Coburg

Lautstark und flott ging es in Coburg zur Sache

Aus dem "Hallenmasters" der Mittelschulen soll eine "Tradition" werden. Das ist schon nach dem zweiten Mal klar.
Artikel drucken Artikel einbetten
Kaum zu bremsen war der Anhang der Rückertschule. Foto: Christian Dreßel
Kaum zu bremsen war der Anhang der Rückertschule. Foto: Christian Dreßel
+2 Bilder

Bereits in die zweite Auflage ging am Montag das "Hallenmasters", ein Turnier mit allen Mittelschulen aus Stadt und Landkreis. Zu umjubelten Siegern in der HUK-Arena kürten sich am Ende die Moosschule Neustadt und die Heiligkreuz-Mittelschule.

Über eine "rundum gelungene Veranstaltung" freute sich Lehrer Timo Fuchs, der zugleich Sportbeauftragter des Schulamtes ist. An die Rundumbande gelehnt, verfolgte er aus nächster Nähe die spannenden Duelle des Fußballturniers der Mittelschulen im Sporttempel auf der Lauterer Höhe. Alle zehn teilnahmeberechtigten Schulen aus dem Landkreis Coburg und dem Stadtgebiet waren der Einladung gefolgt und stellten jeweils ein Team in zwei Altersklassen (5. bis 7. und 8. bis 10. Klasse).

Begrüßt wurden sie von Oberbürgermeister Norbert Tessmer, dem stellvertretenden Landrat Rainer Matern, dem Amtsleiter für Schule, Kultur und Bildung, Klaus Anderlik, und einem engagierten Stadionsprecher. Für lautstarke Unterstützung sorgte eine Neuerung im Vergleich zum Vorjahr. Denn neben den Spielern waren auch ihre interessierten Klassenkameraden vom Unterricht befreit.

Sichtlich angefeuert gingen die Mannschaften aller Mittelschulen schon in der Gruppenphase hochmotiviert zu Werke. "Im Verein steht zwar die Disziplin im Vordergrund und hier doch eher der Spaß, aber manche Lehrer gehen mit vollem Ehrgeiz zur Sache", wusste beispielsweise Nick Truckenbrodt (14 Jahre), der für den TSV Meeder und die Lautertaler Mittelschule das Tor hütet.

Die motivierten Sportlehrer hatten in der entscheidenden Turnierphase allerdings große Schwierigkeiten, die taktischen Anweisungen an ihre Schüler weiterzugeben - zu euphorisch war das Publikum.

Nichts für schwache Nerven

Im abschließenden Finalspiel der jüngeren Jahrgänge entpuppte sich vor allem der Anhang der Rückertschule als Stimmungsgarant. Immer wieder peitschten sie ihre Mitschüler frenetisch nach vorne. Zunächst zeigte diese Unterstützung auch Wirkung, immerhin kam man nach einem 3:1-Rückstand gegen die Moosschule aus Neustadt noch zum Ausgleich. Das darauffolgende Elfmeterschießen war nichts für schwache Nerven. Bis zum neunten Penalty blieben alle Schützen souverän. Dann vergab die Rückertschule vor der eigenen Fankurve und musste den Titel den Neustadtern überlassen.

Deutlich eindeutiger endete das Endspiel der älteren Jahrgänge zwischen Seßlach und der Heiligkreuzschule, die ihren Vorjahrestitel mit einem klaren 4:0-Erfolg verteidigen konnte. Neben diesem Triumph darf sich die Schule auch über ein Sonderlob des Schulamtes freuen. "Ohne die Heiligkreuzschule und ihr Kollegium um Michael Lindner könnten wir dieses Projekt nicht stemmen. Als Mitorganisator verkaufen sie Essen und Getränke und sorgen auch beim Turnier für einen reibungslosen Ablauf", stellte Sportbeauftragter Fuchs ein Sonderlob aus.

Auch Uwe Dörfer, der Coburger Schulamtsdirektor, war hochzufrieden. "Sport ist wichtig. Wenn man die Stimmung und Begeisterung hier sieht, kann man sich nur freuen", sagte Dörfer. Es sei immer eine Motivation, Schüler innerhalb und außerhalb ihrer Schulen zusammenzubringen.

Dass das Hallenmaster auch in den kommenden Jahren zum Stundenplan der Coburger Mittelschulen gehören soll, da waren sich die Verantwortlichen des Schulamts einig. "Wir wollen aus diesem tollen Event eine Tradition machen", erklärte Fuchs. Denn dadurch werde endlich mal der Fokus auf die Mittelschulen gerichtet, das stärke auch das Selbstbewusstsein der Schüler, sagte der Lehrer.

Verwandte Artikel

Kommentare (0)

was sagen sie zu diesem Thema?
jetzt anmelden jetzt registrieren