Coburg
Handball

Lockeres Warm-Up vor 2159 Fans

Schlusslicht Rhein Vikings versucht mit einer offenen Abwehrarbeit den Spielfluss des HSC zu unterbinden. Doch die Vestestädter finden Lösungen.
Artikel drucken Artikel einbetten
Die drei besten Coburger auf einen Blick: Tobias Varvne beim Wurf, Kreisläufer Marcel Timm und im Hintergrund Felix Spross. Dieses spielfreudige Trio bekamen die Düsseldorfer Abwehrspieler zu keinem Zeitpunkt der einseitigen Partie in Griff. Zusammen erzielten sie 16 Tore. Foto: Timo Geldner
Die drei besten Coburger auf einen Blick: Tobias Varvne beim Wurf, Kreisläufer Marcel Timm und im Hintergrund Felix Spross. Dieses spielfreudige Trio bekamen die Düsseldorfer Abwehrspieler zu keinem Zeitpunkt der einseitigen Partie in Griff. Zusammen erzielten sie 16 Tore. Foto: Timo Geldner
+14 Bilder

Am Sonntagabend endeten 46 Tage punktspielfreie Zeit für den HSC 2000 Coburg. Gegen das Schlusslicht HC Rhein Vikings hatte der Tabellenzweite der 2. Liga anfangs zwar ein paar Probleme ins Spiel zu kommen. Doch souverän setzten sich die "Gelben" am Ende mit 37:22 durch.

Sehenswerten Charakter hatte die Partie allerdings nur in wenigen Phasen, was hauptsächlich an der Spielweise der Gäste lag.

Wie von HSC-Coach Jan Gorr vermutet sahen sich seine Angreifer einer extrem offensiven gegnerischen Abwehr gegenüber, brachten zudem die ersten vier Würfe nicht im Tor unter. Auch der fünfte ging nicht rein, aber den fälligen Strafwurf verwandelte Billek in seiner ersten Partie seit Anfang November.

Auch Sebastian Weber kehrte erstmals seit Mitte September aufs Feld zurück, dafür fiel Markus Hagelin kurzfristig wegen einer Erkrankung aus. Allerdings wurde Weber nur kurz eingesetzt, dann lange geschont, da "Kraftprotz" Marcel Timm am gegnerischen Kreis klasse aufgelegt war.

Aus einem 0:2 wurde ein 4:2, doch weiterhin wurde der HSC in seinen Angriffen oft bis an die Mittellinie zurückgedrängt, tat sich schwer einen geordneten Spielaufbau zu bewerkstelligen. Zudem blieb die Zahl der Fehlversuche bei den Coburgern hoch. Durch die Art der Abwehrarbeit war die Partie sehr körperbetont, deswegen versuchte Coburg verstärkt schnell nach vorne zu spielen.

Hinten stabilisierte sich die Deckung und bereits nach 17 Minuten nahm Gäste-Coach Bohrmann nur drei Minuten nach der ersten auch noch seine zweite Auszeit. Mutmaßlich deswegen, weil sich sein Team kaum Chancen erarbeitete. Beim 9:5 (19.) durfte dann auch Neuzugang Patrick Weber nach einigen Fehlversuchen über seinen ersten Treffer im HSC-Trikot jubeln.

Varrvne zeigt viel Übersicht

;

Immer öfters fand Coburg jetzt auch gute spielerische Lösungen gegen die Abwehr der Rhein Vikings. Vor allem Tobias Varvne guckte sich in dieser Phase Gegenspieler und Torwart ein ums andere Mal aus und war maßgeblich daran beteiligt, dass sich sein Team auf sieben Treffer absetzen konnte. Mehr wurde es aufgrund eines "Harzfehlers" nicht, wie es von den Zuschauerrängen kam, als Anton Prakapenia völlig frei auf sieben Metern in Mittelposition den Ball meterweit neben das Tor warf.

Dies ergab dann auch aufgrund weiterer HSC-Fehlversuche eine ähnliche Situation wie zu Beginn der Partie. Die Gäste kamen auf fünf Tore heran, mehr ließ Coburg aber nicht zu.

Das änderte sich dann nach dem Wechsel. Der Gegner blieb bei seiner Spielweise, spielte insgesamt einen sehr sicheren Ball, was mehrere Tore in Unterzahl bei Einsatz des zusätzlichen Feldspielers unterstreichen.

Wie schon in Durchgang Eins war das Aufkommen der Vikings nur ein kurzes Strohfeuer. Ein sehenswerter Dreher von Patrick Weber von der Außenposition und wenig später zwei schöne Tore von Lukas Wucherpfennig innerhalb von 30 Sekunden ließen den Vorsprung auf neun Tore anwachsen.

Trotzdem - die Rhein Vikings verteidigten weiter in zwei Dreier-Reihen. Sie mühten sich, hatten immer wieder mal gelungene Aktionen, doch ernsthaft gefährden konnten sie Coburg nicht. Die bauten ihren Vorsprung acht Minuten vor dem Abpfiff erstmals zweistellig aus und brannten dann in den Schlussminuten noch ein Torfeuerwerk ab, revanchierten sich so für den ärgerlichen Punktverlust im Hinspiel.

HSC 2000 Coburg gegen HC Rhein Vikings 37:22 (16:10) HSC 2000 Coburg: Konstantin Poltrum (12 Gegentore, 3 Paraden) / ab 31. Minute Jan Kulhanek (10 Gegentore, 5 Paraden), - Maximilian Jaeger (1), Lukas Wucherpfennig (2), Felix Spross (7), Sebastian Weber (4), Anton Prakapenia, Florian Billek (4/3), Marcel Timm (6), Jakob Knauer (3), Pontus Zettermann (4), Tobias Varvne (3), Patrick Weber (3). Trainer: Jan Gorr.

HC Rhein Vikings: Mikkel Moldrup (22 Gegentore, 10 Paraden), Nils Conrad (15 Gegentore, 1 Parade) - Brian Gipperich (3), Christian Hoße (1), Nils Artmann, Philipp Pöter (2), Paul Skorupa (3), Niklas Weiß (1), Felix Handschke (3), Thomas Bahn (1), Daniel Zwarg, Alexander Oelze (8/2), Moritz Gorgen, Patryk Rutzki, Tobias Middell. Trainer: Jörg Bohrmann

Schiedsrichter-Duo: Julian Fedtke / Niels Wienrich

Spielfilm: 0:2 (4.), 1:2 (5.), 4:2 (10.), 6:4 (15.), 8:4 (17.), 11:5 (22.), 13:6 (24.), 15:9 (29.), 16:10 - 17:13 (35.), 20:13 (39.), 22:15 (43.), 24:15 (44.), 24:17 (46.), 27:18 (50.), 29:20 (52.), 32:21 (55.), 35:21 (57.), 37:22 (60.).

Zuschauer: 2159. Siebenmeter: 3/3 - 2/3 (Hoße scheitert an Poltrum).

Strafminuten: 8 (Timm, Prakapenia 6) - 12 (Hoße 4, Skorupa 4, Goergen, Bahn). - Rote Karte: Prakapenia (50:01 Minute).

Beste Spieler: Timm, Varvne, Sproß - Pöter, Oelze.



was sagen sie zu diesem Thema?
jetzt anmelden jetzt registrieren