Coburg

La Brass-Banda-Tubist begeistert bei Lesung in Coburg

Seine Auftritte als Tubist in der Kultband La Brass Banda machten Andreas Martin Hofmeir einem breiten Publikum bekannt. Spätestens nach der Echo-Klassik-Auszeichnung als "Instrumentalist des Jahres" kennen Musikfreunde Hofmeir auch in der Rolle als Klassik-Solist. In Coburg stellte er sich nun noch als Autor vor.
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Tubist Andreas Martin Hofmeir stellte sich im "Schwarzen Bären" in Beiersdorf auch als Autor vor.Foto: Jochen Berger
Tubist Andreas Martin Hofmeir stellte sich im "Schwarzen Bären" in Beiersdorf auch als Autor vor.Foto: Jochen Berger
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Wer Kunstgenuss mit fein säuberlich beschrifteten Etiketten bevorzugt, dürfte an diesem Abend ein wenig ins Grübeln geraten. Wenn Andreas Martin Hofmeir mit seiner Tuba ein Podium erklimmt, muss das, was dann folgt, noch längst kein Konzert sein. Denn bevor Hofmeir bei seinem Gastspiel im Saal des "Schwarzen Bären" in Beiersdorf schließlich doch zur Tuba greift, liest er zunächst einmal eigene Texte.

Professor am Mozarteum

Konzert oder Lesung? Andreas Martin Hofmeir ist ein künstlerisches Multitalent, ein kreativer Geist, der sich nicht einsperren lässt in die Grenzen der Gattungen. Hofmeir ist klassisch ausgebildeter Tubist und Gründungsmitglied der bayerischen Kultband "La Brass Banda". Er ist Professor am Salzburger Mozarteum und Autor kleiner Prosatexte und verfügt über langjährige Kabaretterfahrung.

Genauer Beobachter

Als Autor ist der Tubist ein genauer Beobachter - einer, der in allerlei Alltagsszenen ganz bewusst komisches Potenzial entdeckt, treffsicher zuspitzt und zur Pointe verdichtet. Dabei bietet er immer wieder Einblicke in das Leben eines reisenden Tubisten, der die Welt zwischen Rio de Janeiro und Coburg aus ganz spezieller Perspektive betrachtet und in einer sehr präzis formulierten Sprache mit Witz zu beschreiben versteht. Hofmeir ist ganz eindeutig auch als Autor Profi , einer, der die Kapriolen der Wirklichkeit treffsicher mit Worten zu fassen weiß.

Brasilianische Klänge

Musikalisch bietet Hofmeir mit seinem Gitarristen Guto Brinholi brasilianische Klänge jenseits enervierender Samba-Monotonie. Im lebendigen Zusammenspiel mit Brinholis Gitarre beweist Hofmeir, dass die sperrige Tuba sehr wohl zum Kammermusik-Instrument taugen kann.

Piazzolla als Zugabe

Schönes Beispiel dafür ist die endgültig abschließende Zugabe - Astor Piazzollas "Oblivion". Hier beweist Hofmeir, dass sich auf der Tuba tatsächlich auch singen lässt.
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