Itzgrund
Bürgerversammlung

Mehr für die Sicherheit der Kinder aus Schleifenhan tun

Regen Gebrauch machten die Itzgründer vom Informationsangebot auf der Bürgerversammlung. Die Veranstaltung verlief dabei aber in ruhigen Bahnen.
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Anja Kreuz (links) und Martina Och übergeben auf der Itzgründer Bürgerversammlung eine Petition in Sachen Schulweg an den Bürgermeister.Lothar Weidner
Anja Kreuz (links) und Martina Och übergeben auf der Itzgründer Bürgerversammlung eine Petition in Sachen Schulweg an den Bürgermeister.Lothar Weidner
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"Ich bin angenehm überrascht über den guten Besuch", sagte Bürgermeister Werner Thomas (SPD) auf der Bürgerversammlung in der Itzgrundhalle. Die Wortmeldungen der Itzgründer waren doch zahlreich, auch wenn insgesamt der Eindruck der Zufriedenheit im Raum stand.

Anja Kreuz und Martina Och brachten ihr Problem der Schülerbeförderung aufs Tapet, wobei sie einen Antrag auf kostenfreie Schülerbeförderung dem Bürgermeister überreichten. Das Problem der Eltern ist, dass sie in Schleifenhan wohnen und ihre Kinder eine weiterführende Schule in Ebern besuchen. Da eine offizielle Schulbuslinie von Schleifenhan bis Ebern nicht existiert, müssen die Kinder mit dem Schulbus der Gemeinde bis Gleußen fahren und von hier aus in die zuständige Buslinie nach Ebern und nach Schulschluss zurück nach Gleußen. Dort werden sie von den Eltern abgeholt.

Das Landratsamt hält laut einem Schreiben vom August den Fußweg für die Schüler von und nach Gleußen für zumutbar. Die beiden Antragsteller forderten eine kurzfristige Lösung durch die Gemeinde, da eine ständige Abholung aus Gleußen nicht zumutbar sei und der Fußweg von Gleußen nach Schleifenhan entlang der B 4 verläuft durch unbebautes und unbeleuchtetes Gebiet sowie an einem Waldrand und Parkplatz vorbei. Dieser Weg wurde als nicht sicher eingechätzt.

Langfristig wurde gefordert, Schleifenhan in eine reguläre Buslinie nach Ebern einzubinden. Dazu stellte der Geschäftsleiter der Gemeinde, Dieter Scherbel, fest: "Wir unterstützen euer Anliegen gern, jedoch ist das Landratsamt zuständig."

Die Hinterlassenschaften auf der Straße durch Gleußen kritisierte Stephan Ebert. Der Bürgermeister meinte dazu, dass "Ross und Reiter" an die Gemeinde zu nennen wären, die dann gegen die Verursacher vorgehen wolle.

Walter Schwarzböck wollte vom Bürgermeister wissen, ob eine Erweiterung angedacht werde, da die Bauplätze Kapellenfeld wie warme Semmeln weggehen. "Eventuell 2020, oder auch an anderer Stelle", ließ Thomas wissen.

Zwei Bewohner des kleinen Ortsteiles Merkendorf bemängelten den fehlenden Anschluss an das Glasfasernetz und Roland Brochloß forderte, dass bei der Beseitigung der durch den Borkenkäfer verursachten Waldschäden nicht der Harwester zum Einsatz kommen sollte, sondern mehr auf Selbstwerber zugegangen werden müsse.

Daneben kamen noch die Bepflanzung des Lärmschutzwalles (Walter Kremer) und die Risse in Radwegen (Brigitte Kieser) zur Sprache.

Zwei den Bürgern auf den Nägel brennende Themen kamen noch zur Sprache: die Dorferneuerung und die energetische Sanierung der Itzgrundhalle. Thomas informierte zu Letzterem, dass mit Kosten von über einer Million zu rechnen sei, die Baumaßnahme begonnen habe, unter anderem ein Fluchtweg geschaffen und das Dach saniert werde. Mit der Fertigstelllung könne bis Ende 2020 gerechnet werden.

Die Dorferneuerung, im Wesentlichen die Neugestaltung der einen Kilometer langen Ortsdurchfahrt und deren Randbereiche, soll 2020 begonnen werden. Detailfragen löst die Teilnehmergemeinschaft. Thomas stellte eine Förderung von mehr als die Hälfte der Baukosten in den Raum.



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