Grub am Forst
Politischer Aschermittwoch

Mittag will wieder mehr Ärzte fürs Coburger Land

Beim traditionellen Fischessen fordert CSU-Landtagskandidat Martin Mittag, dass Ärzte im Coburger Land eine Zukunft haben müssen.
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Servierten Fisch und ihre politischen Ziel für das kommende Jahr: Die Hauptredner beim politischen Aschermittwoch des CSU-Ortsverbandes in Grub am Forst, Sebastian Straubel, Hans Michelbach und Martin Mittag (von links).Berthold Köhler
Servierten Fisch und ihre politischen Ziel für das kommende Jahr: Die Hauptredner beim politischen Aschermittwoch des CSU-Ortsverbandes in Grub am Forst, Sebastian Straubel, Hans Michelbach und Martin Mittag (von links).Berthold Köhler
Mit einem ausführlichen Ausblick auf seine politischen Ziele und der Forderung nach einer Stärkung des ländlichen Raumes hat der Seßlacher Bürgermeister Martin Mittag gestern Abend beim politischen Aschermittwoch des CSU-Ortsverbandes den Landtagswahlkampf eröffnet. "Die Landwirtschaft und der ländliche Raum sind wichtige Faktoren", sagte Mittag vor gut 100 Besuchern im Gasthaus "Goldene Rose".
Zu einem lebenswerten ländlichen Raum braucht es nach Mittags Überzeugung auch eine gute ärztliche Versorgung. Bei dieser gebe es im Coburger Land Nachholbedarf, betonte Martin Mittag und verwies auf die Erhebungen der kassenärztlichen Vereinigung, wonach von 23 oberfrankenweit nicht besetzten Arztstellen alleine 9 im Raum Coburg liegen. "Wenn ich 30 Kilometer zum nächsten Arzt fahren muss, dann kann ich nicht erzählen, wie schön es auf dem Land ist", sagte der Seßlacher Bürgermeister.
Eine klare Absage erteilte Mittag zudem den (noch) geltenden Straßenausbaubeitragssatzungen. Einen Schnellschuss dürfe es aber bei der Abschaffung des entsprechenden Gesetzes nicht geben. Klar, meinte Mittag, dürfe es auf keinen Fall eine weitere Belastung der Hauseigentümer mehr geben. Deshalb sei der Freistaat Bayern in der Pflicht, den Kommunen bei der Finanzierung von Straßenbauprojekten behilflich zu sein: "In einem Land wie Bayern muss es möglich sein, die dafür nötigen 200 bis 300 Millionen Euro aufzubringen."
Sebastian Straubel, CSU-Erststimmenkandidat für die Wahl zum Bezirkstag, forderte eine verstärkte Öffentlichkeitsarbeit für den Bezirk: "Wir müssen den Menschen klar machen, wie wichtig diese Ebene ist." Hier habe die amtierende Bezirksrätin, Elke Protzmann (Neustadt), schon viel geleistet, was man weiterführen müsse. Bei der zuletzt emotional diskutierten Umstrukturierung des Bezirksklinikums Kutzenberg vermisste der Lautertaler Bürgermeister den Blick auf die positiven Entwicklungen bei der Einrichtung. Dass der Bezirk in den kommenden Jahren rund 100 Millionen Euro in Kutzenberg investieren wolle, sei eine Investition in die Zukunftsfähigkeit des Klinik-Standortes.
Eine ausführliche Rede über Koalitionsverhandlungen samt jeder Menge Kritik am Mitgliedervotum der SPD hielt Hans Michelbach. Der Coburger Bundestagsabgeordnete verwies aber darauf, dass der Koalitionsvertrag auch positive Punkte für das Coburger Land beinhalte. So gebe es das Ziel, in den kommenden Jahren alleine zwölf Milliarden Euro in die Entwicklung ländlicher Räume zu investieren. "Das ist eine Chance für unsere Region", sagte Hans Michelbach.
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