Coburg
Die Renovierungen am Gebäude des Puppenmuseums schreiten voran.

Lebende Spielsachen und Rätselmuffins - Das Puppenmuseum bei der 8. Nacht der Kontraste

Das denkmalgeschützte Haus wurde ja beim Großbrand in Pfingsten schwer beschädigt. „Es dauert allerdings noch ein bisschen bis wir fertig sind“, verriet uns Leiterin Christine Spiller. Dennoch ist das Puppenmuseum bei der 8. Nacht der Kontraste am Samstag, 8. September, vertreten. Im Grabungsmuseum am Kirchhof gibt es Dokumentationsstücke und Aktionen zu bewundern.
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Viele Aktionen
„Wir haben verschiedenen Aktivitäten geplant, die durchgehend stattfinden“, erzählt Christine Spiller. So stehen etwa lebende Spielsachen Rede und Antworten für viele Rätselfragen. Etwa: „Wie geht es den schönen Puppen im Museum?“ Oder: „Wie kann eine Puppe zwinkern?“ Die Antworten der mannsgroßen Teddys werden nicht nur Kinder zum Staunen bringen. Lassen Sie sich überraschen!
 
Leckere Rätselmuffins
Weitere Fragen werfen die Rätselmuffins auf. Nach dem Vorbild von Glückskeksen haben auch sie kleine Zettelchen eingebacken – allerdings enthalten diese keine Lebensweisheiten, sondern mottogetreu spannende Fragen. Tipp: „Je früher Sie kommen, desto größer wird die Auswahl an Rätselmuffins sein“, meint Christine Spiller lachend.
 
Fotodokumentation zum Großbrand
Zudem gibt es bei der Museumsnacht eine Fotodokumentation zum Großbrand an Pfingsten. In der Nacht zum Pfingstsonntag beschädigten die Flammen acht denkmalgeschützte Häuser in der Herrengasse – darunter auch das an der Ecke zur Rückertstraße gelegene Puppenmuseum – und richtete einen Millionenschaden an. Das Häuserensemble, das stammt aus dem 16. Jahrhundert stammt und im 18. Jahrhundert überarbeitet, muss nun aufwändig renoviert werden. „Wir hoffen, dass wir im Herbst durchstarten können und in der Weihnachtszeit einen Teil des Museums wieder öffnen können“, sagt Christine Spiller.
Zur Finanzierung: „Es wurden uns Fördergelder in Aussicht gestellt“, berichtet die Museumsleiterin. „Nach der politischen Sommerpause werden wir mehr Klarheit haben.“
 
Mitarbeiter und Puppen
Doch bis zur Wiedereröffnung haben auch die Museumsmitarbeiter noch einiges zu tun. Zwar konnten die Puppen glücklicherweise alle vor den Flammen gerettet werden. Allerdings kam bei der Evakuierung einiges durcheinander. „Wir sind momentan dabei die Objekte zu säubern, zu sortieren, zu fotografieren, zu archivieren und sie transportfähig zu verpacken.“ Zum Teil also Tätigkeiten, die im Normalfall neben der täglich anfallenden Arbeit im Museum erledigt wird. Und natürlich müssen auch die Ausstellung und die Aktionen zur 8. Nacht der Kontraste vorbereitet werden.

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Die Puppe des Monats September:

Eine rätselhafte Puppe 


Was kann eine Puppe über ihre Herkunft erzählen? Im besten Fall sehr viel, nämlich dann, wenn sie eine eindeutige Halsmarke aufweist. Daran lassen sich Hersteller, Produktionsort und Alter ablesen. Manchmal stellt uns aber auch eine Halsmarke vor ein Rätsel.

Um einen solchen Fall geht es bei der nächsten Puppe des Monats. Die Auflösung erfahren Interessierte am Donnerstag, den 06. September 2012 um 15.00 Uhr im Café "Hallo Dolly". Der Eintritt ist frei. Weitere Rätsel aus der Welt des Spielzeugs werden an der Museumsnacht am darauffolgenden Samstag, den 8. September 2012 gelöst.

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