Coburg
Ehrenamt

Mit Blaulicht zum Rekordmeister: Tolle Aktion zum Spitzenspiel des BBC Coburg

Zum sechsten Mal sind alle Ehrenamtlichen der Hilfsdienste zu einem Sport-Event in die HUK-Coburg Arena eingeladen. Das Spiel der Coburger Basketballer gegen Leverkusen soll dadurch zu einem echten Kracher werden.
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Der Basketball bringt sie zusammen: Philipp Wohlleben, Chase Adams, Danny Roth, Kevin Franceschi, Max von der Wippel. Johannes Wunder, Manfred Lorenz und Claus Weigang (von links) wollen das Blaulicht-Event am Samstag zu einem  Erfolg werden lassen.Foto: Berthold Köhler
Der Basketball bringt sie zusammen: Philipp Wohlleben, Chase Adams, Danny Roth, Kevin Franceschi, Max von der Wippel. Johannes Wunder, Manfred Lorenz und Claus Weigang (von links) wollen das Blaulicht-Event am Samstag zu einem Erfolg werden lassen.Foto: Berthold Köhler

Der Termin für das sechste Blaulicht-Event, bei dem Ehrenamtliche der Hilfsorganisationen wieder freien Eintritt bei einem Heimspiel der Basketballer haben, ist für Johannes Wunder genau richtig: "Wir spielen gegen den Tabellenführer. Da kann ein volles Haus nur helfen", sagt der Co-Trainer beim BBC mit Blick auf das Spiel am Samstag um 19 Uhr in der HUK-Coburg Arena gegen die die Bayer Giants aus Leverkusen.

Treibende Kraft beim Blaulicht-Event ist seit jeher Manfred Lorenz, Kreisbrandrat und nach eigenem Bekunden "treuer und leidensfähiger Fan" des BBC. Er hat Sport und Ehrenamt wieder zusammengebracht. Dass die Basketballer den freiwilligen Helfern wieder freien Eintritt gewähren, ist für Lorenz - auch in der sechsten Auflage - keine Selbstverständlichkeit: "Nein, das ist eine noble Geste."

Um den geldwerten Vorteil, sich den Eintritt zu sparen, geht es dem Kreisbrand bei dieser Aktion sowieso nicht. Da stimmt ihm Claus Weigand vom Coburger BRK-Kreisverband zu: "Sie ist eine schöne Wertschätzung unserer Ehrenamtlichen. Für das, was sie leisten, haben sie sowas verdient."

Jede Menge Informationen

Ein bisschen haben sich die Mitstreiter von Lorenz (Technisches Hilfswerk, Rotes Kreuz und Arbeiter-Samariter-Bund) heuer durch den neuen Spieltermin umstellen müssen: Weil das Spitzenspiel gegen den Traditionsclub aus Leverkusen (mit 14 Titeln heute noch deutscher Rekordmeister) am Samstag um 19 Uhr stattfindet, macht eine Fahrzeugausstellung auf dem Parkplatz vor der Arena keinen Sinn. Aber kein Problem, sagt der Kreisbrandrat: Die Hilfsorganisation werden im Innern der Halle ihre Infostände aufbauen, zudem laufen rund ums Spiel verschiedene Werbespots für den Dienst am Nächsten.

300 Karten hat Manfred Lorenz von BBC-Ticket-Chef Michael Herold fürs Leverkusen-Spiel zur Verfügung gestellt bekommen, 125 davon sind nach Bestellung schon an die vier Hilfsorganisationen verschickt worden. Wie sie dort verteilt werden, ist Sache der jeweiligen Orts- und Untergruppen, bei denen die Ansprechpartner für das Blaulicht-Event bekannt sind. Sollten die noch übrigen 175 Karten nicht ausreichen? "Kein Problem", sagt Manfred Lorenz, winkt gelassen ab und versichert: "Wenn es 500 Ehrenamtliche werden, dann kriegen wir die auch rein."

Immer da, wenn es brennt

Spätestens bei dieser Menge wäre dann auch ein Besucherrekord beim BBC für die Spielzeit 2018/2019 erreicht. So bei 800 Fans liegt der 2. Basketball Bundesliga Pro B Süd, beim zurückliegenden Heimspiel gegen die zweite Mannschaft der Münchner Bayern waren es sogar 1600. Aber ein neuer Rekord ist es nicht, den Johannes Wunder erwartet. Der Co-Coach ist "großer Freund des sozialen Engagements" und findet es gut, wenn sich Menschen engagieren. Natürlich auch in einem Sportverein, wie Wunder aus seinem eigenen Verein weiß: "Wir haben viele Ehrenamtliche. Sie sind immer da, wenn es brennt." So wie die Feuerwehr eben, oder all die anderen Helfer.

Für den Samstag verspricht der Co-Trainer den Besuchern ein "schnelles und intensives Spiel". Basketball, das sei ein Sport, in dem mit Körperkontakt gespielt werde und immer was los sei - mit diesem Versprechen macht Wunder Werbung für seinen Lieblingssport.

Auf die Frage nach seinem sportlichen Ziel für den Samstag gibt sich der Coach zurückhaltend: "Mit dem vollen Haus im Rücken den Favoriten möglichst lange ärgern und bis zum Ende dabei bleiben." Wie das geht, wissen die Coburger ja: Immerhin haben sie den Tabellenzweiten, die Panthers aus Schwennigen, zu Beginn der Saison geschlagen.



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