Sonneberg
Abstimmung

Landrat: Sonneberg muss in die Stichwahl

Noch keine Entscheidung über einen neuen Landrat für Sonneberg. Hans-Peter Schmitz (parteilos) und Danny Dobmeier (CDU) gehen in die Stichwahl.
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Die Stimmberechtigten in Sonneberg müssen wohl noch einmal zum Wahlzettel greifen, ehe sie einen neuen Landrat bekommen. Nach dem vorläufigen Wahlergebnis am Sonntagabend zeichnet sich eine Stichwahl ab. Der bisherige stellvertretende Landrat, der parteilose Hans-Peter Schmitz, der von SPD und Linke unterstützt wird, lag demnach mit 37,6 Prozent im ersten Wahlgang vorn. Danny Dobmeier von der CDU kommt auf 32,5 Prozent und steht demnach in der Stichwahl. Robert Sesselmann von der AfD ist mit 29,8 Prozent der Stimmen im nächsten Wahlgang nicht mehr dabei.
Hans-Peter Schmitz ist parteilos und war bisher schon Stellvertreter der ebenfalls parteilosen Landrätin Christine Zitzmann. Er trat mit Unterstützung der Linken und der SPD zur Landratswahl an. Schmitz blickt auf mehr als 30 Jahre Tätigkeit in Kreisverwaltungen zurück, war als Verwaltungsfachwirt zunächst in seiner Geburtsstadt Bitburg tätig, später (ab 1991) in Sonneberg. In den vergangenen zwölf Jahren war er stellvertretender Landrat. Mit einem Alter von 59 Jahren ist er der älteste Bewerber um das Amt.
Im Januar hatte die CDU in Sonneberg Danny Dobmeier als Kandidaten nominiert. Er ist gebürtiger Sonneberger, 39 Jahre alt und Diplom Politologe. Bisher arbeitete er eher im Hintergrund der CDU, als Mitarbeiter im Büro des Bundestagsabgeordneten Ralf Brauksiepe etwa oder in der Geschäftsstelle der Christlich-Demokratischen Arbeitnehmerschaft (CDA) und bis 2017 Leiter des Bundestagsbüros der Abgeordneten Carola Stauche. Er ist Geschäftsführer der Dobmeier GmbH in Sonneberg und Geschäftsstellenleiter der Kreishandwerkerschaften Coburg, Kronach, Sonneberg.
Robert Sesselmann stellte sich für die AfD der Wahl. Er wurde 1973 in Sonneberg geboren und lebt heute in der Stadt. Von 1991 bis 1998 absolvierte er ein Jurastudium in Leipzig und Dresden.Seit 1998 ist er selbstständiger Rechtsanwalt.
Die Wahl in Sonneberg fand in Thüringen viel mediale Beachtung. Zum einen stand fest, dass das Amt des Landrats neu besetzt werden würde, weil Christine Zitzmann nicht mehr dafür kandidierte. Zum anderen, weil keiner der Kandidaten als klarer Favorit ins Rennen ging. Selbst längjährige Beobachter der Kommunalpolitik in der Region trauten sich keine Prognose zu und gingen mehrheitlich von einer Stichwahl aus. Welche Kandidaten sich dann gegenüberstehen würden, wagte im Vorfeld aber kaum jemand zu spekulieren.
Mit Spannung wird nun erwartet, ob es der CDU gelingt einen großen Teil der AfD-Wähler für sich zu gewinnen.


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