Coburg

Nach Traumspiel in Coburg: Schäden an Tartanbahn in Stocke-Anlage

Beim Traumspiel wurde die Tartanbahn der Dr.-Stocke-Anlage in Mitleidenschaft gezogen. Der Fanclub hofft jetzt auf die Hilfe der Versicherung.
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Vor der Tartanbahn weisen zwei handgeschriebene Schilder auf die Schäden hin. Foto: Jochen Berger
Vor der Tartanbahn weisen zwei handgeschriebene Schilder auf die Schäden hin. Foto: Jochen Berger
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Rund drei Wochen ist es her, seit der Rekordmeister FC Bayern München zum "Traumspiel" in die Vestestadt kam und die Fans verzückte. Über 10 500 Zuschauer strömten in die Dr.-Stocke-Anlage. Jedoch hat die Tartanbahn das Mega-Event nicht unbeschadet überstanden. Momentan stehen zwei handgeschriebenes Schilder am Rand der Bahn, auf einer kleinen Grünfläche direkt hinter dem Zugang auf das Sportgelände. Darauf steht geschrieben: "Laufbahn benutzen auf eigene Gefahr".

Die Schilder weisen auf mehrere Schäden auf dem Belag hin. An manchen Stellen fehlen Fetzen des Belags, an anderen sind deutlich Reifenspuren zu erkennen. In der Facebook-Gruppe "Coburger Stadtgespräche" wurde bereits rege über die Ursache diskutiert und wer dafür finanziell aufkommen muss. Manche beschuldigen den Fanclub "Red Residenz Coburg", beim Aufbau unsachgemäß gearbeitet zu haben.


Es passierte beim Abbau

Dessen Präsident Norbert Scholz bestätigt zunächst, dass die Schäden vom "Traumspiel" stammen. Genauer gesagt vom Tag des Abbaus am 21. August, verursacht durch Gabelstapler. "Ich sehe ein, dass das nicht schön ist", sagt Scholz und erklärt, wie es zu den Schäden kommen konnte. Die Firma, die die zusätzlichen Tribünen lieferte, brachte für die Stützen Holzpaletten mit. Die etwa 30 mal 30 Zentimeter großen Paletten wurden unter die Stützen gelegt, um die Bahn zu schützen. "Zusätzlich haben wir von uns aus unter die Holzplatten noch Gummimatten gelegt", erklärt Scholz.

Mit diesen Gummimatten habe man außerdem sechs Meter breite Baustraßen über die Tartanbahn gelegt, sagt er. Diese verliefen an den Tribünen jeweils parallel zur Torlinie. Fahrzeuge, wie etwa Gabelstapler, sollten beim Abbau über diese Gummistraßen fahren und nicht über die Laufbahn. "Wenn das jeder so gemacht hätte, gäbe es keine Schäden", sagt Scholz.

Am Tag des Abbaus taten dies aber einige wohl nicht. "Beim Abbau wollte jeder als Erster raus", erinnert er sich. Deshalb seinen manche nicht über die Gummimatten gefahren sondern über die Tartanbahn und so seien die Schäden entstanden.
Bei einer Begehung mit dem Sportamt und der Stadt Coburg habe man die Schäden letztlich festgestellt, sagt Scholz. Was auf den Fanclub jetzt zukommt, steht momentan noch nicht fest. Ein Kriterium für die Ausrichtung des Traumspiels war, dass der Fanclub eine ausreichende Veranstaltungshaftpflichtversicherung abschließt. Der FC Bayern und das Ordnungsamt haben diese akzeptiert, sagt Scholz. "Jetzt wird geprüft, inwieweit die Haftpflicht die Kosten für die Reparaturen trägt", sagt Scholz.

Wie hoch die Kosten sein werden und wer die Arbeiten durchführen wird, weiß der Präsident nicht. Leider war seitens der Stadt Coburg am Montag niemand in der Lage, die Tageblatt-Anfrage zu den Schäden zu beantworten. Somit bleibt auch zunächst unklar, inwiefern die Schäden den dortigen Sportbetrieb - Schulsport und Leichtathletik - beeinträchtigen.

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