LKR Coburg
Umwelt

Landkreis will Kohlendioxidausstoß halbieren

Der Landkreis Coburg ist jetzt offizielles Mitglied des Europäischen Klimabündnisses mit den indigenen Völkern der Regenwälder.
Artikel drucken Artikel einbetten
landrat Michael Busch (r.) und die Klimaschützer  Lisa Güntner und Christian Gunsenheimer freuen sich, dass der Lakndkreis Coburg jetzt offiziell Mitglied des Europäischen Klimabündnisses ist.LRA
landrat Michael Busch (r.) und die Klimaschützer Lisa Güntner und Christian Gunsenheimer freuen sich, dass der Lakndkreis Coburg jetzt offiziell Mitglied des Europäischen Klimabündnisses ist.LRA
Nachdem im vergangenen Jahr einstimmig der Beschluss im Kreistag Coburg gefasst wurde, dass der Landkreis Coburg die Mitgliedschaft im "Klimabündnis Europäischer Städte mit den indigenen Völkern der Regenwälder" beantragt, wurde diese nun offiziell mit einem Manifest bestätigt. Das teilt das Landratsamt mit.

Landrat Michael Busch und die beiden Klimaschutzakteure des Landkreises, Lisa Güntner und Christian Gunsenheimer, freuen sich über den Erhalt der offiziellen Urkunde und erläuterten die Gründe für die Mitgliedschaft sowie die gesteckten Ziele des Klimabündnisses, die somit nun auch für den Landkreis gelten.

"Eine Reduzierung der CO2 -Emissionen pro Kopf um fünf Prozent alle zehn Jahre bzw. das Etappenziel einer Halbierung der Emissionen von 1990 bis 2030" seien "ambitionierte Ziele, die einiges an Klimaschutz-Anstrengungen abverlangen aber auch notwendig sind, um das Ausmaß des Klimawandels einzudämmen", so die Klimaschutzakteure. Für den Landkreis Coburg bedeute das konkret eine Reduktion von ca. 9,7 Tonnen CO2 pro Kopf und Jahr auf unter fünf Tonnen CO2 pro Kopf und Jahr. Darüber hinaus ist das langfristige Ziel des Bündnisses eine weitere Reduktion bis auf 2,5 Tonnen Kohlendioxid pro Einwohner und Jahr.

Das Klimabündnis unterstützt bei der Erreichung dieser Ziele zum einen durch den Erfahrungsschatz und die Gelegenheit zum Austausch mit rund 1700 weiteren Mitgliedern und Klimaschutz-Kommunen aus ganz Europa. Zum anderen bietet das Netzwerk Hilfestellung und Anregung durch zahlreiche Seminare und Kampagnen, wie z.B. das alljährliche Stadtradeln, und verschiedene Klimaschutz-Instrumente und Methoden, wie den Klimaschutzplaner. Mit diesem Online-Tool wird aktuell eine neue CO2 -Bilanz für den Landkreis Coburg erstellt, um den Erfolg der kontinuierlichen Klimaschutzmaßnahmen regelmäßig prüfen undgegebenenfalls in einzelnen Sektoren verstärkt unterstützen zu können.

Gerade die Kommunen sind ein wichtiger Akteur im Klimaschutz, da sie zum einen sehr nah am Bürger sind, dessen aktive Mithilfe zum Gelingen der Energiewende unverzichtbar ist, und zum anderen auch konkret vor Ort Maßnahmen durchführen können, wie z.B. in eigenen Liegenschaften oder durch kommunale Angebote vor Ort. So wird im kommenden Jahr ein kommunales Elektromobilitätskonzept erarbeitet, die Realisierung eines Umwelt-Experimentierzentrums für Kinder und Jugendliche vorangetrieben und das Beratungsangebot zu energetischen Sanierungs- und Modernisierungsmaßnahmen verstetigt.

Zahlreiche weitere Maßnahmen in den Bereichen erneuerbare Energien, Effizienzsteigerung und Mobilität lassen sich aus dem 2012 fertiggestellten Klimaschutzkonzept ableiten und sollen in den nächsten Jahren umgesetzt werden. Mit dem Beitritt zum Europäischen Klimabündnis ist der Landkreis der Stadt Coburg gleichgezogen, die bereits seit 1993 Mitgliedskommune ist.

"Die gesamte Region Coburg zeigt damit deutlich, dass wir uns der Verantwortung gegenüber nachfolgenden Generationen bewusst sind und uns das wichtige Thema Klimaschutz zu einer dauerhaften Aufgabe machen", betont der Landrat.
was sagen sie zu diesem Thema?
jetzt anmelden jetzt registrieren