Tambach
Tambacher Sommer

Mit Gregor Meyle in Tambach zu Hause

Gregor Meyle,zum dritten Mal beim Tambacher Sommer, füllte den Schlosshof einmal mehr mit seinen gefühlvollen Songs.
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Schon bevor Gregor Meyle die Bühne betritt, schicken die ersten Konzertbesucher Stoßgebete gen Himmel: Dunkle Wolken ziehen über das Konzertgelände im Tambacher Schlosshof, vereinzelt fallen ein paar Regentropfen. Für den Moment scheint es was zu bringen, denn die Wolken verziehen sich und die Temperaturen bleiben hoch. Was allerdings auch nicht alle unter den wohl 1500 Besuchern gut finden. "Toskana-Feeling" nennt es Gregor Meyle, der sich freut, dass das Publikum selbst "bei dem Wedde" den Weg zum Tambacher Sommer gefunden hat.
"In Tambach bin ich Zuhaus" singt Meyle am Anfang seines Auftritts und es sieht tatsächlich so aus, als fühle der Sänger sich bei seinem dritten Auftritt auf der Tambacher Bühne heimisch. Als erstes zieht er seine Schuhe aus, um barfuß zu performen, und auch sonst ist er zu lockeren Plaudereien aufgelegt: Bei seinem Song "Schau mich nicht so an" habe er sich von schwedischen Möbelhäusern inspirieren lassen, auf der Straße werde er manchmal mit Mark Forster verwechselt, und dass er vor kurzem Papa geworden ist, habe "lang genug gedauert, weil ich so selten zu Hause war".


Mann im Mond

Außerdem arbeite er gerade am nächsten Album. Drei Lieder von der neuen Platte präsentiert er neben seinen bekannten Songs dem Tambacher Publikum. Im Verlauf des Abends wird es gefühlvoll und sanft mit Liedern wie "Mann im Mond" oder "Such keinen anderen", an "a bissla Country-Musik" bei "Pack dein Scheiß" fügt sich Reggae mit tiefem, wummerndem Bass, und die Band, die sich Meyle bei "Sing meinen Song" "unter den Nagel gerissen hat", bringt auch den Klang der schottischen Highlands auf die Bühne.
Dabei ist Meyle stets souverän und hat das Publikum im Griff: Das Publikum geht auf Ansage in die Hocke und springt wieder auf und mit ein bisschen pantomimischer Hilfe singen auch die Männer im Publikum fehlerfrei mit.
In der Zugabe "Keine ist wie du" bringt sich das Publikum mit Gregor Meyle zusammen in die richtige Stimmung. Und prompt beginnt es doch noch, in Strömen zu regnen. "Sogar der Himmel weint jetzt", kommentiert Meyle. Und für das "tapfere Publikum" gibt es am Ende noch einen intimen Moment, als sich Sänger und Band um ein einzelnes Mikrofon versammeln und in ganz leisen Tönen "Heut Nacht" darbieten. So ist eben der Tambacher Sommer.


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