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Bad Rodach
Erweiterung

Kurhotel in Bad Rodach plant Luxusbau

Der Ausbau als Kurort wird in Rodach (Landkreis Coburg) weiter forciert. Das Hotel soll um ein luxuriöses Appartementhaus erweitert werden.
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Zukunft des Kurgebietes: Diese Animation zeigt den geplanten Erweiterungsbau mit elf Wohnungen von Südosten. Grafik: Architekturbüro Liebermann
Zukunft des Kurgebietes: Diese Animation zeigt den geplanten Erweiterungsbau mit elf Wohnungen von Südosten. Grafik: Architekturbüro Liebermann
16 zu fünf. So fiel die Entscheidung im Stadtrat über die Erweiterung des Kurhotels mit elf luxuriösen Wohnungen aus. "Eine 75-prozentige Zustimmung ist ein positives Signal", sagt Rolf Liebermann Architekt des Erweiterungsbaus und Geschäftsführer der Kurhotel Rodach GmbH.

Sein Vater, Heinz Liebermann, der Architekt des Thermalbades, entwarf in den 70er Jahren auch das Kurhotel und gründete mit 23 Beteiligten die Gesellschaft. Der Änderungsbeschluss war im Stadtrat umstritten, aber ist nun beschlossen.

Vor 2014 geht es mit den Bauarbeiten nicht los, wie Liebermann dem Tageblatt auf Nachfrage mitteilte "Erstmal geht es um Baurechtsicherheit. Die Vorbereitungen werden wir voraussichtlich im Winter treffen und Anfang 2014 mit den Bauarbeiten starten."

Geplant ist ein Appartementhaus mit elf "exklusiven" Wohnungen, mit 140 bis 160 Quadratmetern Wohnfläche.
Der Neubau soll eine direkte Anbindung an das Kurhotel bekommen. Somit können die zukünftigen Bewohner den Hotelservice, wie Haushaltsarbeiten oder Essen, in ihren vier Wänden nutzen.

"Die Übernachtungszahlen im Kurhotel sind nicht so gut, wie wir uns das wünschen. Auch deshalb soll der hoteleigene Service auf das Appartementhaus erweitert werden", erklärt Liebermann. Er bestätigt das es schon Interessenten für den Erwerb solcher Wohnungen gibt, denn langfristig ist der Verkauf das Ziel. Über Baukosten und Preise wollte Liebermann zu diesem Zeitpunkt noch keine Auskunft geben.

Lebensqualität im Alter

"Wir wollen Wohnungen mit Lebensqualität im Alter schaffen", so Liebermann. Dafür sprechen auch weitere Ausstattungskriterien, wie Tiefgaragenstellplätze, Aufzüge und Barrierefreiheit in den Wohnungen. Damit kommt wohl nur eine gut situierte Käuferschicht für den Erwerb einer solchen Immobilie infrage.

Architektonisch wird sich der Wohnkomplex mit Terrassen deutlich vom Stil des Hotels abheben. "Der Neubau wird sehr transparent und modern sein. Die Architektur ist einfach 30 Jahre weiter. Wenn das Hotel irgendwann mal saniert wird, dann ist die moderne Gestaltung des Neubaus ein Vorteil", so Liebermann.

Beim Appartementhaus handelt sich nur um einen ersten Bauabschnitt. Langfristig soll die hotelnahe Nutzung weiter vorangetrieben werden. Konkrete Pläne gibt es diesbezüglich noch nicht. Laut Liebermann wurde das Kurgebiet in den vergangenen Jahren von der Politik vernachlässigt. "Das hat sich durch Bürgermeister Tobias Ehrlich geändert. Er hat den Handlungsbedarf erkannt und treibt die Weiterentwicklung voran. Auch die Gründung des Interessenverbandes spricht dafür", so der Architekt.

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