Coburg
Musik

Liebe, Lust und Coburger Ehrenburg

Zwischen der leicht bekleideten Michelle und dem unverwüstlichen Olaf, dem Flipper, gab es beim Treffen der deutschen Schlager-Szene auch Spuren und Töne aus Coburg zu entdecken.
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Angela Henn und Dennis Klak bei ihrem Auftritt.Foto: privat
Angela Henn und Dennis Klak bei ihrem Auftritt.Foto: privat
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Früher moderierte Uwe Hübner die ZDF-Hitparade - heute ist er in der Schlagerbranche vor allem als Förderer junger Talente bekannt. In dieser Funktion hatte er jetzt zum alljährlichen "Branchen-Treff" nach Düsseldorf geladen. Die Veranstaltung gilt als wichtige Kontakt- und Trendbörse. So sind zum Beispiel viele Produzenten, Manager und DJs anwesend, denen die möglichen Stars und Trends und Hits von morgen präsentiert werden.

"Hier ist die Branche", erklärte Uwe Hübner in einem Interview mit dem ARD-Magazin "Brisant". Und er analysierte: "Die Branche ist nicht so schnell zu begeistern, sie ist sehr kritisch - aber wenn man sie hat, dann hat man einen großen Sprung gemacht."

Zwischen denen, die noch auf den "großen Sprung" hoffen, tummelten sich in Düsseldorf aber auch so einige Musiker, die bereits einige Sprünge hinter sich haben - Olaf, der Flipper, zum Beispiel, oder auch Michelle, die bei ihrem Auftritt auch mit einem atemberaubenden weil sehr knappen Kostüm für Aufsehen sorgte. Und dann war da auch noch Angela Henn, im Coburger Land auch noch unter ihrem einstigen Künstlernamen "Angie Katze" bekannt. Sie, die ihren Traum von einem "Schlager-Hotel" in Fürth am Berg noch immer nicht aufgegeben hat, präsentierte zusammen mit ihrem Gesangs- und Lebenspartner Dennis Klak den Song "Liebe". Zu den Klängen dieses Liedes flimmerte in Düsseldorf das dazugehörige Video über eine Leinwand. Das Video wurde in Coburg gedreht, und so bekam die deutsche Schlagerwelt zum Beispiel die Ehrenburg, die Arkaden, die Veste oder auch den Laubengang im Rosengarten zu sehen.

"Das war unser bislang schwierigster Auftritt", erzählt Angela Henn im Gespräch mit dem Tageblatt. So hätten sie und Denis Klak erstmals live und nicht etwa mit Playback-Hilfe vor einem so großen Publikum gesungen - "und dann war es auch noch so ein kritisches Publikum!" Aber: "Wir haben bewiesen, dass wir es können!" Stolz ist Angela Henn auch, dass sie und Dennis Klak überhaupt ausgewählt wurden. Insgesamt hatten sich fast 200 Künstler beworben, von denen dann aber nur 25 singen durften - der Rest blieb im Publikum.

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