Coburg
Angemerkt

Landestheater Coburg: Neustart mit Mozart und Schlossplatz-Panne

Kontraste gab es zum Saisonauftakt im Landestheater. Die Premierenbesucher mussten sich auf Parkplatzsuche begeben, weil der Schlossplatz belegt war
Artikel drucken Artikel einbetten
Mozarts Oper "die Zauberflöte" eröffnete als Neuinszenierung die Spielzeit 2018/2019 am Landestheater.
Mozarts Oper "die Zauberflöte" eröffnete als Neuinszenierung die Spielzeit 2018/2019 am Landestheater.
+1 Bild

Intendanten-Wechsel am Theater sind immer auch Zeiten der Veränderungen - Zeiten, in denen sich Wandel und Kontinuität begegnen.

Das gilt unübersehbar auch für das Landestheater, an dem Bernhard F. Loges zum Spielzeitbeginn nach einer Interimssaison ganz offiziell die Nachfolge des seit einem Jahr am Staatstheater Saarbrücken erfolgreichen Bodo Busse angetreten hat.

Fans aus Düsseldorf angereist

Dort, wo bislang ein Portrait-Foto Busses im Gang zum ersten Rang hing, lächelt nun Loges die Theaterbesucher an. Busse ist derweil ein paar Meter nach links gerückt - gleichsam in die Ahnengalerie der Coburger Theaterleiter.

Zum symbolträchtigen Start mit der Eröffnungspremiere von Mozarts "Zauberflöte" (siehe Besprechung oben) hat Loges vielstimmig angereiste Unterstützung bekommen. Im bestens gefüllten Zuschauerraum saßen Theaterleiter und Ex-Kollegen beispielsweise aus Hannover und Nürnberg, aber auch Regisseure und Theatermacher, die noch in dieser Saison ebenfalls in Coburg arbeiten werden. Und aus Düsseldorf, wo Loges zuvor viele Jahre als Musiktheaterdramaturg an der Deutschen Oper am Rhein gearbeitet hat, war gar ein ganzer Bus mit Fans angereist.

Sie alle erlebten eine Premiere, über die sich sicherlich diskutieren lässt. Mancher Premierenbesucher hatte am Ende sogar Buhrufe parat, die freilich im allgemeinen Jubel kaum die Stimmung trübten.

Ein Theater, das mit seinen Produktionen und nicht nur mit seiner dringend notwendigen Generalsanierung Diskussionen auslöst, ist schließlich ein lebendiges Theater.

Bei der Premierenansprache im Spiegelsaal - einer Tradition aus der Ära Busse, an die Loges anknüpft - war eine ärgerliche Panne im Vorfeld längst kein Thema mehr. Denn im Ordnungsamt der Stadt war beim Terminabgleich und bei der Genehmigung des Foodt ruck-Festivals auf dem Schlossplatz schlicht die seit Monaten geplante Eröffnungspremiere übersehen worden. Oberbürgermeister Norbert Tessmer (SPD) als Premierengast nahm das peinliche Malheur schulterzuckend hin.

Weil der Schlossplatz als Parkplatz nicht zur Verfügung stand, gab es ganz unbürokratisch für die Besucher, die auf die Parkhäuser ausweichen mussten, kostenlose Ausfahrttickets. Der Ärger jedenfalls hielt sich in Grenzen - sicher auch deshalb, weil diese "Zauberflöte" reichlich Gesprächsstoff bot.

Kommentare (0)

was sagen sie zu diesem Thema?
jetzt anmelden jetzt registrieren