Coburg
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Landratswahl in Coburg: AfD schickt eigenen Kandidaten ins Rennen

Der Vorstand des AfD-Kreisverbands hat einstimmig beschlossen, bei der Landratswahl Flagge zu zeigen. Einen konkreten Vorschlag gibt es bereits.
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Landratsamt CoburgFoto: Jochen Berger
Landratsamt CoburgFoto: Jochen Berger
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Die AfD wird bei der Landratswahl, die voraussichtlich im Januar 2019 stattfindet, mit einem eigenen Kandidaten antreten. Das hat der Vorstand des AfD-Kreisverbands Coburg/Kronach in einer Sitzung einstimmig beschlossen.

Wie der AfD-Kreisvorsitzender und neue Landtagsabgeordnete Martin Böhm dem Coburger Tageblatt auf Anfrage sagte, habe man sich auch schon auf einen Kandidaten geeinigt, der aber noch von einer Mitgliederversammlung offiziell nominiert werden muss. Und zwar handelt es sich um Michael Höpflinger aus Neustadt.

Der 54 Jahre Elektrotechnikingenieur ist auch Vorsitzender des AfD-Ortsverbands Neustadt, der im Juni diesen Jahres gegründet wurde. Bereits bei dieser Gründungsversammlung hatte Michael Höpflinger ehrgeizige Ziele ausgegeben: Nach der Kommunalwahl 2020 wolle man in Neustadt sechs Stadträte sowie den Dritten Bürgermeister stellen.

15 Prozent als Ziel

Martin Böhm macht auch gar keinen Hehl daraus, dass die Landratswahl von seiner Partei vor allem dazu genutzt werden solle, die "Alternative für Deutschland" im Coburger Land noch bekannter zu machen. "15 Prozent wären ein Achtungserfolg", sagt er. Bei der Landtagswahl vor zwei Wochen holte die AfD im Landkreis Coburg knapp elf Prozent; in Neustadt waren es knapp 16 Prozent.

Diese Landtagswahl ist auch der Grund dafür, warum im Landkreis Coburg ein neuer Landrat gesucht wird. Denn während CSU-Kandidat Martin Mittag das Direktmandat gewann, schaffte es der SPD- Bewerber (und amtierende Landrat) Michael Busch über die Listenwahl nach München. Sprich: Mit der konstituierenden Sitzung des neuen Landtags am 5. November endet automatisch Buschs Amtszeit als Landrat. Binnen drei Monaten muss dann ein Nachfolger oder eine Nachfolgerin gewählt werden. Der genaue Wahltermin wird von der Regierung festgelegt; als ein sehr wahrscheinlicher Termin gilt der Sonntag, 27. Januar.

Insgesamt sechs Bewerber?

Mit Christian Gunsenheimer von den Freien Wählern steht bereits ein Landratskandidat fest. AfD-Mann Michael Höpflinger wäre der zweite Bewerber. CSU und SPD wollen sich in den nächsten Tagen festlegen, wen sie ins Rennen schicken. Erwartet wird, dass auch Grüne und ÖDP mit eigenen Kandidaten aufwarten werden.



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