Coburg
Glücksmomente

Frankenderbyheld Teuchert: "Mein Kontakt nach Coburg reißt nie ab"

Cedric Teuchert avancierte für den 1. FC Nürnberg beim 3:1-Sieg in Fürth zum Derbyhelden. Der 20-jährige Coburger pflegt viel Kontakt in seine Geburtsstadt.
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Der Nürnberger Cedric Teuchert (r) jubelt mit seinem Kollegen Enrico Valentini über seinen Treffer zum 0:2 im Frankenderby. Foto: Daniel Karmann/dpa
Der Nürnberger Cedric Teuchert (r) jubelt mit seinem Kollegen Enrico Valentini über seinen Treffer zum 0:2 im Frankenderby. Foto: Daniel Karmann/dpa
So haben die Club-Spieler mit ihren Fans schon lange nicht mehr gejubelt. Nach dem 3:1-Sieg am Sonntag im Fürther Ronhof sind die Clubberer wieder die Nummer Eins in Franken. Maßgeblichen Anteil daran hat auch ein Coburger: Cedric Teuchert war einer der Helden beim Triumph gegen die SpVgg Greuther Fürth.
Nach vielen Rückschlägen in den letzten Jahren durften er und seine Mitspieler endlich wieder einmal in der Nachbarstadt jubeln und rückten in der 2. Bundesliga auf den 2. Platz vor. Der 20-Jährige aus Coburg war anschließend natürlich ein gefragter Mann, schließlich "knipste" er nicht nur selbst, sondern hatte mit einer Vorlage zwei entscheidende Momente.


Teuchert - der Derbyheld

Beim letzten Sieg im Fürther Ronhof 1979 hießen die Derbyhelden Norbert Schlegel, Herbert Heidenreich und Reinhold Hintermaier. Fast 38 Jahre später ist Cedric Teuchert ein Held. Für den 20-Jährigen, der mit zwölf Jahren von der DJK/Viktoria VfB Coburg in die Jugendabteilung des FCN wechselte, ist das natürlich "etwas ganz Besonderes": "Unser Sieg geht vollkommen in Ordnung. Wir haben gut verteidigt, im richtigen Moment die Tore gemacht und dann souverän den Sieg geholt. Gott sei Dank haben wir früh das 1:0 gemacht und kurz nach der Pause das 2:0."


Auch beim DFB am Ball

Dass der Stürmer, der schon etliche Einsätze in den DFB-Jugend-Nationalteams auf seiner Visitenkarte stehen hat, zuletzt nur von der Bank gekommen war, dieses Mal von Beginn an ran durfte, machte ihn "sehr glücklich": "Ich war im Derby gegen Greuther Fürth natürlich besonders motiviert. Dass ich mit einem Tor und einer Vorlage der Mannschaft helfen konnte und mit einem Derbysieg im Gepäck nach Nürnberg fahren kann", machte das Glück für den Youngster perfekt. Übrigens: Es war bereits das dritte Saisontor von Teuchert, der sich nun berechtigte Hoffnungen auf einen Stammplatz machen darf.
Am Tag nach dem Derbysieg erwischten wir den ehemaligen Coburger Jugendspieler zwischen dem Vormittags-Krafttraining und der Mittagspause und führten mit ihm ein Gespräch.

Hallo Herr Teuchert, wie fühlen Sie sich nach dem Derbysieg? Sie hatten ja maßgeblichen Anteil am 3:1!
Cedric Teuchert: Ein Derbysieg fühlt sich natürlich immer gut an. Nach so langer Zeit gegen die SpVgg Greuther Fürth ein Derby zu holen, ist toll.

Ihr Trainer hat Sie danach über den grünen Klee gelobt und sprach die Hoffnung aus, dass Sie noch lange beim Club bleiben. Wie sehen Ihre persönliche Pläne aus und welche Ziele verfolgen Sie?
Wie meine persönlichen Ziele für die nächsten Jahre aussehen, da habe ich jetzt noch nicht drüber nachgedacht. Ich will natürlich erst einmal eine gute Saison spielen, viele Tore für den Club machen und der Mannschaft helfen. Der Rest entscheidet sich dann in den nächsten Monaten.

Platz 2 in der 2. Liga! Klappt es dieses Jahr mit der von vielen Fans erhofften Rückkehr in die 1. Liga?
Gute Frage. Ich glaube, wenn wir so weiterspielen und noch eine Schippe drauflegen, dann haben wir eine gute Chance. Aber wir schauen jetzt von Woche zu Woche.

Sie mussten zuletzt eine Nominierung für die U21-Nationalmannschaft absagen. Wie sehen Sie Ihre Chancen bei Trainer Stefan Kuntz?
Es war schade, dass ich wegen meiner Krankheit abreisen musste, aber Stefan Kuntz hat viel mit mir geredet und hat gesagt, dass ich dranbleiben soll, dann werden wir uns auch wiedersehen. Deshalb hoffe ich natürlich, dass ich bei der nächsten Nominierung wieder dabei bin.
Wie häufig pflegen Sie den Kontakt nach Coburg?
Ich habe noch sehr guten Kontakt nach Coburg. Ich habe viele Freunde dort und bin relativ oft bei meinen Eltern oder Bekannten.


Der Kontakt nach Coburg wird nie abbrechen.

Was machen Sie, wenn Sie gerade nicht trainieren?
Vieles. Playstation spielen, in der Stadt ein bisschen Kaffeetrinken oder Essengehen. Ich gehe auch gern zum Yoga.

Vor der Saison gab es auch Offerten von anderen Bundesligaklubs, unter anderem soll angeblich Hertha BSC Berlin Interesse an Ihnen gehabt haben. Warum sind Sie beim Club geblieben?
Ich bin noch ein Jahr vertraglich beim Club gebunden. Deshalb gab es keinen Grund, über etwas anderes nachzudenken.


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