Höhn bei Coburg
Fußball

Video zeigt Debakel in Oberfranken: Fußballer läuft auf offenes Tor zu, dann wird es richtig peinlich

Unglaubliche Szenen bei A-Klassen-Spiel in Oberfranken: Aus einem Fairplay-Gedanken heraus lassen die Fußballer des TSV Neuensorg den Gegenspieler in der Nachspielzeit durchlaufen, das Tor steht offen für ihn. Dann wird es richtig peinlich.
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Neuensorgs Christian Pompe wird von Höhns Kapitän Julian Lutz zu Fall gebracht. In der 90. Minute erzielte er aber ein viel diskutiertes Siegtor für sein Team. Der Treffer war äußerst umstritten, weil Pompe den Fairplay-Gedanken missachtete. Lisa Hümmer
Neuensorgs Christian Pompe wird von Höhns Kapitän Julian Lutz zu Fall gebracht. In der 90. Minute erzielte er aber ein viel diskutiertes Siegtor für sein Team. Der Treffer war äußerst umstritten, weil Pompe den Fairplay-Gedanken missachtete. Lisa Hümmer
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Peinliches Debakel bei Fußballspiel in Oberfranken: Arnd Zeigler und seine "Wunderbare Welt des Fußballs" hätte große Freude an diesem Video! Und mit ihm sicher viele Fußballfreunde in ganz Deutschland. Was sich nämlich am Freitagabend in der Schlussphase des A-Klassen-Entscheidungsspiels zwischen dem SV Bergdorf-Höhn und dem TSV Neuensorg auf dem neutralen Platz des SC Hassenberg ereignete, hat absoluten Seltenheitswert.

In der 90. Minute erzielte Neuensorgs Stürmer Christian Pompe das 1:0 für seine Farben. Doch der Jubel hielt sich in Grenzen, denn der Torschütze missachtete im Eifer des Gefechts - schließlich ging es um die Vizemeisterschaft der A-Klasse 2 und um den Direktaufstieg in die Kreisklasse - den Fairplay-Gedanken.

Pompe netzt überraschend ein

Anstatt die Vorlage seines Teamkollegen zum Gegner passieren zulassen, weil der kurz zuvor den Ball freiwillig zur Spielunterbrechung ins Aus beförderte, nahm er die Kugel an, umkurvte einen verdutzten Höhner Verteidiger und netzte entschlossen ein! Doch damit nicht genug, denn jetzt nahm die für alle Beteiligten unfassbare Szenerie erst ihren Lauf.

"Alleingang" ohne Gegenwehr

Nach heftigen Diskussionen und vorwurfsvollen Protesten entschlossen sich die Sorger für eine vorbildliche Gegenmaßnahme um das schlechte Gewissen sofort wieder zu bereinigen: Sie ließen den Höhner Spieler vom Anstoß weg ohne jede Gegenwehr durch ihre Reihen spazieren, damit der den Ball anschließend am ebenfalls tatenlosen Torwart Robin Engel vorbei ins Tor zum Ausgleich schießen konnte.

Ball verspringt und rollt vorbei

Doch dieser Plan ging nicht auf, denn der "Unglücksrabe" versprang nach seinem "Alleingang" sechs Meter vor dem Sorger Kasten der Ball. Er schob das runde Streitobjekt zum Entsetzen seiner Mitspieler und zur allgemeinen Verwunderung rechts vorbei.

Zu der von Höhner Seite geforderten zweiten Chance waren die Neuensorger anschließend nicht mehr bereit, so dass die Partie mit 1:0 endete und der TSV nach einem kurzen Polizeieinsatz auf dem Feld den Aufstieg in die Kreisklasse noch lange und ausgiebig feierte.

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