Coburg
OB-Wahl

Markus Söder freut sich auf die "Damenwahl" in Coburg

Zwei Steinböcke und ein Tango standen am Donnerstagabend im Mittelpunkt des Neujahrsempfangs der Coburger CSU.
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Im voll besetzten Saal des Pfarrzentrums St. Augustin erhielt Birgit Weber prominente Wahlkampfunterstützung: Bayerns Finanz- und Heimatminister Markus Söder erklärte, warum er bei der OB-Wahl in Coburg für seine Parteifreundin die Daumen drückt. Foto: Oliver Schmidt
Im voll besetzten Saal des Pfarrzentrums St. Augustin erhielt Birgit Weber prominente Wahlkampfunterstützung: Bayerns Finanz- und Heimatminister Markus Söder erklärte, warum er bei der OB-Wahl in Coburg für seine Parteifreundin die Daumen drückt. Foto: Oliver Schmidt
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Birgit Weber und Markus Söder haben einiges gemeinsam - natürlich, dass sie beide in der CSU sind, aber zum Beispiel auch, dass sie beide erst vor kurzem Geburtstag hatten. Ebenfalls feiern wollen die Coburger OB-Kandidatin und der bayerische Finanz- und Heimatminister am 16. März. Dann stehe ja, wie es Birgit Weber am Donnerstagabend augenzwinkernd formulierte, "die Wahl der Oberbürgermeisterin" an. Und dass sowohl Birgit Weber als auch Markus Söder an einen CSU-Erfolg in Coburg glauben, hat wiederum mit dem Sternzeichen der beiden zu tun: "Steinböcke sind ehrgeizige Menschen, die ihren Weg machen", verriet Birgit Weber, als sie die gut 160 Gäste im Pfarrzentrum St. Augustin begrüßte.


Güterbahnhof und Post-Areal

Birgit Weber skizzierte, dass sie für eine "Politik der Chancen und Ideen" stehe. Die Lebensbedingungen in Coburg seien gut, doch mit Blick auf die Finanzlage und die sinkende Einwohnerzahl müsste ein Aufziehen dunkler Wolken "mit aller Kraft" verhindert werden - "wir dürfen nicht warten, bis es zu spät ist!"

Konkret sprach sie mehrere "Baustellen" an, die es in Coburg gebe. Allen voran müsste die städtebauliche Entwicklung vorangetrieben werden: Güterbahnhof, Coburger Süden, Post-Areal, Steinweg - zum Teil würden seit zig Jahren Gutachten vorliegen und sich aber trotzdem nichts tun. Was die Sanierung des Theaters betrifft, sprach sich Birgit Weber für ein Vorgehen in Teilabschnitten und somit gegen eine komplette Schließung für vielleicht zwei Spielzeiten aus. Grundsätzlich seien "kreative Lösungen" gefragt. Birgit Weber appellierte: "Wir müssen unsere Zukunft selbst gestalten - Coburg hat das Potenzial!"

Markus Söder schlug in dieselbe Kerbe, wählte aber ein etwas anderes Bild: "Coburg ist eigentlich eine Perle Oberfrankens mit unglaublichen Chancen", sagte er. Doch jede Perle könne nur dann auch glänzen, wenn sie regelmäßig richtig in Positur gebracht und poliert wird. "Und mein Eindruck", so Söder, "dass Coburg von seinem großen Potenzial zu wenig abruft." Der Minister, der hier ganz Parteipolitiker war, wurde sogar noch deutlicher: "Mein Eindruck ist, man kann aus Coburg deutlich mehr herausholen - ja, man muss sogar mehr herausholen."

In der Politik braucht es nach Ansicht von Söder "Menschen, die wissen, wo sie hinwollen und die andere Menschen dabei mitnehmen." Und nicht nur, weil Birgit Weber Sternzeichen Steinbock ist, traut er ihr den OB-Posten in Coburg offenbar zu. Zumindest schloss er seine Rede mit den besten Wünschen für den 16. März. Denn: "Wir brauchen einen Ansprechpartner, von dem wir wissen, dass er etwas voranbringt, mit Kreativität und Leidenschaft." Wenn Birgit Weber zum neuen Stadtoberhaupt gewählt würde, dann wäre dies "ein wichtiger und guter Schritt für Coburg".

Apropos Schritt beziehungsweise Tanzschritt: Der Neujahrsempfang wurde musikalisch umrahmt von gleich zwei Pianisten. Zu Beginn spielte die elfjährige Johanna Heunisch, dazwischen sowie am Ende des offiziellen Teils Professor Hans-Dieter Bauer. Letzterer hatte unter anderem einen Tango ausgewählt, weil der seiner Meinung nach gut zu Birgit Weber passe.


Bauer muss Söder enttäuschen

Markus Söder freute sich darauf, sprach übers Tanzen und brachte schmunzelnd mit Blick auf Birgit Weber eine "Damenwahl" ins Gespräch. Doch da meldete sich Hans-Dieter Bauer zu Wort und musste ihn enttäuschen: "Zu einem Konzert-Tango wird nicht getanzt!" Nun, vielleicht können das die Steinböcke ja am 16. März nachholen.
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