Unterwasungen stattfand. Sachlich ging's zudem zu, und so schloss Oberbürgermeister Frank Rebhan nach 45 Minuten den offiziellen Teil.
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Die Stadt Neustadt will die Michaelskirche mit einem erheblichen Betrag unterstützen, damit deren Sanierung voranschreitet.privat
Die Stadt Neustadt will die Michaelskirche mit einem erheblichen Betrag unterstützen, damit deren Sanierung voranschreitet.privat

Oberbürgermeister Frank Rebhan stellte auf der Bürgerversammlung für Aicha, Fechheim, Mittel- und Unterwasungen klar, dass man die Große Kreisstadt als Ganzes sehen müsse und nicht nur Teile, wie den Marktplatz, herausstellen dürfe: "Wir sind eins, Neustadt und seine Stadtteile. Der Marktplatz ist nicht nur der Marktplatz der Neustadter, sondern der Marktplatz für alle Bürger der Großen Kreisstadt."

Diese Antwort gab das Stadtoberhaupt auf die Frage "was wird denn eigentlich für die südlichen Stadtteile gemacht?" Attraktivitätssteigerung mahnte ein Bürger an und forderte beispielsweise einen Wanderweg über den Fechheimer Berg. Rebhan ließ wissen, dass der Stadtrat wohl "einen nicht unerheblichen Beitrag zur Sanierung der Michaelskirche in Aussicht stellt. Obwohl uns die Kirche als Stadt nichts angeht." Er zeigte damit auf, dass "wir das Umfeld attraktiv gestalten wollen" und belegte dies mit dem Umbau des Marktplatzes, der Sanierung des Rathauses und der Sanierung des Heubischer Schule. "Hier werden insgesamt rund 23 Millionen Euro verbaut", sagte Rebhan.

Er ging darauf ein, dass man "in der Kernstadt eindeutig zu eng gebaut habe. Um das Wohngebiet wieder attraktiv zu machen, muss die Innenstadt entlüftet werden, damit auf Dauer da Menschen leben". So wurden Altbestände in der Gartenstraße 9, Brunnenstraße 6 und Ernststraße 15 abgerissen, die teilweise von privaten Investoren wieder mit neuen Wohnanlagen belegt werden.

"Die Alfred-Straße, die Heubischer Straße, die Schillerstraße und die Wildenheider Straße wurden mit neuen Oberbelägen ausgestattet", ergänzte der Leiter der Bauverwaltung Frank Röser "Die Thanner Straße steht an und wird noch im November neu geteert." Die Kanalauswechslung in der Bahnhofstraße sei beendet, im kommenden Jahr werden die Stadtwerke dort noch Wasserleitungen verlegen und dann eine neue Deckschicht aufbringen.

Zur Rathaussanierung: Die extrem lauten Hochdruckstrahlarbeiten seien abgeschlossen. Nun folgen Spritzbetonarbeiten und Verspachtelungsarbeiten. Der Dachneuaufbau solle bis zum Jahresende fertiggestellt sein und der Fensteraustausch laufe. Parallel dazu werden die Heizungs- und Lüftungstechnik sowie die Elektroinstallation vorangetrieben. In Kürze wird der Wärmedämmung des Rathauses in Angriff genommen.

In Sachen Marktplatzumbau baten Rebhan und Stadtbaurat Richard Peschel um Geduld. Man müsse beispielsweise Förderbescheide abwarten, aufwändige Wettbewerbsverfahren ausschreiben, die Ausbauplanung durchführen und letztlich Ausschreibungen der einzelnen Gewerke vornehmen. "Wir starten im späten Frühjahr", gab Rebhan vor, dass "der erste und zweite Bauabschnitt zusammengelegt werden, da die unterirdischen Leitungen nur so bearbeitet werden können."

Dass dann noch Risse in den Teerdecken zu beheben seien, die Aussicht am Fechheimer wieder freigeschnitten werden sollte, die Wasung nochmal vom Bauhof in Augenschein genommen werde und in Horb ein neuer Löschwasserbehälter den Brandschutz gewährleiste, zeigt den kleinen charmanten Charakter der Bürgerversammlungen, die die Schärfe früherer Tage verloren haben.

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