Coburg
Aktion

Lkw aus Coburg unterstützt den Hilfskonvoi

Zwei Fahrlehrer begleiten erneut die Weihnachtstrucker der Johanniter. Um alle Päckchen verteilen zu können, musste auch schon mal ein Esel mithelfen.
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Packen gemeinsam an (von links): Die Fahrlehrer Julia Weiß, Thorsten Kraus und Alex Balko verladen mit Patricia Renninger von der Johanniter-Unfall-Hilfe die Pakete auf den Lkw. Foto: Wolfgang Desombre
Packen gemeinsam an (von links): Die Fahrlehrer Julia Weiß, Thorsten Kraus und Alex Balko verladen mit Patricia Renninger von der Johanniter-Unfall-Hilfe die Pakete auf den Lkw. Foto: Wolfgang Desombre
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Aus ganz Bayern macht sich am Zweiten Weihnachtsfeiertag ein riesiger Hilfskonvoi auf den Weg nach Osteuropa. Organisiert von der Johanniter-Unfallhilfe beteiligt sich auch diesmal wieder ein Lkw aus Oberfranken an dieser "Weihnachtstrucker-Aktion". Beladen wurde er in dieser Woche auf dem Gelände der Kfz-Prüf- und Schätzungsstelle des Ingenieurbüros Klaffs und Sander in Coburg. Und: Es hab diesmal sehr viel zu beladen!

Große Resonanz in Coburg

"In diesem Jahr wurden deutlich mehr Pakete von Bürgern abgegeben", erzählt Thorsten Kraus, Inhaber von "Thorsten's Fahrschule", die erneut den Lkw mit Anhänger zur Verfügung stellt. Insgesamt kamen in Coburg mehr als 600 Pakete zusammen - das sind so viele, dass der Truck, der in Unterfranken startet, auch noch einige aus Coburg mit aufladen muss. "Wahnsinn, wie viele Pakete diesmal zusammengekommen sind!", freute sich Patrizia Renninger vom Regionalverband Oberfranken der Johanniter-Unfall-Hilfe in Bamberg. Schulen, Kindergärten, Firmen und viele Privatpersonen seien dem Aufruf gefolgt und hätten die Packliste abgearbeitet. Zehn Damen der Coburger Narrhalla hatten 61 Pakete für diese Aktion zusammengestellt, berichtete Astrid Eck. Dass das Ingenieurbüro Klaffs und Sander die Aktion seit nunmehr vier Jahren unterstützt, sei für ihn eine "Herzensangelegenheit", sagte Gerald Sander.

Der "Coburger Truck", der Albanien als Ziel hat, wird von den Coburger Fahrlehrern Julia Weiß und Alex Balko gefahren. "Es gehört für mich inzwischen einfach zu Weihnachten dazu", sagt Julia Weiß. Die Menschen in Albanien würden in absolut ärmlichen Verhältnissen leben und die Pakte mit Grundnahrungsmitteln wie Mehl, Zucker oder Öl seien für sie die Lebensgrundlage für mehrere Wochen. "Zwei Tage fahren wir hin, drei Tage verteilen wir die Pakete und zwei Tage benötigen wir für die Rückfahrt, erzählt die junge Fahrlehrerin.

Zu Besuch im Kloster

Im italienischen Bari geht es mit der Fähre hinüber nach Albanien und von dort aus zu einem Schweizer Kloster in der Stadt Shkodra. Die anderen Lkw fahren über den Landweg in weitere arme Länder in Osteuropa. Die Aktion Weihnachtstrucker unterstützt bereits seit 25 Jahren Menschen in Osteuropa, insgesamt werden jedes Jahr über 50000 Pakete transportiert.

Es sei absolut garantiert, dass die Pakete wirklich bei den Hilfsbedürftigen ankommen, betont Thorsten Krauß, der selbst auch schon bei einer Fahrt nach Albanien dabei war. Die Trucks werden am Zielort entladen; die Pakete werden dann mit Kleinlastern weiter transportiert. Um entlegene Bergdörfer zu erreichen, hätte man auch schon mal einen Jeep und sogar einen Esel benötigt, berichtet Julia Weiß.

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