Sonnefeld
Gemeinderat

Modernisierungen und Sanierungen in Sonnefeld

Ein Mehrfamilienhaus in der Pommernstraße wird energetisch saniert. Für die Sanierung des Ortskerns von Sonnefeld ist nun alles eingeleitet.
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Straßenseitig ist Sanierungsbedarf für das 1968 errichtete Vierfamilienhaus der Baugenossenschaft in der Pommernstraße 8 zu erkennen. Foto: Klaus Oelzner
Straßenseitig ist Sanierungsbedarf für das 1968 errichtete Vierfamilienhaus der Baugenossenschaft in der Pommernstraße 8 zu erkennen. Foto: Klaus Oelzner

Mit einstimmigen Beschluss haben alle drei Gemeinderatsfraktionen bei der Sitzung am Mittwoch im Rathaus das Sanierungsgebiet "Ortskern Sonnefeld" auf den Weg gebracht. Das Projektgebiet war im Gemeinderat mehrfach vorberaten worden. Vor der Abstimmung hatte der Stadtplaner vom Weimarer Büro Quaas die vorbereitende Untersuchung vorgestellt. Bürgermeister Michael Keilich (CSU) hob hervor, dass in diesem innerörtlichen Gebiet sowohl kommunale, als auch private Bau- und Sanierungsmaßnahmen vorgenommen werden, die auch entsprechend bezuschusst werden. "Den eingegangenen Stellungnahmen zum Entwurf kann die grundsätzliche Zustimmung der Träger öffentlicher Belange, Aufgaben- und Versorgungsträger entnommen werden. Probleme, die eine Umsetzung der Sanierungsziele gefährden würden, sehe er nicht, sagte Diplom-Ingenieur Ingo Quaas. Das Gebiet Reiterhof ist nicht mehr enthalten. Strittige Flächen südlich der ehemaligen Bahnlinie sollen im Rahmen der Städtebauförderung weiter verfolgt werden. Vorgebrachte private Bedenken blieben ohne Auswirkung. Hinweise auf Bodendenkmale, Altlastenverdachtsflächen, das FFH-Gebiet im Bereich Röderbach, Bieberbach und Schneybach sowie ein mögliches Überschwemmungsgebiet werden mit aufgenommen. Wie der Bürgermeister abschließend ankündigte, findet voraussichtlich im Oktober in der Domänenhalle eine öffentliche Bürgerinformation zum diesem Thema statt.

Bereits in der Sitzung am 15. Oktober 2014 hat der Gemeinderat eine Vereinbarung mit der Gemeinnützigen Baugenossenschaft des Landkreises zur Sicherung der Versorgung mit Sozialwohnungen in der Gemeinde beschlossen. Das sei die Grundlage für die ohne Gegenstimmen befürwortete Gewährung eines beantragten Darlehens an die Genossenschaft, sagte Gemeindekämmerer Heiko Lech. Mit einem zinslos gewährten Betrag in Höhe von 8000 Euro pro Wohneinheit fördert die Kommune anteilig die anstehende Modernisierung von vier Wohnungen (Gesamtwohnfläche 285,08 Quadratmeter) im Mehrfamilienhaus Pommernstraße 8. Im 1968 bezogenen Gebäude sind nach Auskunft der Baugenossenschaft des Landkreises energetisch zu sanieren, die Außenwände sind zu dämmen und die Haustechnik und Dacheindeckung zu erneuern. Im Gemeindehaushalt 2020 werden Mittel für Darlehen und Tilgung (2,75 Prozent) eingeplant.

Tendenz zur Briefwahl

Eine schrumpfende Einwohnerzahlen und ein verändertes Verhalten der Wahlberechtigten, das sich in einer Zunahme der Briefwähler niederschlägt, beeinflussen die Vorbereitung für die Kommunalwahlen im März 2020. Hauptamtsleiter Stefan Markus informierte, dass knapp über 4000 Einwohner stimmberechtigt sind. Zu acht Stimmbezirken kommen drei Briefwahlbereiche hinzu. In der Stammgemeinde sind Schulhaus, Domänenhalle und Gemeindesaal an der Marienkirche als barrierefrei erreichbare Abstimmungslokale vorgesehen.

Bürgermeister Keilich informierte das Gremium darüber, dass sich die Gemeinde weiterhin darum bemühe, im Bereich der zurzeit mit einer Ampel geregelten, unfallträchtigen Hummelkreuzung einen Kreisverkehr bauen zu können - sofern die Planer die Zusagen für Fördermittel erhalten. Für die Gestaltung der Randbereiche (Fußgängerwege) müsse die Gemeindekasse hergenommen werden.

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