Meeder
Prunksitzung

Meederer feiern Fasching im Reich vom Scheich

Über vier Stunden beste Unterhaltung haben die Besucher bei der ersten Prunksitzung der Faschingsvereinigung Meeder geboten bekommen.
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Bernd Höfer (links) schwebte auf einem Teppich zum Meederer Fasching.Karin Günther
Bernd Höfer (links) schwebte auf einem Teppich zum Meederer Fasching.Karin Günther
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Immer wieder sind am Samstag die "Raketen" geflogen und der Schlachtruf "Meeder Aha" hallte durch die Veranstaltungshalle Babucke. Die Besucher dankten damit den Akteuren des Faschingsvereins für ihre Darbietungen bei der ersten Prunksitzung des Jahres.
Die "Midlife Crises" tanzten zum Auftakt im bayerischen Outfit zum Lied von Andreas Gabalier: "I sing a Liad für di". Die Mitwirkenden zogen zu den Klängen der Zwei-Mann-Kapelle "2 for you" in den Saal ein, wobei sich der Meederer Bürgermeister Bernd Höfer (CSU) als Scheich auf einem "Sänftenteppich" mit Schirm in der Hand zeigte - getragen wurde er von seinem Gefolge. Präsident Andreas Lutz begrüßte die zahlreichen Ehrengäste, die befreundeten Faschingsvereinigungen sowie alle Akteure und Besucher. Sitzungspräsident Heiko Meyer führte mit Geschick durch die zwölf Programmpunkte der über vierstündigen Sitzung. "Scheich Höfer" erklärte seinen fliegenden orientalischen Teppich, der vielseitig einsetzbar sei: Zum Beispiel könne man ihn über Straßenschlaglöcher ausrollen, dann höre das "Strabs-Gelaber" auf. Nach dem ausführlichen Einsatz seines Teppichs übergab er sein Schirmgeld.
Die Jugendgarde, die zum ersten Mal an einer Abendsitzung auftrat, eröffnete den Abend schmissig. Und schon stand der frühere Jugendsitzungspräsident, Ludwig Lorenz in der Bütt. Lorenz sammelt alles von der Wegwerfgesellschaft sammelt - angefangen von Nägeln, Knöpfen, Hundekot und vielem mehr. Das Tanzmariechen Lisa Roth wirbelte anschließend leichtfüßig über die Bühne.
Die aktuelle Bundespolitik war bei den "Sondierern" das Thema. Das SOS-Schulschiff ist in eine Notlage geraten und mit voller Kraft stand dieses vor dem Brandenburger Tor und am Steuerruder in der Mitte stand Angela Merkel (Kerstin Ritz). Es sondierten mit Martin Schulz (Alexander Pabst), Seehofer/Söder (Uwe Schmidt) und als Christian Lindner (Michael Taubmann). Die angedachte Jamaika-Runde platzte und es musste mit Martin Schulz, der immer wieder von seiner Heimat Würselen ansprach, mit sondiert werden. Hoch motiviert diskutierten die Sondierer: "Es ist so schön an der Spree" war zu hören.
Aus dem Alltag einer langen Ehe erzählten Elfriede (Miriam Ganß) und Enno (Rene Räppold), die zum ersten Mal in der Bütt standen und sich gegenseitig beschuldigten, dass wieder auf der Autobahn in der falschen Richtung unterwegs waren. Alle Leute gaben ihnen Lichthupe und winkten, die Schilder waren nicht zu lesen und die Beiden verursachten so einen Unfall. Da hatte das Duo die Lacher auf seiner Seite. Die Funkengarde überzeugte mit ihrem Showtanz zur Musik aus dem Musical "Abba" und auch mit ihrem Gardetanz.
Mit dem Einzug der Sambagruppe "A weng Samba" wurde es laut in der Halle. Die neue hauseigene Sambagruppe in der Meederer Narren trommelte, was das Zeug hält, und überzeugte mit ihrem Können. Samira Pflaum und Sophie Fischer trugen als Hexen mit ihren Gesprächen und gespickt mit Musikeinlagen zur Stimmung bei. Die 1000-jährige Samira und die 700 Jahre jüngere Sophie überzeugten mit ihrem Hexentrank, dass alle Frauen letztendlich Hexen sind.
Als Museumsführer betätigte sich Andreas Lutz - der in diesem Jahr alleine als "Schmalzbuab" in die Zukunft blickte, aber auch zurück auf die zurückliegenden Jahre.


Wer sitzt denn da im Promi-Bob?

Die "Midlife Crises" zeigten ihren allerersten Showtanz mit Coach Elke. Mit Staubwedeln und Staubtüchern wedelten und tanzten sie auf der Bühne. Immer wieder wurden auch Zugaben herbei geklatscht. Als "Die Untersetzten" nahmen Thomas Förtsch, Carl Remane, Knut Braun und Lutz Heidenreich musikalisch die Ereignisse rund um Meeder auf die Schippe. Natürlich auch den Flugplatz, bei dem nun alle Sorgen Geschichte sind. Auch der neue vorbeifahrende Zug und die Fußball-WM in Moskau ohne die Elf aus Italien waren Themen, ehe das "Trinkerlied" das Repertoire der vier Untersetzten komplettierte.
Nach der Filmmusik "Avatar" tanzte die "Zickenzone" ausdrucksstark und gefühlsvoll. Die Trainerinnen waren Franziska Bohl und Yvonne Mannagottera. Einen wunderbaren Spaß hatten sich die Verantwortlichen der Faschingsvereinigung ausgedacht mit dem Beitrag: "Wir fahren mit dem Bob". Am Steuer saß Landrat Michael Busch (SPD) und als Bremser fungierte "Lou" Lutz. Eine bunte Mischung saß mit Rainer Mattern, Bernd Dreßel, Sebastian Straubel als "Groko 3" mit im Bob, die sich einmal in eine Rechts- und dann wieder Linkskurve bewegte. Mit dem Lied "Schön ist es auf der Welt zu sein" endete der lange Abend der gelungenen Faschingssitzung in Meeder.


So wird weiter gefeiert

Die zweite Abendsitzung findet am Samstag, 20. Januar, ab 19 Uhr statt. Die Nachmittagssitzung am Sonntag, 21. Januar (ab 13.30 Uhr).

Weitere Bilder zum Fasching in Meeder finden sie hier.
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